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Torjäger Terodde: “Ich schaue oft auf die Tabelle”

Für den 1. FC Köln ist in der Rückrunde jedes Spiel ein Endspiel. Zumindest so lange, bis der Klassenerhalt nicht mehr möglich ist – oder bis der Effzeh es geschafft hat. Das kommende Heimspiel gegen Hannover 96 scheint diesen Namen tatsächlich verdient zu haben. Das weiß auch Simon Terodde.

KölnDer Nubbel ist verbrannt und mit ihm die Sünden der vergangenen Tage. Ein karnevalistischer Brauch, der dem Effzeh dennoch Mut geben sollte. Denn die Auftritte in der Rückrunde waren allesamt ordentlich – bis auf das Spiel in Frankfurt. Glücklicherweise fiel es in die Karnevalstage und sollte deshalb einfach vergessen werden. Der Nubbel war Schuld.

Ich schaue natürlich darauf, was die anderen machen

Derjenige, der dafür sorgen soll, das 2:4 bei der Eintracht zu vergessen, ist der doppelte Torschütze des vergangenen Wochenendes: FC-Stürmer Simon Terodde. Die Situation des 1. FC Köln sieht aktuell zwar alles andere als rosig aus. Doch Terodde hat mit fünf Treffern in fünf Spielen für neue Hoffnung gesorgt. Der 29-Jährige gesteht, dass er „oft auf die Tabelle“ schaue. Deshalb ist auch ihm klar: Das Spiel gegen Hannover 96 sollte der Effzeh besser gewinnen, andernfalls sähe es wirklich düster aus. “Es gibt die Floskel: ‚Man soll nicht auf die Tabelle schauen‘. Das trifft bei mir nicht zu. Ich schaue natürlich darauf, was die anderen machen. Aber wir müssen unsere eigenen Punkte zu holen”, sagte Terodde.

Den Rückstand verkürzen

13 Punkte haben die Kölner auf dem Konto. Der Rückstand auf den Relegationsplatz 16, den der 1. FSV Mainz 05 aktuell belegt, beträgt sieben Zähler. Die Mainzer stecken aber tief in der Krise und müssen am Samstag in Berlin antreten. Bei einer Niederlage der 05er und einem Dreier des Effzeh gegen Hannover könnte der Abstand also auf vier Punkte verkürzt werden. Das wäre in den verbleibenden elf Spielen durchaus aufzuholen. Andererseits könnte Mainz seinen Vorsprung auch auf zehn Punkte ausbauen. Dann würde der Klassenerhalt für den Effzeh in noch weitere Ferne rücken.

Durch den guten Start in die Rückrunde hat Köln den Abstand auf Platz 16 verkürzen können: “Wir haben uns eine Situation geschaffen, in der wir wieder hoffen dürfen”, sagte Terodde. Der FC-Angreifer will um den Ligaverbleib kämpfen: “Wir werden bis zum Schluss alles geben. Wir konzentrieren uns auf das Endspiel gegen Hannover 96. Wir gehen da mit einer Portion Selbstvertrauen rein, weil wir in den letzten Heimspielen sehr stark aufgetreten sind.”

Wollen das Spiel unbedingt gewinnen

Tatsächlich präsentierte sich der Effzeh in der Rückrunde zu Hause sehr ordentlich: Gegen Gladbach schoss Terodde die Kölner zum Last-Minute-Sieg, gegen Augsburg gab es ein Unentschieden und gegen den BVB setzte es eine unglückliche Niederlage, bei der man mit den Dortmundern auf Augenhöhe agierte. Am Samstag gegen Hannover will Köln wieder drei Punkte. Denn “Heimsiege sind nun natürlich besonders wichtig”.

Das nächste Endspiel steht also an. Der 29-Jährige Stürmer weiß das: “Der Druck ist die ganze Zeit da. Wir wollen dieses Spiel unbedingt gewinnen. Ich bin zuversichtlich, dass wir gegen Hannover drei Punkte holen können – auch wenn sie als Aufsteiger eine richtig gute Saison spielen.” Am Samstag will der 1. FC Köln den Rückstand auf den Relegationsplatz weiter verkürzen. Dabei wird es auch auf die Tore von Simon Terodde ankommen.

4 Kommentare
  1. Michael H
    Michael H says:

    Wenn gegen Hannover gewonnen wird, bin ich guter Dinge, dass das mit dem Klassenerhalt noch hinhaut. Bei einer Niederlage…

    Und kann bitte mal wer dem Olkowski sagen, dass er sich mal am Riemen reißen soll? Den Vertrag aussitzen zu wollen kann ich ja irgendwo nachvollziehen wenn man als Profi gut verdient, aber jetzt hat er tatsächlich die Chance, regelmäßig zu spielen und die Weichen für weitere Jahre – beim FC oder woanders – zu stellen.

  2. Boom77
    Boom77 says:

    Eine Leistung wie gegen den BVB und ohne Naivität im Defensivverhalten wird auf jeden Fall ausreichen, um Hannover zu schlagen. Ich hoffe auf eine solche Leistung und die nötige Konzentration in der Verteidigung. Die Mannschaft hat das drin.

    Zu Olkowski: Mir ist er, selbst wenn er ansprechende Leistungen bringt, zu langsam für einen rechten Verteidiger und hat auch keine Dynamik im Antritt. Aber Sörensen ist sicherlich auch nicht die richtige Lösung auf rechts. Zumindest müssten ihn dann sowohl der rechte Mittelfeldspieler und auch ein Innenverteidiger immer unterstützen. Ist aber schlecht für die Statik des Spiels, weil dann ein defensiver Mittelfeldspieler in der jeweiligen Situation in der Verteidigung aushelfen muss etc. Kann funktionieren, aber nicht, wenn unsere Mannschaft wieder so lauffaul ist wie gegen Frankfurt.

    Habe mir mal die Laufstatistiken angeschaut. Das war in Frankfurt schon erschreckend! Die Mannschaft ist gegen Frankfurt insgesamt etwas mehr als 114 km gelaufen. Und das ist bei einer Mannschaft, die sich gegen den Abstieg stemmt viel zu wenig. Klar geht es nicht nur darum viel zu laufen, sondern ganz wichtig ist, richtig zu laufen. Das war aber in Frankfurt auch nicht der Fall. Und wenn beides zusammenkommt – falsch und wenig laufen – verlieren wir gegen jede Mannschaft egal ob auswärts oder zu Hause. Zum Vergleich: Gegen den BVB ist die Mannschaft zu Hause ca. 6 km mehr gelaufen und hat insgesamt über 120 km abgespult. So muss es sein! Wir haben keine Belastung mehr durch Pokalspiele. Also jeden Spiektag reinhauen und alles geben!

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