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Geheimtraining: Macht Ruthenbeck seinen Spielern Dampf?

Bislang kamen die Spieler glimpflich davon

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Stefan Ruthenbeck macht die Schotten dicht. Am Dienstag wird nicht-öffentlich trainiert. Ein ungewöhnlicher Schritt am ersten Tag der Vorbereitung auf das Spiel am Samstag gegen den 1. FSV Mainz 05. Will der Trainer den Geissböcken Dampf machen oder neuen Mut zusprechen? Bislang kamen die Spieler glimpflich davon.

Köln – Ist es richtig, dass der 1. FC Köln das Versagen von Hoffenheim sofort beiseite schiebt? Armin Veh nannte das 0:6 „unerklärlich“. Und wenn es keine Erklärungen gäbe, müsse man das Geschehene hinter sich lassen. Deshalb soll das Team von Trainer Stefan Ruthenbeck ohne Aufarbeitung sofort zur nächsten Aufgabe übergehen, um den Fokus auf die Mutter aller Endspiele gegen Mainz 05 zu legen.

Verantwortliche scheuen harte Gangart

Doch lässt sich das Spiel bei der TSG einfach so beiseite wischen? Auffällig ist: Einmal mehr nehmen die Verantwortlichen die Spieler öffentlich nicht ins Gebet für das Geschehene. Sie wissen einerseits, dass nur die jetzt vorhandenen Profis den Karren noch einmal aus dem Dreck holen können. Doch eine harte Gangart scheuen Ruthenbeck und Veh bislang trotz zuletzt drei Niederlagen aus den letzten vier Spielen, davon zwei seelenlose Auswärts-Leistungen in Bremen und Hoffenheim.

Ein Blick auf die nackten Zahlen erschreckt: Das 0:6 war die 18. Niederlage im 28. Bundesliga-Spiel. Noch nie hat der FC in seiner Geschichte zu diesem Zeitpunkt in der Saison mehr Spiele verloren. Hoffenheim durfte gegen Köln insgesamt 19 Mal aufs Tor schießen, Serge Gnabry davon alleine sieben Mal. Zum Vergleich: Selbst, wenn der Effzeh mit all seinen Torschüssen in den 90 Minuten getroffen hätte, wäre das Spiel 4:6 ausgegangen.

FC mit schlechtester Laufleistung aller Teams

Doch am alarmierendsten dürften für Ruthenbeck die Laufleistungen gewesen sein: Seine Spieler legten in den 90 Minuten ingesamt nur 107,4 Kilometer zurück und damit fast acht Kilometer weniger als Hoffenheim (115). Zum Vergleich: Die direkten Abstiegskonkurrenten aus Hamburg, Wolfsburg und Mainz machten es den Geissböcken vor, wie Abstiegskampf geht. Der HSV brannte sage und schreibe 129,1 Kilometer in den Rasen von Stuttgart und holte damit immerhin einen Punkt. Der VfL und der FSV legten ebenfalls starke 119,1 bzw. 119,8 Kilometer zurück und ergatterten sich damit ebenfalls je einen Zähler.

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