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16 Monate nach Hoffenheim – Risse: „Ich fühle mich anders“

Krafttraining ist für Risse existentiell wichtig

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Manchmal habe ich einfach einen Lego-Turm gebaut

Was hat Ihnen in dieser Phase geholfen?

Natürlich gab es Zeiten, in denen ich nicht so optimistisch war. Aber da war meine Familie für mich da. Meine Frau ist der optimistischste Mensch, den ich kenne. Da gab es auch Augenblicke, in denen das genervt hat. (lacht) Trotzdem das war unglaublich wichtig für mich. Genauso meine Tochter. Manchmal habe ich einfach einen Lego-Turm gebaut oder ein Mandala-Bild ausgemalt. (lacht)

Hat sich durch die Verletzung eigentlich etwas in Ihrem Fußballspiel verändert?

Ich fühle mich anders. Alleine schon deswegen, weil ich viel mehr Krafttraining mache. Deshalb hat mir in den ersten Wochen noch die Spritzigkeit gefehlt. Besonders in den Beinen, weil ich natürlich spezialisiert den Unterkörper trainiere. Man sieht mich jetzt definitiv häufiger im Kraftraum. Es wurde auch schon gespaßt, dass ich den Raum vorher gar nicht kannte (lacht). Mittlerweile bin ich Stammgast da.

Krafttraining ist für mich existentiell wichtig geworden

Macht das Spaß?

Krafttraining ist für mich existentiell wichtig geworden. Würde ich das nicht machen, könnte ich nicht Fußball spielen. Das ist das, was mir Spaß macht. Deswegen gehört das jetzt einfach dazu.

Das ganze Verletzungsdrama begann im Dezember 2016 im Auswärtsspiel in Hoffenheim. Jetzt steht wieder Hoffenheim vor der Tür. Ist das schon in Ihrem Kopf?

Natürlich weiß ich, wo ich mich verletzt habe. Ich werde aber nicht ins Spiel gehen und hoffen, dass es nicht noch mal passiert. Der Zweikampf war damals einfach extrem unglücklich. Der kann mir auf jedem Platz der Welt passieren. Ich werde es im Kopf haben, ein mulmiges Gefühl habe ich aber nicht.

Mal weg vom Gesundheitlichen: Mit welchem Gefühl bereiten Sie sich denn vor nach dem Derbysieg und dem Wissen, zumindest nicht mehr Tabellenletzter zu sein?

Ich habe in der Kabine schon sehr viele erfreute Gesichter gesehen. Das hat schon sehr gut getan. Ich persönlich fand es zwar gar nicht so wichtig, nicht mehr Letzter zu sein. Wir schielen ja alle noch höher. Aber ich glaube, dass es schon einigen von uns gut tut. Immerhin ist es eine Ewigkeit her, dass wir nicht Letzter waren.

Der zweite Teil des großen GBK-Interviews mit Marcel Risse erscheint am Sonntag.

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