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Der einstige Hoffenheim-Held ist nur noch Statist

Pawel Olkowski hat beim 1. FC Köln keine Zukunft mehr. Das weiß der Pole nicht erst seit der Rückrunde, in der er noch kein einziges Mal im Kader der Geissböcke stand. Nun geht es für seine Teamkollegen zur TSG 1899 Hoffenheim. Dort, wo der Pole sein bestes Spiel für den Effzeh machte.

Köln – Wenn die Geissböcke am Freitagnachmittag nach Hoffenheim aufbrechen, wird Pawel Olkowski mit ziemlicher Sicherheit nicht im Mannschaftsbus sitzen. So, wie bislang immer in der Rückrunde. Die Zeit des 28-Jährigen am Geißbockheim neigt sich ihrem Ende entgegen.

Vertrag läuft noch bis 2019

Fünf Mal durfte Olkowski in dieser Saison in der Europa League ran, fünf Mal in der Bundesliga. Auch im Hinspiel gegen Hoffenheim, als er jedoch ein regelrechtes Waterloo erlebte. Unter Stefan Ruthenbeck ist Olkowski nur noch im Training aktiv. Er lässt sich nichts zu schulden kommen, bleibt der einwandfreie Charakter, der er seit seinem Wechsel vor fast vier Jahren in Köln stets war. Doch im Sommer dürften sich die Wege treffen. Sollte Olkowski denn wechseln wollen. Sein Vertrag läuft noch bis 2019, im Winter blitzten Interessenten wie Darmstadt und Düsseldorf ebenso ab wie Klubs aus Olkowskis Heimat.

Für den Polen verliefen die letzten Monate frustrierend. Als einziger echter Rechtsverteidiger im Kader musste er mit ansehen, wie er trotz aller Personalnot hinten rechts nicht einmal mehr für das 18er-Aufgebot des FC nominiert wurde. Der Mann, der einst Ex-Kapitän Miso Brecko rechts hinten den Rang ablief, bekam das klare Signal der FC-Verantwortlichen: Aus ihrer Sicht reicht es nicht mehr für die Bundesliga.

Würde der Abstieg etwas verändern?

Dabei erinnern sich viele FC-Fans gerade an ein Spiel Olkowskis noch mit großer Freude: Es war der 8. November 2014, Aufsteiger Köln trat bei 1899 Hoffenheim an. Ein verrücktes Spiel, in dem der FC früh mit 3:1 führte, noch vor der Pause den 3:3-Ausgleich kassierte und doch noch 4:3 gewann. Das erste Kölner Tor erzielte Olkowksi mit einem fulminanten Rechtsschuss. In Hälfte zwei machte der Pole dann sogar das Siegtor. Es blieben seine einzigen beiden Tore in 77 Pflichtspielen für den Effzeh. Und so, wie es scheint, werden auch keine weiteren dazu kommen.

Oder doch? Bislang hat niemand darüber gesprochen, ob Olkowski im Abstiegsfall noch einmal eine Chance im FC-Dress bekommen könnte. Zwar erscheint es aktuell schwer vorstellbar, dass sich die Situation für den 28-Jährigen noch einmal ändern könnte. Doch der Abstiegsfall wäre in vielerlei Hinsicht für den Klub – und vielleicht auch für den Spieler – ein Neuanfang. Klar ist: Der sympathische Pole hat in Köln sein privates Glück gefunden, wurde im vergangenen September zum zweiten Mal Vater. Seine kleine Familie hat sich in der Domstadt eingelebt und will hier eigentlich nicht weg. Doch sollte es mit dem Klassenerhalt klappen, müsste sich Olkowski etwas einfallen lassen. Denn aktuell ist der einstige Hoffenheim-Held beim Effzeh nur noch Statist.

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