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„Wir wollen in der Rückrunde ein ganz anderes Gesicht zeigen“

Der 1. FC Köln ist durch ein 0:1 (0:0) gegen den FC Schalke 04 im DFB-Pokal ausgeschieden. Somit bleibt der einzige Fokus in der Rückrunde der Klassenerhalt. Nach zwei völlig unterschiedlichen Halbjahren sind die Effzeh-Profis nun froh, zumindest für ein paar Tage den Kopf frei zu bekommen. Die Stimmen zum Spiel. 

Marco Höger: „Ich glaube, das war kein ansehnliches Spiel für den neutralen Zuschauer. Schalke ist momentan das Team der Stunde, dafür haben wir es gut gemacht. Dass sie bei Standards gefährlich sind wissen wir. Es ist natürlich blöd, wenn man im Pokal durch so ein Tor ausscheidet. Wir wussten, dass Schalke mit Ballbesitz Probleme bekommt und haben ihnen deswegen weitestgehend den Ball überlassen. Wir wollen es Woche für Woche besser machen, aber für den Kopf ist die Pause jetzt für uns alle gut. Die müssen wir jetzt nutzen, um mental und körperlich wieder auf die Höhe zu kommen. Wir müssen uns jetzt an jeden Grashalm klammern. Das versuchen wir nach der Pause mit den Rückkehrern. Es war relativ früh schon so, dass wir davon wegkommen mussten, auf die Tabelle zu schauen. Wir haben uns das ganz anders vorgestellt und wissen, dass das nicht unser Maßstab ist. Wir wollen in der Rückrunde einen ganz anderes Gesicht zeigen.“

Wir versuchen ein Lebenszeichen an die Konkurrenz zu senden

Dominique Heintz: „Wir haben leidenschaftlich und gut verteidigt. Dass dann der kleinste das Kopfballtor macht, ist natürlich bitter. Das hat etwas das Spiel gekippt. Aber wir haben trotzdem eine gute Reaktion gezeigt und in den letzten zehn Minuten noch einmal alles versucht. Die Jungs, die wir noch zur Verfügung haben, haben alles reingeworfen. Ich hätte es gerne gesehen, wenn wir heute mit unserer kompletten Mannschaft gespielt hätten. Ich glaube, dann wäre viel mehr drin gewesen. Die freien Tage werden jetzt sehr gut tun. Im neuen Jahr kommen in den ersten vier Spielen drei Heimspiele und dann versuchen wir noch einmal ein Lebenszeichen an die Konkurrenz zu senden.“

Timo Horn: „Wenn es nicht so bitter wäre, könnte man fast drüber lachen. Es ist schon enttäuschend durch so ein Tor auszuscheiden. Die Ecke war überhaupt nicht gut getreten, aber Max Meyer läuft dann in den Raum und will den Ball eigentlich nur irgendwie verlängern. Das ist dann symptomatisch für unsere Saison und auch für die der Schalker, dass so ein Ball dann reingeht. Wir hatten dem heute dann auch nichts mehr entgegenzusetzen. Dass das halbe Jahr extrem schlimm und enttäuschend war, ist natürlich klar und wir sind froh, dass das Jahr endlich ein Ende nimmt. Wir versuchen, in den ersten Spielen nach der Winterpause noch einmal voll anzugreifen. Vielleicht kommt noch der ein oder andere neue Spieler hinzu. Man hat heute ja auch wieder gesehen, wie wir auf dem Zahnfleisch laufen. Wir müssen uns auf U19- oder Amateurspieler verlassen, die ihre Sache auch super machen. Aber Schalke hatte heute einfach nochmal eine andere Qualität auf dem Platz.“

Stefan Ruthenbeck: „Wir haben ein zähes Spiel gesehen. Dafür waren wir verantwortlich, das wollten wir so. Wir wollten kein Spiel mit offenem Visier, sondern gut verteidigen, gut stehen, die Räume zwischen den Linien gut schließen. Das haben wir bis zum 0:1 geschafft. Wir hatten einen guten Torhüter im Tor, da war es bitter, wir so in Rückstand geraten. Schlussendlich haben uns dann aber die Körner gefehlt. Wir waren nicht mehr in der Lage, hoch zu pressen und die Räume in der Tiefe zu suchen. Schalke hat verdient gewonnen, aber wir haben uns gewehrt und alles investiert. Kompliment an die Mannschaft, aber wir sind ausgeschieden. Das ist bitter.“

Domenico Tedesco: „Stefan Ruthenbeck hat seine Truppe heute sehr gut eingestellt. Ein Riesenkompliment, es war für uns ein sehr schwieriges Spiel. Jojic hat fast Manndeckung gegen Max Meyer gespielt, auch die Dreierkette hinten war immer sehr nah dran. Das hat uns große Probleme bereitet, so hatten wir enorm viele Ballverluste. Das hat Köln super gemacht, weshalb wir für die zweite Halbzeit etwas anderes gefordert haben. Das haben wir dann sehr gut gemacht und schon vor dem Tor genug Chancen gehabt, um in Führung zu gehen. Wir sind eine Runde weiter, das macht uns sehr glücklich. Es war keine super Hinrunde für uns, aber eine sehr gute.“

2 Kommentare
  1. Paul Paul says:

    Endlich sind diese ganzen Blödsinnsspiele vorbei. Jetzt kann der FC sich voll und ganz auf seine 17 Endspiele konzentrieren. Wir müssen 10 Punkte mehr als der HSV oder Bremen, 12 Punkte mehr als Mainz oder Stuttgart oder 14 Punkte mehr als Wolfsburg oder Freiburg holen. Das wird nur mit voller Konzentration gehen. Wenn die Spiele gegen die ummittelbare Konkurrenz gewonnen werden, dann ist das machbar. Es geht jetzt nur noch mit extremer Fokussierung und mit Mobilsierung aller Reserven. Jetzt können wir zeigen, ob wir wirklich eine so tolle Truppe sind, wie immer gesagt wurde!!!

  2. Dieter says:

    Da gebe ich Paul absolut Recht. Es ist doch noch nichts verloren.
    Im Abstiegskampf werden auch andere Clubs noch das ein oder andere Spiel vergeigen. Wenn das passiert, muss der FC punkten. Und so wird der Abstand zum rettenden Ufer Spiel für Spiel kleiner. Das geht natürlich nicht mit dem jetzigen Kader. Da müssen dringend Verstärkungen her. Leihgeschäfte sind da mit Sicherheit eine Lösung, wie z.B. Zoran Tosic vor einigen Jahren. Er kam, brachte sich voll ein, wurde von den Fan`s geliebt und hat wichtige Tore für den FC erzielt. Bei einer Leihe gibt es eigentlich nur Gewinner.
    Abgebender Verein – Spieler bekommt Spielpraxis, was im eigenen Kader nicht so möglich wäre.
    Der Spieler kann zeigen was er kann, spielt häufig und kann so seinen Marktwert erhöhen.
    Der aufnehmende Club erhält gute Spieler für kleines Geld, die sich reinhängen werden und sofort der Mannschaft weiter helfen.
    Vielleicht sogar mit einem Vorkaufsrecht, wenn der Junge so gut ist. Dann hat man seitens des FC keine Katze im Sack gekauft.
    Come on FC.
    Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch.
    Ab Januar (mit guten und gesunden Spielern) die Bundesliga rocken, das wärs!

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