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Matchwinner Bittencourt: „Er ist ein Unterschiedsspieler“

Bittencourt lässt Köln wieder hoffen

Der 1. FC Köln hat durch den 2:1-Erfolg gegen RB Leipzig nicht nur wieder Hoffnung im Kampf um den Klassenerhalt geschöpft, sondern auch den Glauben an sich selbst zurückgewonnen. Vor allem Leonardo Bittencourt zeigte nach seiner Einwechslung, warum die Geißböcke ihn so schmerzlich vermisst hatten. Doch auch ein weiterer Spieler belebte das Kölner Offensivspiel.

Köln – Drei Monate, eine Operation und 14 Spiele von Tribüne aus zusehen liegen hinter Leonardo Bittencourt. Am Sonntagabend war die lange Leidenszeit des Offensivspielers endlich vorbei. In der 61. Minute wurde Bittencourt gegen RB Leipzig für Jannes Horn eingewechselt. Fast wäre dem gebürtigen Leipziger nach nur sieben Minuten der Traumeinstand gelungen: In der 68. Minute wurde Bittencourt nach einer schönen Kombination von Osako und Risse auf der linken Seite freigespielt, der Flügelspieler machte einen Haken und zog direkt ab. Nur knapp verfehlte der Schuss das Leipziger Gehäuse. Keine zehn Minuten später war es dann aber soweit und Bittencourt konnte seine Flügel wieder ausfahren.

Risse leitet beide Treffer mit ein

Binnen sieben Minuten hat der Effzeh am Sonntag das Spiel in der Red Bull Arena auf den Kopf gestellt. Erst erzielte Startelf-Debütant Vincent Koziello nach einer abgefälschten Hereingabe von Marcel Risse mit seinem schwächeren linken Fuß den Ausgleich, dann schlug die Stunde von Bittencourt. Erneut war es Risse, der sich auf der rechten Seite durchsetzte und den freien Mann in der Mitte sah. Leo brauchte nur noch einschieben, ehe er sich abdrehte und mit seinem Schmetterlings-Jubel einen Gruß in die Heimat sendete. „Für mich ist es schön, dass ich den Siegtreffer machen durfte. Aber letztendlich ist es egal. Wir denken als Team“, freute sich Bittencourt nach dem Spiel mehr über den Sieg als über seinen eigenen Treffer.

Leo ist auf Dauer überlebenswichtig

Und auch Stefan Ruthenbeck schwärmte nach dem Spiel von Bittencourt, der dem Trainer in der Offensive wieder mehr Möglichkeiten gibt. „Er ist hochtalentiert. Er ist en Unterschiedsspieler. Man merkt mit seinem ersten Kontakt, dass die Gegenspieler nicht gerne gegen ihn verteidigen wollen, weil er unangenehm ist mit seinen Moves. Sie kennen ihn und wissen, dass er ein guter ist.“ Bittencourt hat mit seiner Einwechslung gleich mehrere Gegenspieler auf sich gezogen, sodass seine Kollegen wie Osako oder Koziello zu mehr Freiräumen kamen. Mit Bittencourt hat der Effzeh wieder einen echten Flügelspieler auf der linken Seite. Zuletzt hatte Ruthenbeck mangels Alternativen auf den Flügeln mit Milos Jojic und Salih Özcan experimentieren müssen – mit wenig Erfolg. Durch die Rückkehr des 24-jährigen ist das Offensivspiel der Geißböcke wieder flexibler, schneller und ein Stück weit unberechenbarer geworden. Dass sein Comeback für den restlichen Saisonverlauf mehr als wichtig war, weiß auch Ruthenbeck: „Leo ist auf Dauer für den Klub und auch die Aufgabe die wir haben, überlebenswichtig.“

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