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Veh neckt Ruthenbeck: „Der macht ja sowieso, was er will“


Der Klassenerhalt ist für den 1. FC Köln wohl nur noch ein theoretisches Konstrukt. Gegen den SC Freiburg hilft dem Effzeh nur ein Sieg weiter – und selbst dann wäre es nur der erste von drei nötigen. Mit welchem Personal wird Trainer Stefan Ruthenbeck das Spiel daher angehen? Die Aufstellung könnte bereits ein Fingerzeig für die kommende Spielzeit sein.

Köln – Am Donnerstag auf der Pressekonferenz vor dem Freiburg-Spiel wurde Armin Veh mehrfach nach Max Meyer vom FC Schalke 04 gefragt. Das königsblaue Eigengewächs wird seinen Klub am Ende der Saison verlassen. Seit dies intern klar ist, spielt Meyer kaum mehr, saß in vier der letzten sechs Spiele 90 Minuten auf der Bank. Auch gegen den FC. Während sich in Köln gerade trotz bevorstehenden Abstiegs die Stars zum Klub bekennen, läuft S04 mal wieder ein Toptalent weg – und wird dafür auf die Bank verbannt.

Der macht ja sowieso, was er will

Manager Christian Heidel dementierte zwar vehement, es gebe eine Verbindung. Doch vielleicht hat auch einfach sein Trainer Domenico Tedesco erkannt, dass Meyer nicht mehr zu 100 Prozent mit dem Kopf auf Schalke ist. Ein Gedanke, der einem auch beim 1. FC Köln kommen könnte. Schließlich heißen nicht alle Spieler Timo Horn und Jonas Hector. Andere Profis liebäugeln nicht nur mit einem Wechsel, sondern haben ihn intern wohl auch schon angekündigt. Es gilt als sicher, dass Armin Veh bei aller Beteuerung schon darüber informiert ist, dass der eine oder andere Spieler tatsächlich von seiner Ausstiegsklausel Gebrauch machen wird, sobald der Abstieg des FC auch rechnerisch feststeht.

Und so war die Frage folgerichtig, ob schon gegen Freiburg erste Konsequenzen zu sehen sein würden in der Startaufstellung des FC. Sportchef Veh wich der Frage galant aus und fügte in Richtung Trainer Stefan Ruthenbeck lachend hinzu: „Bei uns hat sich nichts geändert. Der macht ja sowieso, was er will.“ Das ist in der Tat so, schließlich hat Veh bereits vor Wochen betont, dass er im Vergleich zu seinem Trainer zwischenzeitlich andere Spieler nominiert hätte. Ruthenbeck reagierte darauf allerdings ebenfalls mit einem Grinsen und sagte: „Also aufgrund der Vertragsverlängerung von Timo und Jonas kann ich sagen: Die beiden werden mit Sicherheit spielen.“

Mit Koziello und Handwerker?

Darüber hinaus bleibt die Startelf in Freiburg auf mehreren Positionen offen. „Freiburg hat mehr zu verlieren als wir, deswegen wird der Druck beim Gegner sein. Das kann für uns ein Vorteil sein“, blickte der FC-Coach auf das Spiel. Köln erwartet Freiburg mit hohem Pressing und offensiv, was den Geissböcken Räume für Konter eröffnen könnte. Dafür bräuchte es entsprechend schnelle Spieler, wie zuletzt Tim Handwerker auf der linken Seite. Gleichzeitig bräuchte es aber auch Spieler, die in der Lage sind, diese Spieler in Szene zu setzen, was für Vincent Koziello sprechen würde.

Dagegen dürften Frederik Sörensen und Salih Özcan die Quittung für ihre schwachen Vorstellungen gegen Schalke 04 bekommen und auf der Bank Platz nehmen. Dominic Maroh könnte so noch einmal zu einem Einsatz kommen, ehe er den Klub verlässt. Denn bei dem Routinier könnte sich Ruthenbeck sicher sein, dass dieser trotz offener Zukunft seine sechs Jahre dauernde Zeit beim FC mit guten letzten Wochen zu Ende bringen will.

So könnte der Effzeh spielen: Horn – Meré, Maroh, Heintz – Risse, Höger, Koziello, Hector – Bittencourt, Handwerker – Terodde

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