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Der Effzeh schenkt der Konkurrenz einen Bonus-Punkt

Das Torverhältnis könnte entscheidend sein

Bei der 0:6-Klatsche gegen die TSG Hoffenheim war der 1. FC Köln von der ersten bis zur letzten Minuten chancenlos. Die Gastgeber hätten sogar noch deutlich höher gewinnen können, der Effzeh war defensiv heillos überfordert. Die Niederlage tut aber gleich doppelt weh. Denn das Torverhältnis könnte im Abstiegskampf die entscheidende Rolle spielen.

Köln – Auch am Tag nach der peinlichen Niederlage gegen die TSG Hoffenheim saß der Schock noch tief. Ein halbes Dutzend Gegentore mussten die Domstädter einstecken. Damit ist das Torverhältnis, das die Kölner in den letzten Wochen mühsam versucht hatten konkurrenzfähig zu gestalten, wieder dahin. Das könnte den Effzeh am Ende teuer zu stehen kommen.

Das Torverhältnis war wieder konkurrenzfähig

Die letzten Ergebnisse des 1. FC Köln sahen durchaus erträglich aus: Ein 1:1 gegen Hannover 96, ein 2:1 gegen RB Leipzig, ein 2:3 gegen den VfB Stuttgart, ein 1:3 gegen Werder Bremen und zuletzt der 2:0-Sieg gegen Bayer Leverkusen. Die Geissböcke kassierten zwar eine Menge Treffer, doch sie erzielten ebenso viele. Die Tordifferenz betrug nach dem 27. Spieltag minus 22.

Mainz 05, auf Relegationsplatz 16, hatte nach dem 27. Spieltag eine Tordifferenz von minus 17. Fünf Punkte und fünf Treffer musste der 1. FC Köln vor dem Spiel gegen Hoffenheim auf die Mainzer gutmachen. Durchaus machbar, insbesondere weil Köln am 29. Spieltag gegen die 05er spielt. Bei einem Sieg gegen Hoffenheim wäre der Abstand auf drei Punkte geschrumpft. Auch beim Torverhältnis wären die Geissböcke weiter herangekommen. Doch es kam anders. Der Effzeh unterlag 0:6 bei der TSG, Mainz holte gegen Gladbach mit einem torlosen Unentschieden einen Punkt.

11 Kommentare
  1. Franz-Josef Pesch says:

    Wenn man den FC gegenüber der Konkurrenz sieht, sind doch eklatante Unterschiede festzustellen. Alle unten stehende Mannschaften sind dem FC konditionell und kämpferisch weit überlegen. Der Trainer steht wie“Rudi-Ratlos“ an der Aussenlinie als wäre er mit seinem Latein am Ende. Gerade hier müsste er seine Mannschaft nach vorne peitschen. Teuer eingekaufte Stürmer sitzen 90 Min. auf der Bank und werden aus welchen Gründen auch immer nicht berücksichtigt. Der Abstand zum Relegationsplatz beträgt bedingt durch das schlechte Torverhältnis 7 Punkte !! bei austehenden 6 Spielen. Wer glaubt denn hier noch an den Klassenerhalt ?

  2. hennesarmin says:

    Leider stimmt das genau. Das extrem schlechte Torverhältniss macht einen zusätzlichen Punkt aus. Von daher wird die Situation jetzt tatsächlich noch schwieriger als sie sowieso schon war. Ob taktische Umstellungen oder rasche personelle Veränderungen im Spiel gegen Hoffenheim viel bewirkt hätten weiss ich nicht. Ich stelle mir aber eine ganz andere Frage, wo sind denn eigentlich die ganzen jungen Spieler geblieben, die der Trainer auf dem Zettel hatte ? Erst hochgelobt, und dann … ? Nicht einer von denen wird eingesetzt. Ich dachte, das sei Teil der neuen Philosophie, und eben nicht nur dann, wenn viele verletzungsbedingt ausfallen.

  3. Karl Heinz Lenz says:

    Über die schwachen Seiten, die unserer Mannschaft hat, ist unter uns ja schon viel geredet worden. Ich denke, da gibt es nicht mehr viel zu ergänzen. Auch über die Gründe, wenn sie denn in der Vergangenheit liegen (Schmadtke/Stöger), ist eigentlich schon alles gesagt worden.

    Ich wollte nur noch einmal auf den Punkt kommen, dass unser Team immer dann in die Knie geht, wenn es darum geht, nach einem Erfolg nachzulegen. Diese Rückschläge kennen wir aus dieser Saison, aber auch schon aus den Spielzeiten vorher. Wenn die Mannschaft einen Schritt nach oben auf eine andere Stufe machen kann, dann gelingt ihr das in der Regel nicht. Das Pferdchen will dann nicht springen. Das Ende der letzten Saison war eigentlich, so weit ich sehe, bei dieser FC-Regel die einzige Ausnahme.

    Woran mag dieses „Das FC-Pferdchen will nicht springen“ liegen? In den letzten Wochen wurden einzelne unserer Jungs in Interviews danach gefragt, in einem längeren Interview auch Marco Höger. Er antwortete darauf, nach Erfolgen sei die Mannschaft so voll von – wie er sagte – „Euphorie“, dass es dann im nächsten Spiel wieder einen Absturz gegeben hätte. Interessant fand ich, dass weitere FC-Spieler zu gleicher Zeit diesselbe Frage gestellt bekamen – war es nicht Dominique Heinz und Marcel Risse? – und auch von der „Euphorie“ sprachen, die dann zu der nächsten Niederlage geführt habe.

    Nun ist ja keiner von uns in der Kabine dabei und ich habe in dieser Saison auch noch kein einziges Training unserer Jungs gesehen. Aber wie kann man sich das mit der „Euphorie“, von der die Jungs sprechen, vorstellen? Ich Wikipedia wird Euphorie so erklärt: „Eine überschwängliche Gemütsverfassung mit allgemeiner Hochstimmung, auch Hochgefühl genannt, mit einem gehobenen Lebensgefühl größten Wohlbefindens, mit gesteigerter Lebensfreude und verminderten Hemmungen“.

    Hochstimmung, Hochgefühl, Lebensfreude. Eigentlich eine gute Sache, die man jedem Berufsfußballer nur wünschen kann. Oder ist das im Falle unserer Jungs so zu verstehen, dass sie nach einem Erfolg die innere Spannung aufgeben und auf „normal null“ schalten? Das kann man sich als Außenstehender eigentlich gar nicht vorstellen, zumindest nicht bei einem Team, das in der Lage des FC steckt. Einmal „Euphorie“ und dann direkt wieder „normal null“. Eigentlich kaum zu glauben. Aber wenn man das ernst nimmt, was Timo Horn nach dem Hoffenheim-Spiel gesagt hat (übrigens nicht zum ersten Mal), dann beschleicht einen der Verdacht, dass unsere Mannschaft oder zumindest ein größerer Teil des Teams nicht den Biss hat, der für die Bundesliga notwendig ist. Ich will jetzt nicht übertreiben, aber wenn es wirklich so wäre, so würde es für den FC mit der aktuellen Mannschaft auch in der 2. Liga schwer werden.

    • Boom77 says:

      Also bei mir wären die Herren Höger, Heintz und Risse (wenn es den mit der „Euphorie“ stimmt, sogar die ganze Mannschaft) nach solchen Interviews direkt zu einem ausgiebigen Koniditonstraining eingeladen worden. Den Jungs hätte ich diese „Euphorie“ schon ausgetrieben. Wie kann man denn „euphorisch“ sein, wenn man auf dem 17. Tabellenplatz steht??? Nur, weil man gegen Gladbach, Leipzig und Leverkusen gewonnen hat? Dafür hat man gegen Stuttgart und Bremen verloren und zu Hause gegen Ausgburg und Hannover auch nur einen Punkt geholt. Für „Euphorie“ war und ist in jedem Falle kein Raum. Und es wird bis zum Saisonende kein Raum dafür sein! Ich denke, dass die Jungs das bis heute nicht kapiert haben und sich nach einem Sieg für „die Größten“ halten, zeigt, was ein maßgeblicher (Mit-) Grund für die Misere ist.

      Die Spieler sollten allgemein ihre Interviewtätigkeiten draistisch einschränken und auf ein Minimum reduzieren. Jetzt sollten sie schlicht arbeiten, sich konzentrieren und alles geben. Da kann man ruhig an den Mikrophonen vorbei laufen und den Zeitungen auch mal absagen. Fokus auf den Abstiegskampf sieht nämlich anders aus!

      Wenn die Saison rum ist, haben die Jungs genug Zeit, um Interviews zu geben. Dann können Sie uns auch erklären, warum sie so „euphorisch“ waren, obwohl sie keinen Grund dazu hatten.

  4. Horst Simon says:

    So sehe ich es auch Herr Lenz. Kein Biss, kein Kampf und keine Einstellung! So hat man in
    der 1. und 2. Liga keine Chance. Wir hatten in der Vergangenheit das große Glück, einen Ujah
    und einen Modeste zu haben. Durch diese beiden Spieler wurden viele Schwächen der
    anderen Spieler überdeckt. Der Sieg gegen Leverkusen kam nur deshalb zustande, weil
    diese extrem schwach waren. In der nächsten Saison in Liga 2 brauchen wir eine Mannschaft
    mit einer anderen Mentalität. AV hat nun genug Spiele gesehen, um zu wissen, welche
    Spieler geholt werden müssen. Selbst ein Sieg gegen Mainz wird an dem Abstieg nichts
    ändern. Wer noch an den Klassenerhalt glaubt, glaubt auch noch an den Osterhasen.

  5. Dieter says:

    Das nächste Spiel wird zeigen, ob der FC wirklich in die Bundesliga gehört.
    Wenn man nicht gegen Mainz (Platz 16) einen DREIER holt, dann ist der Drops gelutscht. Der Mannschaft wird doch immer ein so guter Charakter und Moral attestiert. Wenn das so wäre, hätten die Spiele gegen Stuttgart und Bremen nicht verloren werden müssen. Man kann mit ziemlicher Sicherheit sagen, dass das Ausrufen von nur noch Endspielen ein riesiger Fehler war. Man stelle sich vor die knappen Niederlagen wären nicht passiert, sondern man hätte 6 Partien gepunktet, dann wäre das heute Platz 15 oder 16. Und damit ist der Klassenerhalt durchaus im Rahmen des möglichen. Alles oder Nichts ist keine geeignetes Mittel wenn man die Rote Laterne hat. Nichts gegen SR, aber bei einem Abstieg muss ein erfahrener Trainer geholt werden.
    Jens Keller z.B. wäre so einer.
    Die Hoffnung stirbt nicht am Schluss, sondern wahrscheinlich schon am nächsten Wochenende.
    Noch einen schönen restlichen Ostermontag.

  6. Klaus Schroeder says:

    Ich kann nicht verstehen, dass man ein Spiel, das man 0:6 verloren hat, ohne eine einzige gelbe Karte beenden kann. Die Spielstatistik im kicker weist gerade einmal neun (!) Fouls des effzeh im gesamten Spiel aus.
    Mein Vorschlag: Ein Seminar „Fußball als Kampfspiel“ mit Harald Konopka und Paul Steiner als Referenten. Gnabry und Uth hätten am Samstag die Mittellinie nach der ersten Viertelstunde wahrscheinlich nicht mehr überschritten…

  7. NICK says:

    Jetzt jammern alle wieder…da Mainz uns leben gelassen hat, werden Samstag nach einem Dreier gegen Mainz wieder alle jubeln „Nur noch drei Punkte, so nah waren wir noch nie dran, jetzt gehts los, Come on…“ usw. So sind wir Kölner halt…

    Ich für mich hatte mit einer Niederlage kalkuliert, jedoch bei gleichzeitiger Niederlage von Mainz, da ich auch keine Punkte gegen RB und Vizekusen kalkuliert hatte und vier gegen den VfB & Werder stimmt mein Ergebnis immer noch, nur der Rechenweg war falsch…Samstag gehts weiter, wenn wir gewinnen sind wir wieder dran, wenn wir nicht gewinnen ist die nervensägende Situation endlich geklärt…

    Ich hoffe wir gewinnen und dann zittern wir nach meiner Rechnung noch bis zum letzten Spieltag…auch wenns zunehmend schwerer fällt – „Geduld, Geduld…“ oder wars „Ruhig, ganz ruhig…“???

    • Karl Heinz Lenz says:

      Das sehe ich auch so, Nick. Trotz allem traue ich unseren Jungs gegen Mainz den Dreier zu. Ich bin mit meiner Frau auf der Osttribüne mit dabei und winke dann mal rüber in die Südkurve, wo du wohl stehen wirst, oder? Meine Bitte: Sprich doch mal mit den Ultra-Jungs, dass sie gegen Mainz im Stadion bleiben und kräftig Support machen. Du kennst dich doch da ein bisschen aus. Vielleicht hören sie ja auf dich. Danke!

    • Boom77 says:

      Auch dann jammere ich. Weil dank der „Euphorie“ werden wir das dann folgende Spiel gegen die Hertha verlieren. Mainz holt einen Punkt gegen Freiburg und Wolfsburg gegen Augsburg. Dann sind es immer noch mindestens 4 Punkt bei dann noch ausstehenden 4 Spielen.

      Ich jammere auch nicht, weil es in die 2. Liga geht. Damit habe ich mich abgefunden… schon lange. Ich jammere, weil die Spieler offensichtlich bis heute nichts kapiert haben. Darüber darf man sich schon beschweren. Wenn man nach dieser „Horrorrückrunde“ absteigt, obwohl man alles gegeben hat und es dann doch nicht gereicht hat, okay. Das ist was anderes. Aber in dieser Situation solche Leistungen wie in Hoffenheim oder gegen Stuttgart abzurufen, das ist nicht akzeptabel und darüber darf man sich bei „Fußballprofis“ sehr wohl beschweren. Man kann in Hoffenheim verlieren. Keine Frage. Aber nicht mit nur 6 Fouls und keiner gelben Karte. Dan muss man auch „Abstiegskampf“ zeigen und kein „laissez faire“! Abstiegskampf sieht jedenfalls anders aus….

      Da nehme ich übrigens den Trainer nicht aus. Er hat sicher vieles gemacht, was ich gut fand. Aber er hat auch viele Fehler gemacht. Auch er muss endlich verstehen, in welcher Situation man sich befindet. Zwar sagt er immer, er wisse das, nur handelt er nicht immer so. In unserer Situation kann man es sich nicht leisten, den „Derbyhelden“ gegen Leverkusen was gutes zu tun und sie gegen Hoffenheim einfach wieder spielen lassen. Das ist keine Vorbereitung auf den nächsten Gegner Hoffenheim. Das ist Blödsinn! So etwas kann man machen, wenn man auf einem Tabellenplatz steht, wo es um nichts mehr geht. Aber nicht, wenn es darum geht, ernsthaft noch um den Relegationsplatz zu kämpfen. Da muss man den Gegner analysieren und den einen oder anderen Spieler, der nach dieser Analyse nicht passt eben auf die Bank setzen. Selbst wenn dieser gegen Leverkusen gut gespielt hat. Und Hoffenheim zu Hause ist nunmal ein anderer Gegner als Leverkusen, wenn die auswärts spielen. Da hätte uns ein Terodde in der Startelf besser getan als ein Zoller und ein Risse als RV auch besser als Mere und dann wäre der Maroh eben wieder draußen geblieben. So what?

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