,

Der Höger-Faktor: Das war gut, das war schlecht

Leistungsträger als wichtige Faktoren

Der 1. FC Köln muss sich nach drei Siegen in Folge mit einem 1:1-Unentschieden gegen den FC Augsburg zufrieden geben. Die Geissböcke verlieren Anfang der zweiten Hälfte den Faden und vergeben kurz vor Schluss die Chance auf den Sieg.

Köln – Zwei Verletzte (Höger, Clemens), mehrere vergebene Großchancen (Terodde, Clemens, Guirassy), dazu eine halbe Stunde ohne jede Spielkontrolle – längst lief beim FC gegen Augsburg nicht alles rund. Andererseits gab es für Stefan Ruthenbeck mehrere positive Aspekte, die vor allem mit Schlüsselspielern zu tun hatte.

Das war gut

Jorge Meré, dieser Name hat sich inzwischen in der Bundesliga herumgesprochen. Und zwar als einer der entscheidenden Faktoren in der Defensive des 1. FC Köln. Der 20-Jährige beeindruckt seit Wochen. Viele sprechen von Dominique Heintz als Fels in der Brandung beim FC. Doch es war Meré, der gegen Augsburg überragte. Der Sommertransfer beweist inzwischen, dass er ein echter Coup von Jörg Schmadtke war. Bei aller berechtigter Kritik am ehemaligen Sportchef: Meré ist inzwischen ein absoluter Leistungsträger.

In der ersten Halbzeit hatte der 1. FC Köln im Mittelfeld alles im Griff. Augsburg spielte zwar mit, aber Köln gab dem Team von Manuel Baum weder Platz noch Kontrolle über die entscheidenden Bereiche auf dem Feld. Das lag in den ersten 25 Minuten vor allem auch an Marco Höger. Der 28-Jährige ist endlich wieder fit und in Form. Der Schnellste wird er nicht mehr, doch Höger hat andere Qualitäten, über die in dieser Form sonst fast kein FC-Profi verfügt: Erfahrung, Auge, Passqualität, Zweikampfhärte und die Ruhe am Ball auch in Drucksituationen. Dass der Sechser mit einer Kopfverletzung ausgewechselt werden musste, war ein harter Schlag für Köln. Für das Spiel am Freitag gegen Dortmund wird entscheidend sein, dass Höger rechtzeitig fit wird.

Die erste Halbzeit zeigte, dass sich der FC offensiv einiges überlegt hatte. So auch, dass Milos Jojic und Christian Clemens immer wieder in die Halbposition stießen, Simon Terodde seine Ballsicherheit nutzen und Yuya Osako als Schnittstelle zum Mittelfeld agieren sollte. Augsburg stand defensiv zwar gut, bot kaum Räume an. Wenn aber Köln aus einem schnellen Ballgewinn heraus kam, war das Team in der Lage die anfälligen Bereiche des FCA zu bespielen. Diese Erkenntnis ist gerade mit Blick auf Spiele wie gegen Dortmund wichtig, in denen der Gegner meist die Initiative übernehmen wird.

4 Kommentare
  1. Paul Paul
    Paul Paul says:

    Der FC will jedes Spiel wie ein Endspiel annehmen, aber dies war gestern in der 2. Halbzeit nicht erkennbar. So gut waren die Augsburger nicht. Wenn der FC in Führung geht, dann zieht er sich zurück. Das ist unklug, und wenn man sich an die schlimme Niederlage gegen Freiburg erinnert, dann sollte man aus dieser Erfahrung die richtigen Schlüsse ziehen und weiterhin das Spiel in die gegnerische Hälfte verlagern, auch wenn man führt.

    • Boom77
      Boom77 says:

      Das sehen Sie absolut richtig! Ich fand es gut, dass man jedes Spiel, das noch kommt, zum „Endspiel“ ausgerufen hat. Denn zu verlieren hatten wir nach dieser Hinrunde nichts mehr und das haben wie nach wie vor nicht.

      Wenn man A sagt, muss man aber auch B sagen und danach handeln. Das bedeutet, dass es nur darum geht, jedes dieser Endspiele zu gewinnen. Nicht auf Unentschieden spielen ist die Devise. Und damit, auf Sieg zu spielen, verträgt es sich nicht, wenn die Mannschaft ab dem Anpfiff der zweiten Halbzeit versucht, einen Ein-Tore-Vorsprung zu verwalten und über die Runden zu bringen.

      Mit dem „Endspielcharakter“ verträgt sich nur, wenn man weiterhin „das Herz in die Hand nimmt“ und (freilich mit Sinn und Verstand und ohne die Defensive zu vernachlässigen) nach vorne spielt und den Gegner unter Druck setzt.

      Davon war gerade in den ersten 20 Minuten der zweiten Halbzeit leider nichts zu sehen. Das muss die Mannschaft zukünftig besser machen! Seid keine Hasenfüße! Ihr könnt das!!

      Come on Effzeh!

    • Michael H
      Michael H says:

      Veh, Ruthenbeck und den Mannschaftsärzten ist sicherlich auch nicht das finanzielle sowie Image-Risiko entgangen, dem sich der Verein aussetzt, wenn er einen Spieler mit (möglicher) Gehirnerschütterung weiterspielen läßt. Von der Gesundheit des Spielers mal ganz abgesehen.

      So ein dämlicher Kommentar…

Dein Kommentar

Willst du an der Diskussion teilnehmen?
Mache mit!

Schreibe einen Kommentar