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Wintertransfers: Auf drei Positionen könnte was passieren

Mit Simon Terodde hat der 1. FC Köln einen ersten Wintertransfer und damit schon einen Vorgriff auf die nächste Saison getätigt. Neben dem Stürmer vom VfB Stuttgart schaut sich der Effzeh auf drei weiteren Positionen nach Verstärkungen um. Doch der Markt ist schwierig.

Köln – Stefan Ruthenbeck hat bereits angekündigt, dass Lukas Klünter unter ihm wohl nur noch im Notfall als Rechtsverteidiger agieren wird. Der Cheftrainer der Geissböcke sieht die Stärken des schnellen Rechtsaußen in der Offensive. Defensiv, das wurde in dieser Saison bereits offensichtlich, hat Klünter noch zu große Schwächen.

Rechts hinten, in der Mitte und auf den Flügeln

Allerdings ist auch Pawel Olkowski alles andere als unumstritten, der Pole musste gegen Schalke schon nach 39 Minuten aus Leistungsgründen vom Feld. Der Effzeh schaut sich deshalb nach einem weiteren Rechtsverteidiger um und könnte im Winter auf dieser Position – ähnlich wie bei Terodde – auch perspektivisch nachlegen.

Darüber hinaus hält der FC im zentralen Mittelfeld und auf den offensiven Flügeln nach weiteren Neuzugängen Ausschau. Fabian Lustenberger gilt als Kandidat für das Zentrum. Der Schweizer von Hertha BSC könnte auf Leihbasis zu den Geissböcken wechseln. Ein ähnliches Leihgeschäft suchen die Kölner für die offensiven Außen, wissend, dass es in der aktuellen Phase schwierig ist, Spieler auch perspektivisch für den FC zu gewinnen.

10 Kommentare
  1. Joss
    Joss says:

    Lukas Klünter war die positive Überraschung schlechthin. Der Junge kann kicken und zeigt immer Einsatz, einer von sehr wenigen individuellen Lichtblicken. Ich weiß noch, wie der sein erstes Slalomtor gegen Leverkusen geschossen hat, im Alleingang und Vollsprint! Dat issen Sportsmann durch und durch. Von der Einstellung sollten (müssten) sich einige ne dicke Scheibe von abschneiden. Bin sehr froh darüber, dass er sich im Kader manifestiert hat.

    Auch das Ruthenbeck das Team hat übernommen. Ich sach nur: Weiter so!!!

    • Dieter
      Dieter says:

      Schön zu lesen, dass die Verantwortlichen endlich erkannt haben, wo es beim FC momentan noch zwickt. Am wichtigsten erscheint mir die Position des Spielmachers. Ein Schlitzohr, das ein Spiel lenken kann und bei Bedarf tödliche Pässe spielt. Wenn der Stürmer erst mal in der Situation ist, dass er allein auf den Torwart zulaufen kann, wird das Ding früher oder später auch im Netz versenkt. Risse fehlt an allen Ecken und Enden. Ein Risse in Bestform würde dem FC jetzt gut zu Gesicht stehen. Sicherlich gibt es solche Typen bei irgend einem Verein. Ausleihe wäre da vielleicht möglich. Bis auf die rechte Abwehrseite hat sich die Defensive in den letzten Spielen stabilisiert. Weiter so Jungs.

  2. Karl Heinz Lenz
    Karl Heinz Lenz says:

    Gestern Abend bin ich im Internet unterwegs gewesen und habe mir noch mal die Kommentierung der Zeitungen über den FC in der Zeit von der Entlassung Peter Stögers bis zum angeblichen „Nachtreten“ von Armin Veh angesehen: KStA, Express und Kölnische Rundschau, Bild und dann die anderen großen Zeitungen. Wie viel Kritik, Häme, Spott und (nicht weiter begründete) Verurteilungen! Kein Wunder, dass Armin Veh und Alexander Wehrle nicht freundlich gucken, wenn ein Foto-Journalist sie – vielleicht in einem unerwarteten Moment – ablichtet. Viele der Medien-Kommentierungen waren auf Krawall gebürstet: Mit der schnellen Feder mal soeben eine deftige Überschrift raushauen.
    Ich habe ja schon in unserem Fan-Forum einige Male geschrieben, wie ich die Medien-Situation rund um den FC wahrgenommen habe. Aber mich ärgert das immer wieder, vor allem wenn ich das Gefühl habe, dass ein Großteil der FC-Fans sich diesen Mist zu eigen macht.

  3. Dieter
    Dieter says:

    habe kein gutes Gefühl für die Rückrunde. Wenn ich im Express lese, das AV sagt SR kann weiter sein Projekt „Jugend forscht“ fortführen und der FC nicht ins Risiko gehen wird – bedeutet das das Einläuten eines langsamen Sterbens in der Rückrunde? Bei einem Abstieg sind minimum 4-5 Spieler weg und der FC um ca. 25-30 Mil. reicher. Warum jetzt also kein Risiko eingehen? Jetzt und ich meine jetzt besteht noch die Chance das Wunder zu schaffen. jeweils 3 Punkte gegen HSV, Bremen, Mainz, Stuttgart und Freiburg. Weitere Punkte dazugerechnet gegen Wolfsburg, Hannover, Hertha und Frankfurt ergibt schon einen Zwischen-stand von ca. 30 Punkten. AV hat einer Pressekonferenz gesagt, wir werden die Rückrunde nicht herschenken. An seine Worte wird er sich messen lassen müssen. Jetzt die 2. Liga auszurufen ist grob fahrlässig und eines Sportchefs nicht würdig. Also bitte schön auch mal ein bisschen Risiko in Kauf nehmen.
    SR geht doch auch ins Risiko was seine Aufstellung anbelangt. Einen Alleinherrscher ala JS braucht jetzt wirklich keiner; der FC schon gar nicht.

    Wir Fans erwarten, das AV den Kader so verstärkt, dass die Mannschaft um den Klassenerhalt kämpfen kann und dazu sind absolut neue Spieler notwendig.

    Andernfalls ist AV schneller wieder weg wie er glauben kann.
    Dies ist keine leere Versprechung.

      • Karl Heinz Lenz
        Karl Heinz Lenz says:

        Mir würde es auch gegen den Strich gehen, wenn der FC den Klassenerhalt jetzt bereits abschreiben und nur noch in Richtung 2. Liga denken würde. Glaube ich aber nicht. Der „Express“ begründet seine Erkenntnis ja auch nur dadurch, dass der FC durch die Verpflichtung von Ruthenbeck und Terodde schon klargemacht hätte, dass es nur noch in die 2. Liga geht. Ruthenbeck und Terodde sollen nur gut für die 2. Liga sein? Finde ich frech! „Express“ ist wieder auf Krawall gebürstet. Oder hat der Schreiber seinen Weihnachts-Blues?
        Müssen wir Kölner so oft alles durch den Kakao ziehen?
        Ein viel positiveres Bild über den angeblich nur 2. Liga-tauglichen Simon Terodde liefert ein überhaupt interessantes Interview des effzeh.com mit Stuttgarter VfB-Bloggern. Schaut da mal rein:
        http://effzeh.com/terodde-1-fc-koeln-interview-vfb-stuttgart/

    • Michael H
      Michael H says:

      Veh hat genau das gesagt, was von ihm erwartet wird und was der Mannschaft am meisten nützt.

      Natürlich reasliert er, dass es nur ein paar Punkte bis zum Relegationsplatz sind. Ob wir nun 25, 30 oder 35 Punkte in der Rückrunde brauchen, ist nicht abzusehen. Aber den Abstand kontinuierlich zu verringern ist wichtig. Solange es eine „durchschnittliche“ Rückrunde wird und zudem gegen die direkten Konkurrenten gewonnen wird, stehen die Chancen ja gar nicht so schlecht.

      Dennoch hilft es, sich als Underdog darzustellen. Schließlich haben wir zwei der schnellsten Bundesligaspieler und hoffentlich mit einem motivierten Jojic, Osako und vielleicht Bittencourt und Risse auch welche, die gute Pässe spielen können. Dann müssen vorne Pizarro und unser Neuzugang und Guirasy und vielleicht gar Cordoba nur noch abräumen.

      Ja ja, die Hoffnung stirbt zuletzt. Dennoch: wenn Ruthenbeck die Abwehr stabilisiert bekommt und wir unseren Stürmern auch mal ein paar Bälle zukommen lassen – gerade beim kontern – haben wir sicherlich noch eine realistische Chance auf den Relegationsplatz oder vielleicht auch Platz 15. Dafür muss aber wieder der Teamgeist stimmen. Und dafür ist es vermutlich besser, sich als Außenseiter mit weniger Druck zu positionieren, als jetzt öffentlich die Aufholjagd einzuleuten.

  4. Elke L.
    Elke L. says:

    Ich glaube, dass der Stefan nichts herschenken wird, sondern alles investieren wird, was mit der Mannschaft möglich ist.
    Weitere Transfers im Winter sind generell schwierig und in unserem Fall ganz besonders. Dann vielleicht eher Leihen von Spielern, die woanders auf der Bank sitzen. Richtig gute Leute werden wohl kaum jetzt zum FC kommen, so mal ohne FC Brille gesehen.
    Jetzt wissen wir ja auch, warum Terodde abgegeben wurde, weil Gomez heute dort angeheuert hat. (Ob der jetzt bei den Stuttgartern mehr trifft als bei WOB ist jetzt mal dahin gestellt und für uns nicht so interessant).

    Interessant ist das, was die Blogger geschrieben haben, weil ich letztens auch schon gedacht habe: na 13 Tore dort insgesamt sind ja auch nicht so prickelnd, wer weiß, ob Terodde dort die richtigen Zuspiele hatte – und das haben die Blogger, die viel näher dran sind, ja auch bestätigt.

    Angesichts dessen, was in dieser Hinrunde alles passiert ist, bin ich dennoch optimistisch – es kann eigentlich nur besser werden. Die Spieler haben durch den Trainerwechsel wieder mehr Mut bekommen und das ist in meinen Augen sehr wichtig.

    Als Auswärtiger und mit dem Problem zu Beginn der Saison überhaupt an Karten zu kommen, hatte ich in der Verlosung Karten gegen die Belgrader kaufen dürfen ….und war entsetzt, als ich unsere Spieler in HZ 1 gesehen haben und habe noch zu meinem Mann gesagt: kein Wunder, dass die in der Buli so abstürzen, wenn man so auf dem Platz steht. – Mit dem jetzigen Trainer wird das dann nicht so passieren, davon bin ich überzeugt, weil der vom Spielrand herum schreien würde und schon in so einer Situation bereits in HZ 1 wechseln würde und nicht erst bis zur HZ Pause wartet. (Das diese Vorgehensweise bis zur Pause warten, dann neue Anweisungen geben, eine Handschrift von Peter Stöger ist, konnte man jetzt auch bei den Dortmundern sehen im Spiel gegen München)

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