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Offene rechte Seite wegen Clemens, Klünter und Olkowski

Der Hamburger SV und FC Augsburg nutzten sie als wichtiges Angriffsziel für sich. Borussia Dortmund könnte dies ähnlich sehen. Wenn der 1. FC Köln in den vergangenen Spielen defensiv Probleme bekam, dann nicht selten über seine rechte Abwehrseite. Das hat Gründe, die nun noch einmal zugenommen haben.

Köln – Pawel Olkowski steht vor dem Abschied. Beim 1. FC Köln bereitet man sich vor, bis Mittwoch den Transfer des Polen in die Wege zu leiten. Wohin es für den 27-Jährigen gehen wird, ist noch nicht klar. Dass er den Effzeh verlassen wird, steht dagegen so gut wie fest.

Fünfte Gelbe: Klünter gesperrt

Damit hätte Chefcoach Stefan Ruthenbeck auf der rechten Verteidigerposition noch die Wahl zwischen Frederik Sörensen und Lukas Klünter. Der Däne spielte gegen den FC Augsburg schwach und offenbarte schon gegen den HSV so seine Probleme. Nun ist aber auch noch Backup Lukas Klünter gesperrt. Der 21-Jährige kassierte gegen den FCA seine fünfte Gelbe Karte und muss gegen Dortmund zusehen.

Noch ärgerlicher wird diese Konstellation, da Christian Clemens am vergangenen Samstag mit einer Muskelverletzung ausgewechselt werden musste. Der Rechtsaußen hat sich zwar keine strukturelle Verletzung zugezogen und soll am Dienstag wieder ins Training einsteigen. Der 26-Jährige wird aber sehr gut in seinen Körper hineinhorchen müssen, um vor dem Spiel am Freitagabend keinen Rückschlag zu erleiden.

Hinten rechts klafft die Lücke

Stand jetzt hätte Ruthenbeck also genau einen Rechtsverteidiger (einen gelernten Innenverteidiger) und einen Rechtsaußen (mit muskulären Problemen) zur Verfügung. Ein gewagtes Spiel. Offensiv hätte der FC-Coach wohl weitere Optionen, könnte Milos Jojic auf die rechte Seite beordern, Simon Zoller doch noch einmal nach außen schieben, Chris Führich reinwerfen oder taktisch umstellen, sodass aus einem rechten Mittelfeldspieler ein Flügelstürmer würde, dessen Rolle gleich mehrere Angreifer bekleiden könnten.

Hinten rechts jedoch muss Ruthenbeck hoffen, dass Sörensen gesund bleibt und seine Form stabilisiert. Klünter gesperrt, Olkowski auf dem Sprung: Spätestens jetzt ist klar, warum Sportchef Armin Veh nicht ausschließen wollte, dass die Geissböcke noch einmal auf dem Transfermarkt zuschlagen könnten. Inzwischen erscheint dies zwar unwahrscheinlich. Doch die Personalsituation auf der rechten Seite könnte aktuell dünner kaum sein.

3 Kommentare
  1. Joss
    Joss says:

    Gut analysiert, Herr Merten!

    Ihre Sorgen sind da nicht unbegründet. Die Alternative mit Chris Führich als Option sehen andere Leser bestimmt genauso. Er sollte vom Trainer berücksichtigt werden – der Trainer war ja schließlich so begeistert von Führich.

    Jedenfalls darf man gegen Dortmund (was das Mittelfeld betrifft) nicht ohne personelle Änderungen auflaufen. Einzig Jojic sollte da schon mal klar gesetzt sein. Auf den anderen Positionen (insbesonders rechte Außenbahn und Doppelsechs) sehe ich Handlungsbedarf.

    Gegen Dortmund dürfen wir nicht so auftreten wie gegen Augsburg.

  2. DRDIETERR
    DRDIETERR says:

    Wieso probiert man nicht einfach mal den Jannes Horn auf rechts aus?
    Wo steht den geschrieben das auf rechts kein Linksfuss spielen kann.
    Jannes hat Horn hat zum Ende der Vorunde durchaus bewiesen das er kein schlechter ist.
    Man sollte dieses Potenzial nutzen und nicht auf der Bank versauern lassen.
    Ich hoffe das Trainerteam denkt auch über diese Möglichkeit nach.

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