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Ein Kandidat im Sommer? FC will Union-Verteidiger

Er gehört zu den stärksten Innenverteidigern der Zweiten Liga. Sein Vertrag bei Union Berlin läuft im Sommer 2018 aus. Jetzt hat der 1. FC Köln wohl seine Fühler nach Toni Leistner ausgestreckt. Der 27-Jährige wäre vor allem im Abstiegsfall ein interessanter Kandidat für die Geissböcke.

Köln – Wie der „Express“ berichtet, haben Armin Veh und Frank Aehlig den zentralen Abwehrmann des FC Union im Visier. Ein ablösefreier Transfer zum Effzeh wäre im Sommer gerade im Abstiegsfall der Kölner ein Coup. Denn Leistner gehört zu den Besten seines Fachs in Liga zwei. Mit einem Notendurchschnitt von 3,1 im „kicker“ liegt er auf Rang fünf der Innenverteidiger-Rangliste und gehört mit einem Gardemaß von 1,90 Meter zu den kopfballstärksten Abwehrspielern der Liga.

Überangebot nur in der Bundesliga

Beim Effzeh herrscht zwar aktuell ein Überangebot an Innenverteidigern. Doch dürfte sich im Sommer ändern, vor allem im Abstiegsfall. Dann könnten Dominique Heintz, Jorge Meré und Frederik Sörensen mit Angeboten anderer Klubs rechnen und mit einem Wechsel liebäugeln. Darüber hinaus läuft der Vertrag von Dominic Maroh aus, eine Verlängerung hängt wohl auch von der zukünftigen Ligazugehörigkeit ab.

Die Talente aus der U21 und U19 sind derweil noch nicht soweit, um den Sprung in die Bundesliga oder Zweite Liga sofort zu schaffen. Leistner stünde in diesem Fall bereit, um auch dank seiner Erfahrung aus über 120 Zweitliga-Spielen sofort eine Position in der Kölner Abwehrzentrale zu übernehmen. „Er hat viele Jahre gute Leistungen in der Zweiten Liga gezeigt und ist im Sommer ablösefrei“, sagte Aehlig. „Das wissen nicht nur wir.“ Heißt: Der FC hat Interesse, ist aber damit nicht alleine. Der Poker hat begonnen.

12 Kommentare
  1. Huey L. says:

    … vielleicht findet man neben einem (oder mehreren) Innenverteidiger(n) auch noch Spieler, die auf der Sechs spielen. Dann würde die Tradition der Transferpolitik der letzten Jahre fortgesetzt und die seit Jahren bekannten Schwachstellen des Teams, die hier im Forum jeder kennt und die häufig genug Gegenstand von Diskussionen sind, blieben auch traditionell unbesetzt… .

  2. Karl Heinz Lenz says:

    Auch in diesem Artikel bleibt Herr Merten hartnäckig bei der Formulierung, beim FC gäbe es derzeit „ein Überangebot“ an Innenverteidigern. Vier Innenverteidiger sind aber kein Übereingebot, sondern eine Normalausstattung für eine Spielzeit.

  3. Boom77 says:

    Ich sehe vier Innenverteidiger auch nicht als Überangebot.

    Und selbst wenn ein Überangebot bestehen sollte, zeigt sich durch diesen Artikel doch nur, welches Dilemma Vereine in der Kaderplanung für die kommende Saison haben, wenn sie „zweigleisig“ planen müssen.

    Der Junge scheint für die zweite Liga mehr als tauglich zu sein, was dem Ziel „sofortiger Wiederaufstieg“ entspricht. Er ist zudem ablösefrei. Also grundsätzlich eine perfekte Situation. Aber nehmen wir mal an, dass die vier Inneverteidiger, die wir derzeit haben, tatsächlich ein Überangebot darstellen würden. Verpflichten wir den Jungen und keiner unserer Innenverteidiger will weg, weil sie sagen, wir bleiben und „löffeln diese Suppe aus“, haben wir ein noch größeres Überangebot. Denn der Junge wird kaum bis zum Ende des Transferfensters auf den FC warten, bis feststeht, ob einer geht oder nicht. Denn am Ende steht er ohne Vertrag da und außerdem sind ja noch andere Vereine hinter ihm her.

    Ginge keiner und man hätte das Überangebot bereits, müsste man einen verkaufen. Dann stellt sich die Frage, ob man einen Innenverteidiger, der auch Format für die 1. Liga hat, verkauft. Eigentlich wäre das dann zwingend, denn den neuen Spieler kann man ja nicht sofort wieder verkaufen.

    Problematisch ist auch, wenn man frühzeitig noch keine Klarheit hat, ob tatsächlich einer der vier Innenverteidiger geht und man deshalb mit der Verpflichtung des neuen abwarten muss. Stellt sich dann vielleicht kurz vor Schluss erst raus, dass doch einer oder sogar mehr gehen, hat man womöglich keinen Ersatz, da die Alternativen schon bei anderen Clubs unterschrieben haben.

    Das nenne ich Zwickmühle.

  4. OlliW says:

    Zwickmühle oder klassisches Dilemma trifft es. Momentan besteht wirklich kein Bedarf an IV. Es sei denn, man „schult“ einen zum RV um. Perspektivisch ist es schon anders, vor allem wenn Meré und Co. sich vom Acker machen sollten. Meine Befürchtung eines „Aderlasses“ an Spielern ist aber gar nicht so groß. Ein Timo und ein Hector kann kann ich mir schwerlich für die 2. Liga vorstellen. Vielleicht auch den Heintz nicht. Aber Maroh oder Meré- warum nicht? Haben eigentlich alle Spieler Verträge für die 2. Liga?

    Ales müßige Spekulation. Der Mensch will aber wissen, was ist. Und das kann man jetzt noch nicht! Es ist gut möglich, dass es sich am letzten Spieltag entscheidet, wo der FC nächste Saison antritt. Vielleicht sogar erst nach der Relegation. Und dann kann in dem recht langen Sommertransferfenster bis Ende August alles mögliche passieren.

    • Boom77 says:

      Also soweit ich Armin Veh verstanden habe, haben wohl alle Spieler auch Verträge für die zweite Liga und das sogar zu reduzierten Bezügen und ihre Ausstiegsklauseln. Dafür hatte er Jörg Schmadtke vor ein paar Wochen ausdrücklich gelobt.

      Eine „kleine“ Ausnahme ist wohl T. Horn. Der hat wohl auch einen Vertrag, der auch für die 2. Liga gilt, hat aber – so habe ich es verstanden – im Falle des Abstieges eine Ausstiegsklausel drin, dass er für – ich meine – € 9 Mio. den Verein im Abstiegsfall verlassen kann.

      Achja, und der Vertrag von Maroh läuft wohl aus. Das ist aber unabhängig von der Ligazugehörigkeit.

    • Boom77 says:

      Und eins erkennen sie auch richtig. Der Mensch will tatsächlich wissen, was nun ist. Aber da sind Menschen/Spieler je nach Situation ja unterschiedlich gepolt. Der Toni Leistner will am liebsten jetzt schon wissen, ob er nächste Saison für den FC spielt. Ein Heintz, Sörensen oder Mere wollen aber – im Zweifel bis zur „letzten Sekunde“ des Sommertransferfensters – im Falle eines Abstieges womöglich „noch nicht wissen“, ob sie nächste Saison noch für den FC spielen oder nicht ;-)

  5. Karl Heinz Lenz says:

    Da ich heute nicht arbeiten muss, mache ich mal versuchsweise den Kaderplaner für die kommende Saison, und zwar für den Fall, dass unser FC in der 2. Liga spielen sollte. Die Sache mit den Verträgen der einzelnen Spieler lasse ich mal außen vor, da wir ja eigentlich Genaues nicht wissen, außer, dass Armin Veh meinte, der FC habe viele seiner Spieler auch für die 2. Liga am Schlafittchen.
    Im Folgenden habe ich die 28 Profi-Spieler von der Homepage des FC mal in Gruppen eingeteilt:

    – Spieler, die den FC bei einem Abstieg von sich aus verlassen werden (7):
    Hector, Timo Horn und Heintz sind Nationalspieler bzw. U 21-Nationalspieler und mit Sicherheit wollen alle drei in der Bundesliga bleiben, um Nationalspieler zu bleiben oder zu werden. Mit Recht.
    Wenn Terodde und Meré weiter so spielen, wird es lukrative Angebote aus der Bundesliga oder für Meré auch aus dem Ausland geben. Angebote, die vielleicht auch für den FC interessant sind.
    Jannis Horn will möglicherweise so oder so weg und wenn der FC die damalige überteuerte Ablöse halbwegs wieder reinkriegen kann, wird er das wohl machen.
    Für Sörensen gibt es wohl schon Interessenten aus Italien, wo er ja seinerzeit ausgebildet wurde.

    – Spieler, die oft verletzt oder krank oder die nun zu alt sind (5):
    Um keinem zu nahe zu treten, lasse ich mal die Namen hier weg.

    – Spieler, die als „ewige Talente“ gelten und denen man aus anderen Gründen den Durchbruch nicht mehr richtig zutraut (4):
    Um keinem zu nahe zu treten, lasse ich auch diese Namen mal weg.

    – Spieler, mit denen der FC in die 2. Liga gehen will und die dort wohl auch für den FC spielen wollen (12):
    Kessler, Müller, Klünter, Handwerker, Höger, Risse, Clemens, Özcan, Nartey, Koziello, Zoller, Guirassy.

    Klar, das ist natürlich alles Spielerei. Aber dennoch: Man sieht, so glaube ich, doch ganz gut, dass der FC im Falle eines Abstiegs möglicherweise mit einer Mannschaft in der 2. Liga antreten wird (oder sollte), die ganz anders aussehen könnte, wie das jetzige Team. Und das muss wohl auch so sein. Bei aller Liebe zu unseren Jungs: Im Falle eines Abstieges müsste der FC sich auch ehrlich und kritisch fragen, ob es allein nur an Schmadtke und Stöger gelegen hat (oder am Vorstand, wie einige meinen) oder ob nicht auch der Abstieg (wenn er denn käme) etwas über die alte Mannschaft aussagt. Denn die 2. Liga ist kein Zuckerschlecken.

    • Boom77 says:

      Hallo Herr Lenz, schade, dass Sie die Namen für zwei Ihrer Gruppen verschweigen. Aber durch das Ausschlussprinzip bekommt man es ja auch so hin und schließlich und endlich ist es egal, in welcher der beiden Gruppen man diese spieler steckt ;-)

      Aber Terodde will wohl auch in der 2. Liga spielen und wurde auch genau deshalb geholt, weil er in der 2. Liga schon gezeigt hat, dass er dort immens wichtig – da torgefährlich – ist. Klar ist, wenn im Sommer einer kommt und für Terodde € 15 Mio. auf den Tisch legt, wird man auch bei ihm ins Grübeln kommen.

    • Huey L. says:

      Sehr gute Hypothese, ich sehe allerdings auch leider Nartey unter den Wechselkandidaten. Sein großes Potenzial und Talent wird auch den Talentscouts anderer Klubs nicht verborgen geblieben sein und bei uns wird er scheinbar nur vertröstet und nicht eingesetzt (was nicht ausschließlich an den Verletzungen lag, die Begründung lasse ich nicht gelten).

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