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Lob für Fans – aber der FC hat ein Südkurven-Problem

Die Fans des 1. FC Köln glauben an das Wunder. Entsprechend haben sie die Mannschaft am Samstag gegen den FC Augsburg (1:1) bis zum Schluss nach vorne getrieben. Doch nun gibt es eine neue Regelung, die sich auf die Südkurve auswirken wird. Der FC will Wanderungen zwischen den Tribünenbereichen einschränken.

Köln – In den ersten zwölf Minuten blieben die Banner und Fahnen eingerollt in der Südkurve. Dann ging es erst richtig los. Hintergrund war der deutschlandweite Protest der Fans zur Freigabe aller Fanutensilien. Eine Aktion, der sich viele Fangruppierungen anschlossen, auch die Kölner Südkurve am Samstag.

Es entsteht da gerade eine Art Symbiose

Doch die Anhänger hatten die eigene Mannschaft schon von der ersten Minute an lautstark unterstützt. Eine Stimmung, wie sich die Profis es sich gewünscht hatten. „Ein Riesenkompliment an unsere Fans“, sagte denn auch Stefan Ruthenbeck nach dem Spiel. „Das war der Wahnsinn. Die Fans haben ein Gespür dafür, dass die Mannschaft alles raushaut. Es entsteht da gerade eine Art Symbiose, das ist richtig geil.“

Eine Symbiose zwischen Klubführung und den Ultras ist dagegen aktuell eher unwahrscheinlich. Die Vorfälle gegen Mönchengladbach und in Hamburg haben die Fronten weiter verhärtet. Hinzu kam nun eine Entscheidung, die weitreichende Folgen für die Südkurve hat, allerdings nur indirekt mit den jüngsten Geschehnissen hatte. Seit dem Spiel gegen Augsburg und zunächst auf unbestimmte Zeit wird es bei allen Heimspielen eine strikte Sektorentrennung geben.

Gestiegene Auslastung der Südkurve

Was bedeutet das? Bisher war es bei Spielen, die nicht zu den Hochsicherheitsspielen gehörten, möglich, sich im Umlauf  frei zu bewegen. Als Inhaber einer Südkurven-Karte vor dem Spiel oder in der Halbzeit einen Kumpel von der Osttribüne treffen? Kein Problem. Das hat sich nun geändert. Der Grund ist die gestiegene Auslastung der Südkurve. In einer Sicherheitsanalyse, so hieß es nun, habe man festgestellt, dass sich immer häufiger Zuschauer von anderen Tribünen in die Südkurve einschmuggeln lassen, um das Spiel von dort aus zu erleben.

Eigentlich ein bekanntes Vorgehen, durch das sich in den letzten Jahren immer wieder Fans den Traum erfüllten in der Südkurve zu stehen, obwohl es für den Bereich keine Karten mehr gab. Das soll mit der neuen Regelung nun unterbunden werden. Wie lange diese Neuerung bestehen bleiben wird, ist offen. Aktuell ist sie auf unbestimmte Zeit vorgesehen.

4 Kommentare
  1. NICK says:

    Ich machs andauernd so. Seit dem neuen Ticketshop ist es ja kaum noch möglich zwei Stehplätze zu ordern…vorher ging das problemlos. Jetzt wo 100 Leute gleichzeitig die Plätze in den Warenkorb stecken und nur einer zum Zug kommt, ist es doch zum Kotzen…da hat man keine andere Wahl als Nicht-Dauerkarten-Inhaber in die Südkurve zu kommen, zu den Leuten mit denen man dort seit Jahren zusammen steht. Das „Problem“ mit dem „in die Kurve schmuggeln“ gabs schon immer, mit dem Ticketshop hat der FC es selbst verschlimmert…

    Wobei die Sektorentrennung wohl auch damit zu tun haben dürfte, wie die Fahnenläufer als Ordner verkleidet bis zur Nordkurve gekommen sind…

    • Stefan Schmitz says:

      …und damit, dass unsere ostholländschen Freunde daraufhin mehrfach versucht haben, richtung Südkurve durchzudringen.

      Aber egal. Fakt ist: Das einschmuggeln in den Stehplatzbereich der Kurve hat gegen Augsburg trotzdem wie gehabt stattgefunden. Oben in S16 waren wie immer einige Lücken drin. Vor allem nach der Halbzeitpause. Vor dem Spiel wird noch fleißig kontrolliert, nach Anpfiff nur noch sporadisch. Die Maßnahmen greifen also nur teilweise.

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