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Das letzte Derby: Nächstes Jahr ganz ohne Lokalrivalen?

Im Hinspiel machten die Fans von Bayer 04 Leverkusen als „Goatbusters“ Jagd auf die Geissböcke. Am Sonntag steht das Rückspiel zwischen der Werkself und dem 1. FC Köln an. Es könnte das letzte Derby für die nächsten anderthalb Jahre sein – für den Effzeh in jeder Hinsicht.

Köln – Dass der 1. FC Köln am Ende der Saison den Gang in die Zweite Liga antreten muss, wird immer wahrscheinlicher. Immer wahrscheinlicher wird auch, dass sich die FC-Fans in diesem Fall auf eine Derby-freie Saison 2018/19 einstellen müssen.

Ohne rheinische Rivalen in Liga zwei?

Nicht nur, dass Bayer Leverkusen und Borussia Mönchengladbach in der kommenden Saison auf den Effzeh herab lächeln würden. Einmal mehr würden die beiden Erzrivalen vom Bayer-Kreuz und vom Niederrhein zusehen, wie der FC im Unterhaus um die Rückkehr in die Bundesliga kämpft. Auch ein dritter Rivale würde auf die Geissböcke von oben herab sehen.

Mit Fortuna Düsseldorf steigt mit ziemlicher Sicherheit die vierte Kraft am Rhein aus der Zweiten Liga in die Bundesliga auf. F95 liegt nach 26 Spielen mit 50 Zählern komfortable neun Punkte vor dem dritten Tabellenplatz an der Spitze und ist kaum mehr einzuholen. Sollte es tatsächlich so kommen, dass die Fortuna auf- und der FC absteigt, würde Köln ohne jegliche rheinische Konkurrenz in der Zweiten Liga stehen. Derbys? Fehlanzeige.

Steigt Fortuna Köln noch auf?

Nur eine Hoffnung bliebe den Geissböcken dann – es wäre eine reizvolle für die Stadt Köln: Fortuna Köln legt in diesen Wochen einen beeindruckenden Lauf in der Dritten Liga hin, gewann am vergangenen Wochenende schon das fünfte Spiel in Folge. Inzwischen liegt der Südstadt-Klub nur noch einen Punkt hinter dem Relegationsplatz und nur noch vier Zähler hinter Platz eins und zwei, die zum direkten Aufstieg in die Zweite Liga berechtigen würden. Ein Aufstieg der Kölner Fortuna würde zu einer besonderen Situation führen. Die Südstädter könnten ihre Heimspiel in Liga zwei nicht im eigenen Stadion austragen und würden ins RheinEnergieStadion umziehen. Das Kölner Stadtderby würde dann vor ausverkauftem Haus erstmals wieder seit der Saison 1999/2000 stattfinden. Es sei denn natürlich, der FC nähme sich an der Fortuna ein Beispiel und gewänne auch fünf Spiele in Folge.

7 Kommentare
  1. OlliW says:

    Ach das ist alles so verdammt ernüchternd und traurig! Die Düsseldorfer sind exakt den umgekehrten Weg gegangen. Letztes Jahr noch dem Gang in die Dritte Liga von der Schippe gesprungen, nun so gut wie in der BuLi. FC von Europa ins Unterhaus. Traurig. F95 ist ja herzlich willkommen da oben, aber dass gleichzeitig der FC runtergeht, tut doppelt weh. Eine Schmach. Gladbacher und Leverkusener lachen auch. Grausam.

    Der Kölner Fortuna wünsche ich natürlich nur das Beste! Traue denen Platz 3 auch absolut zu. Dazu müsste Wiesbaden aber mal Punkte liegen lassen, da haben die aber anscheinend keine Lust drauf. Nur dann kommt bei Rang 3 eben „nur“ die Relegation, und die Statistik sagt ja leider, dass das von unten kommende Team in der Regel auch dort bleibt.

    Stadtderby – das hätte was, klar. Den Hamburgern steht das ja auch bevor. HSV-Pauli ist was Feines. Aber ich fürchte, der FC geht runter und Fortuna schafft es am Ende nicht nach oben.

  2. Horst Simon says:

    Bemerkenswert wie sich Fortuna Köln in Liga 3 schlägt!
    Die Mannschaft wurde vom Trainer neu zusammengestellt, weil er offensichtlich
    andere Typen haben wollte, und das mit einem ganz geringen Etat.
    Für die neuen Spieler wurde keine ohne nur eine ganz geringe Ablöse gezahlt.
    Auch wenn Fortuna nicht aufsteigen sollte. Eine sehr gute Arbeit des Trainers.

  3. OlliW says:

    Das Herz beim FC, Daumen drücken und Sympathien für den Südstadtclub – so ist es bei mir.
    Vielleicht kommt es ja auch zum anderen Stadtderby in Liga 3 nächste Saison. Denn die Viktoria zieht mal wieder einsam ihre Kreise an der Spitze der Regionalliga West.

  4. Ottla says:

    Schmadtke und Stöger sind persönlich zu belangen – ihre Privatfehde hat dazu geführt, dass ein ganzer Verein, eine ganze Stadt in Haftung genommen wurde. Diese Herren sind in meinem Augen wirklich die Verantwortlichen und sollten, statt fette Abfindungen zu kassieren, in Regress genommen werden!

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