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Ruthenbeck: „Högi ist keiner für Mund zu und ‚Ja, Trainer!’“


Stefan Ruthenbeck hat sich festgelegt: Marco Höger ist sein verlängerter Arm auf dem Platz. Der erfahrene Sechser patzte zwar auf fatale Weise gegen den VfB Stuttgart. Doch der 28-Jährige ist auch einer der Gründe, warum Nebenmann Vincent Koziello beim 1. FC Köln durchstartet. 

Köln – Sein Fehler vor dem 1:1-Ausgleich gegen den VfB hatte niemand kommen sehen. Höger muss diesen Moment abhaken, denn am Montagabend gegen den SV Werder Bremen muss der Mittelfeldmotor wieder abliefern. Mit seinen weit über 200 Pflichtspielen, davon 32 auf internationaler Bühne, ist Höger der erfahrenste Mann im Kader. Auf ihn wird es bis zum Schluss ankommen, ob der FC noch einmal im Abstiegskampf hoffen darf.

Marco kritisiert auch offen

Stefan Ruthenbeck hat Höger deshalb auch zum Chef auf dem Platz gemacht. „Marco Höger ist ein Spieler, der viel Erfahrung mitbringt, viel erlebt hat und über eine gewisse Spielintelligenz verfügt“, sagte der FC-Coach im Gespräch mit dem GEISSBLOG.KOELN. Dass Höger unter Ruthenbeck nun die Rolle einnimmt wie Matthias Lehmann vormals unter Peter Stöger, habe sich auf natürliche Weise entwickelt. „Marco hört einerseits gut zu, andererseits kritisiert er auch offen. Es gab schon Momente, in denen wir länger diskutiert haben. Das schätze ich an ihm. Högi ist keiner für Mund zu und ‚Ja, Trainer!’. Wenn er was zu sagen hat, hört man gerne hin.“

So ergab sich schließlich auch, dass Vincent Koziello zum neuen Nebenmann Högers wurde. Während der gebürtige Kölner abräumt und das Spielfeld großflächig im Blick behält, ist der technisch starke Franzose für die schnellen Momente im Spiel zuständig. Das Duo scheint sich schnell gefunden zu haben und könnte – sollten beide über den Sommer hinaus in Köln bleiben – ein starkes Duo für die Zukunft bilden. Egal, ob in Liga eins oder zwei.

Högi und Vince sind schwer zu greifen

„Högi denkt etwas weiträumiger, sieht noch einmal andere Räume, hat eine gute Spielverlagerung“, beschrieb Ruthenbeck die Qualitäten seines Sechsers. „Vince ist dagegen im Eins gegen Eins mit seiner engen Ballführung auf engem Raum stark. Sie passen gut zusammen, suchen sich auch gegenseitig. Sie sind schwer zu greifen, das machen sie gut.“ Dass Koziello gegen Leipzig und Stuttgart stark aufspielen konnte, lag in den Augen des Trainers auch an Höger. „Man darf nie vergessen, dass Spieler glänzen, weil der Nebenmann gut funktioniert.“ Mit Höger und Koziello scheinen sich also zwei gefunden zu haben, die dies nun in Bremen bestätigen müssen.

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