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Armin Veh im Doppelpass: Das sagte der FC-Sportchef


Armin Veh hat sich am Sonntag im Sport1-Doppelpass zur Situation des 1. FC Köln geäußert. Am Tag nach dem 2:0-Auswärtssieg beim Hamburger SV flog der 56-Jährige aus der Hansestadt nach München und saß in der Runde, in der er vor seinem Engagement beim Effzeh noch als Experte fungiert hatte.

München – Veh reiste aufgrund von Nebel in Hamburg verspätet mit dem Flieger an. Anschließend äußerte er sich zur Situation der Geissböcke, zu seinem Ex-Klub Hamburger SV und dem Treiben einiger Spieler auf dem Transfermarkt. Das sagte Veh über…

Ich weiß nicht, wie viele Bundesliga-Stürmer besser sind als Terodde

…den Lauf von Simon Terodde: „Glück ist das bei Terodde nicht. Ohne Können nützt alles Glück nicht. Es war für mich das wichtigste, diese Position zu besetzen. Es geht nicht darum, ob er ein Schnäppchen war. Wir hatten niemanden, der Anthony Modeste ersetzen konnte, ein Stürmer, der echte Wege geht, im Strafraum die Tore macht. Wir haben mit Jhon Cordoba einen richtig guten Stürmer und mit Sehrou Guirassy ist einen jungen Mann, aber beide sind vom Typ her nicht diejenigen, die ganz vorne drin so agieren. Simon Terodde hatte eine richtig gute Quote in der Zweiten Liga. Ich weiß nicht, wer dann sagt, dass er nach einem halben Jahr in der Bundesliga kein Erstliga-Stürmer ist. Wir mussten gar nichts mit ihm machen. Er kann es halt. Er weiß auch, dass er es kann. Das ist ein Stürmer, der für einen Mittelfeldspieler immer anspielbar sind, weil er die richtigen Wege macht. Ich weiß nicht, wie viele Bundesliga-Stürmer besser sind als Terodde.“

…die neue Standard-Stärke des FC: „Standards trainiert jede Bundesliga-Mannschaft. Aber klar machen wir das gerade auch. Die Tendenz geht dahin, noch mehr Tore nach Standards zu schießen. Der Wert ist gestiegen in den letzten Jahren.“

Bis zum 30.6. haben wir es ausgemacht, dass er Trainer ist

…den Abstiegskampf nach drei Siegen: „Durch die drei Siege haben wir uns eine kleine Chance erarbeitet. Aber wir dürfen nicht vergessen, dass wir noch immer drei Punkte hinter Hamburg und vier Punkte hinter Bremen sind. Auf die anderen Mannschaften sind es sogar acht Punkte. Wenn mir jemand jetzt den Relegationsplatz anbieten würde, würde ich das sofort unterschreiben.“

…den Wechsel von Kocka Rausch: „Das wird passieren. Der Wechsel ist nur logisch. Auf seiner Position ist Jonas Hector ein Anführer in der Mannschaft. Mit Jannes Horn haben wir ein richtig großes Talent dahinter.“ (Inzwischen hat der 1. FC Köln den Transfer des 27-Jährigen bestätigt.)

…die Zukunft von Stefan Ruthenbeck: „Bis zum 30.6. haben wir es ausgemacht, dass er Trainer ist. Ich habe keine Versprechungen gemacht, dass er das darüber hinaus bleibt. Es ist nichts weiter ausgemacht.“

Dann soll der Spieler die Differenz selbst zahlen

…das Gebaren von Spielern wie Walace (HSV) oder Aubameyang (BVB): „Wenn ein Spieler unbedingt weg will, dann soll er die Differenz selbst zahlen zwischen dem Betrag, der geboten wird und dem Betrag, den er gekostet hat. Es geht ja nicht, dass der Klub sagt: Na gut, dann geh‘ halt! Auf der anderen Seite kannst du einen Spieler nicht auf die Tribüne setzen und drei Jahre lang bezahlen. Du musst an deinen Klub denken, an deine Firma denken. Du kannst dem Spieler nicht jedes Jahr zehn Millionen Euro zahlen und auf 60 Millionen Euro Ablöse verzichten.“

…seine Rolle beim FC: „Ich war 27 Jahre Trainer. Das langt. Ich wollte nicht mehr. Der FC ist ein großer Klub, mit dem man erfolgreich arbeiten und bei dem ich als Geschäftsführer Sport mehr lenken kann als Trainer.“

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