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Festung Müngersdorf: Letzte Heimpleite vor 15 Jahren

Wenn der 1. FC Köln am Samstag auf den 1. FSV Mainz 05 trifft, dann ist Verlieren verboten. Doch nicht nur das: Der Effzeh muss zwingend gewinnen. Andernfalls dürfte der Zug Klassenerhalt abgefahren sein. Da trifft es sich gut, dass die 05er beim Effzeh schon lange kaum mehr was geholt haben.

Köln – Die sechs Gegentore in Hoffenheim haben den Geissböcken sehr weh getan. Umso wichtiger wird es gegen Mainz sein, dass hinten die Schotten wieder dicht sind. Vor allem gegen einen zuletzt extrem offensivschwachen Gegner. Das Team von Sandro Schwarz konnte in den letzten vier Bundesliga-Spielen kein einziges Tor erzielen und stellte damit einen negativen Vereinsrekord auf.

Acht von zwölf Heimspielen gegen Mainz gewonnen

Nun geht es für die Rheinhessen nach Köln. Doch auch dort wäre es rein statistisch gesehen keine Überraschung, wenn die Mainzer erneut ohne Torerfolg blieben. In den bisherigen 15 Bundesliga-Duellen beider Mannschaften blieb elf Mal die jeweilige Gastmannschaft ohne eigenen Treffer, davon alleine sieben Mal in den letzten acht Begegnungen. Dafür müssen die Kölner freilich deutlich besser verteidigen als in Hoffenheim. Doch dass sie das können, zeigten sie im letzten Heimspiel eindrucksvoll gegen Leverkusen.

Überhaupt kann der 1. FC Köln darauf hoffen, gegen Mainz seine Heimstärke auszuspielen. Acht seiner insgesamt zwölf Heimspiel in der Geschichte der beiden Mannschaften gewann der Effzeh. Nur ein einziges Mal, im März 2003 in der Zweiten Liga, unterlagen die Geissböcke den 05ern vor heimischem Publikum. Seit 15 Jahren also hat Köln nicht mehr in Müngersdorf gegen Mainz verloren. Zuletzt gab es das 2:0 am 34. Spieltag der vergangenen Saison – der Sieg, der das Tor zu Europa aufstieß und die Stadt in einen Freudentaumel versetzte.

In der Bundesliga gegen Mainz zuhause noch ungeschlagen

Dass es dieses Mal nicht umgekehrt ausfällt und eine Niederlage den Abstieg gefühlt besiegelt, dafür wollen auch drei Ex-Mainzer im Kölner Kader sorgen. Marcel Risse und Christian Clemens, einer der beiden wird am Samstag die rechte Seite besetzen. Jhon Cordoba, der kolumbianische Stürmer, konnte den Geissböcken bislang kein Glück bringen. Doch glaubt man seinem Trainer, nähert sich der 24-Jährige seiner Form, die ihn zu einem wertvollen Joker für die Partie machen könnte. Sein erster Bundesliga-Treffer im FC-Dress käme wohl zu keinem besseren Zeitpunkt als am kommenden Samstag.

Welche Elf dagegen die Mainzer aufbieten werden, dürfte auch für Stefan Ruthenbeck noch ein großes Rätsel sein. Sein Kollege Sandro Schwarz veränderte im letzten Spiel gegen Borussia Mönchengladbach seine Startformation auf sage und schreibe acht Positionen. Eine außergewöhnliche Personalrochade, die zu bewerten eine der großen Aufgaben für das Kölner Trainerteam sein wird. Klar ist aber: Egal, mit welcher Elf die Kölner den Mainzern entgegen treten werden – den Heimnimbus wollen sich die Geissböcke unbedingt bewahren. In der Bundesliga sind sie gegen den FSV noch ungeschlagen. Das soll am Samstag so bleiben, damit der FC auch in der kommenden Saison noch in der Ersten Liga spielen kann.

3 Kommentare
  1. Huey L. says:

    So, nun ist aber wirklich mehr als genug Druck und Erwartungshaltung von außen aufgebaut worden… .
    Ich weiß, jetzt kommt wieder, „das sind Profis, die müssen das aushalten können…“, aber es sind eben auch Menschen. Ich hoffe, die lesen nicht all die Schlagzeilen, Prognosen und Erwartungen, da bekommt man ja schon beim Lesen schwere Beine!

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