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Ruthenbeck: Noch keine Gespräche mit anderen Vereinen


Noch drei Spiele, dann ist die kurze Ära von Stefan Ruthenbeck als Chefcoach des 1. FC Köln beendet. Was bei Roter Stern Belgrad in der Europa League begann, endet am 12. Mai in Wolfsburg – wohl mit dem Abstieg der Geissböcke. Ob es dann für den 45-Jährigen überhaupt noch in Köln weitergeht?

Köln – Fünf Spiele lang fungierte er als Interimscoach, verlor in Belgrad, gegen Freiburg, in München und im DFB-Pokal auf Schalke. Am 17. Spieltag gelang ihm der erste Sieg mit dem 1:0 gegen Wolfsburg. Es folgte die Beförderung zum Chefcoach für eine Halbserie. Und tatsächlich, nach dem 2:1 gegen Gladbach und dem 2:0 in Hamburg träumten die FC-Fans wieder von der Rettung. Vier Punkte lag der Relegationsplatz nur noch entfernt.

Jetzt schon mit anderen zu reden, ist nicht mein Ding

Näher kam der FC aber nie wieder heran. Ob Ruthenbeck im Fall des Klassenerhalts geblieben wäre, ist heute nur noch reine Spekulation. Doch dem Vernehmen nach war das nie angedacht. Der Fußballlehrer bekam einen Vertrag, der seinen ursprünglichen Kontrakt als U19-Coach nicht tangierte. Letzterer läuft bekanntlich über die Saison hinaus. Sportchef Armin Veh erklärte kürzlich, er wünsche sich, dass Ruthenbeck bleibt. Doch dieser hat sich Bedenkzeit erbeten. Erst nach der Saison wird die Entscheidung fallen.

Doch Ruthenbeck scheint nicht abgeneigt, sein Glück noch einmal woanders zu suchen. „Jetzt liegt der Fokus auf dem, was aktuell passiert“, sagte der FC-Coach nun. „Ich fühle mich verpflichtet, jetzt keine Vertragsgespräche mit anderen Vereinen zu führen, sondern nur darauf zu schauen, das Bestmögliche für den Verein rauszuholen.“ Ausschließen wollte er diese Gespräche mit anderen Klubs allerdings nicht. „Jetzt schon mit anderen zu reden, ist nicht mein Ding.“

In Ruthenbeck arbeitet es

Ruthenbeck ist gebürtiger Kölner, der FC mehr als nur sein sportliches Zuhause. Doch die letzten Monate haben den 45-Jährigen einerseits wieder an der Arbeit im Profibereich schnuppern lassen. Andererseits haben die Gerüchte um Markus Anfang, der Abstiegskampf und die Kritik auch an seiner Person in der Öffentlichkeit in ihm gearbeitet. Eine Rückkehr in die A-Junioren-Bundesliga dürfte für ihn noch immer eine attraktive Option sein. Doch Ruthenbeck weiß auch, wie es sich anfühlt, einen Zweitligisten wie Aalen oder Fürth zu betreuen, wo die mediale Wucht nicht ganz so groß ist wie in Köln. Entsprechende Angebote könnten ihm bald vorliegen. Dann muss er entscheiden.

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