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Kommentar: Vertane Chance und doch ein wichtiger Punkt


Der 1. FC Köln hat mit dem 1:1 gegen den FC Augsburg den Abstand auf die Nichtabstiegsplätze um einen Punkt verringert. Gleichzeitig verpassten die Geissböcke die Chance, die Konkurrenten um den Abstieg weiter unter Druck zu setzen. Das Spiel bewies: Der FC muss seine Chancen eiskalt nutzen.

Köln – Stefan Ruthenbeck war darum bemüht, das Positive mitzunehmen. „Nur ein 1:1? Nee!“, sagte der Chefcoach der Geissböcke energisch nach dem Unentschieden gegen Augsburg. Und natürlich hat Ruthenbeck durchaus Grund, zufrieden mit seiner Mannschaft zu sein. Drei Spiele in der Rückrunde, sieben Punkte – viel besser hätte es nicht laufen können. Zumal der FC in dieser Phase mit dem HSV einen direkten Konkurrenten besiegt hat.

Zweischneidiges Gefühl

Dennoch zeigen die Ergebnisse: Der 1. FC Köln wird sich auf dem Weg zum Wunder nicht mehr viele weitere Schwächephasen wie in der zweiten Hälfte gegen Augsburg erlauben dürfen. Die Geissböcke verspielten den Sieg, so ehrlich muss die Analyse ausfallen. Wer in der 77. Minute in einem Heimspiel gegen einen keinesfalls übermächtigen Gegner noch den Ausgleich kassiert – und das in einer Phase, in der sich die Mannschaft zwischenzeitlich trotz Führung im eigenen Stadion auskontern ließ -, dem fehlte die Cleverness, den Sieg über die Zeit zu bringen. Auch, weil man vorher und nachher diverse Torchancen zum Dreier vergab.

Mit Blick auf die Ergebnisse der Konkurrenten aus Hamburg, Bremen, Mainz und Stuttgart war das eigene Unentschieden also eine vertane Chance. Und doch könnte der Punkt gleichzeitig in der Endabrechnung entscheidend gewesen sein. Nicht nur, weil er den FC ein Stückchen näher an das rettende Ufer herangebracht hat. Sondern auch, weil der FC in der Hinrunde das Spiel womöglich sogar noch verloren hätte – so wie gegen Freiburg oder Stuttgart. So rettete das 1:1 nicht nur einen Punkt, sondern auch die Serie der nun vier ungeschlagenen Spiele in Folge. Der Punkt hielt also auch das Gefühl lebendig, wieder mittendrin zu sein und berechtigterweise an sich glauben zu können. Dieser Glaube könnte am Freitagabend Berge versetzen und den BVB in die Knie zwingen.

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