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Wer bleibt, wer geht? Veh deutet Bittencourt-Abschied an

Nach dem feststehenden Abstieg des 1. FC Köln muss Armin Veh ab sofort nicht mehr zweigleisig planen. Während sich einige Spieler bereits zum Effzeh bekannt haben, steht bei anderen Leistungsträgern die Entscheidung über ihre sportliche Zukunft noch aus. Bei zwei Akteuren stehen die Zeichen jedoch auf Abschied. 

Köln – Noch zwei Spiele bleiben dem 1. FC Köln und seinen Spielern auf zunächst unbestimmte Zeit in der Bundesliga. Für einige FC-Profis werden es gegen Bayern München und den VfL Wolfsburg gleichzeitig die letzten beiden Partien im Trikot des Effzeh. Während Timo Horn, Jonas Hector und Marco Höger bekanntlich nicht von ihren Ausstiegsklauseln Gebrauch machen werden, stehen die Entscheidungen bei anderen Spielern noch aus. Leonardo Bittencourt gehört dabei zu den Akteuren, die Geschäftsführer Armin Veh gerne halten würde. Dass Bittencourt zuletzt mit starken Auftritten zahlreiche Begehrlichkeiten von anderen Vereinen geweckt hat, macht die Sache dabei nicht leichter.

Wie viel ist Bittencourts Saunaschwur wert?

Dabei war es vor allem der Flügelspieler, der mit seinem Saunaschwur selbst die Hoffnungen auf einen Verbleib bei den Fans geweckt hatte. Während andere Spieler bereits Nägel mit Köpfen machten und ihre Treue auch in Liga zwei bekundeten, scheint sich Bittencourt selbst noch nicht entschieden zu haben, wohin es für ihn in der nächsten Saison geht. „Wir werden nicht alle halten können. Ich mache keinen Hehl daraus, dass Leo ein Spieler ist, denn wir gerne halten würden. Aber es kann durchaus sein, dass er uns verlässt“, erklärte Armin Veh in einem Pressegespräch. Dass er durch den Abstieg dank seiner Ausstiegsklausel zu einem Schnäppchen wird und damit bei vielen anderen Vereinen auf dem Zettel steht, ist dem Geschäftsführer dabei natürlich bewusst. „Er ist ein guter Spieler und ein guter Typ. Aber wir müssen damit leben, dass er uns verlassen kann und wahrscheinlich auch verlassen wird“, machte Veh wenig Hoffnungen auf einen Verbleib.

Auch Osako vor dem Abschied

Für Yuya Osako steht das Kapitel beim 1. FC Köln nach vier Jahren ebenfalls kurz vor dem Abschluss. Wie Armin berichtete, plane man für das kommende Zweitligajahr mit vier Stürmern. Dazu zählen Sehrou Guirassy, Simon Terodde, Jhon Cordoba und Simon Zoller. Für Osako wird es in Köln demnach nicht weitergehen. Auch der Spieler selbst merkte am Rande der Niederlage in Freiburg an, andere Angebote vorliegen zu haben. Wie der Kicker nun berichtete, soll Hannover 96 an dem Japaner interessiert sein.

Während es für den Verein sowohl einen finanziellen als auch sportlichen Nachteil darstellt, dass viele Leistungsträger den Verein nach dem Abstieg für eine festgeschriebene Ablösesumme verlassen können, haben die Vertragskonstrukte zumindest ein Gutes: „Wir haben den Vorteil, dass die Spieler die Ausstiegsklauseln früh ziehen müssen“, sagte Veh. Bis Ende Mai müssen sich die Profis also entschieden haben, ob sie den Gang in die zweite Liga mit antreten oder sich zu den vereinbarten Konditionen einen neuen Verein suchen. Für die Kölner bedeutet das wichtige Planungssicherheit zu einem frühen Zeitpunkt der Vorbereitung.

Verabschiedung von Spielern, die den Verein verlassen werden

Beim letzten Heimspiel der Saison am Samstag gegen den FC Bayern München wird der 1. FC Köln die Spieler verabschieden, die im nächsten Jahr definitiv nicht mehr das Trikot der Geißböcke tragen werden. Zum jetzigen Zeitpunkt werden das Claudio Pizarro und Dominic Maroh sein, deren Verträge zum Saisonende auslaufen.

45 Kommentare
    • Horst Simon says:

      Die Angst teile ich. Neben Terodde brauchen wir einen Stürmer, der
      mehr als 10 Tore macht. Die genannten anderen drei machen die Tore
      nicht, weil sie diesen Nachweis in den letzten Jahren nicht erbracht haben.
      Hinzu kommt die ständige Verletzungsanfälligkeit.
      Ich hoffe, daß sich da noch was tut.

    • Peter Josef says:

      Angst und Bange nicht. Es kann mit denen gut gehen. Wenn’s die bleiben brauchen wir noch ein torgefährlicheres Mittelfeld auf extrem gutem Zweitliganiveau, was wir noch nicht haben. Ruthenbeck hatte gesagt, Zoller sei auch eine gute 10. Hat er leider nie ausprobiert, sonst wüssten wir jetzt, ob’s ginge.

      • JonaHector says:

        Mit „et hätt noch immer jot jejange“ sind wir jetzt da, wo wir eigentlich nie wieder hin wollten. Es müüsen jetzt endlich mal kanllharte Fakten geschaffen werden, sonst wird’s noch finsterer. Auch wenn wir (derzeit) finanziell stärkste Verein in Liga zwei sind – da ticken die Uhren anders. Ein direkter Wiederaufstieg ist nicht mit einem „wir könnten ja mal den Zoller auf der 10 probieren“ zu schaffen.

        • Peter Josef says:

          Wir sind uns also fast einig: sich darauf verlassen, dass wir schon ne 10 haben ist zu dünn. Dass vorne noch was passieren muss ist auch klar. Aber eben nicht einen 5. Stürmer finde ich. Entweder eine Garantiegranate im
          Sturm, dann aber zwei Stürmer abgeben, oder eben eine 10. mit einer guten 10 sind die vier (Terodde, Guirassy und Zoller. äh das waren jetzt nur drei) voll okay.

  1. Klio says:

    „Angst und bange“ angesichts der Stürmersituation finde ich sehr übertrieben. Sicher man kann nicht alles in die Zukunft projizieren, aber wenn man sich allein frühere Zweitliga-Statistiken ansieht, muss man nicht vor Angst zittern:

    Terrode hat letzte Saison in der zweiten Liga 25 Tore geschossen
    Zoller hat in Kölns Aufstiegssaison für Kaiserslautern 13 Tore geschossen (da ist der Spieler, der möglicherweise „mehr als 10 Tore macht“)
    Die Torquote der beiden zusammen liegt meilenweit über dem, was Kölner Stürmer in Aufstiegsjahren geschossen haben (2013/14 z.B. Helmes 12 und Ujah 11 Tore – und wir sind sehr souverän aufgestiegen).

    Guirassy und Cordoba für die zweite Liga abzuschreiben, ist voreilig. Bei Guirassy wird es darauf ankommen, ob er gesund bleibt. Bei Cordoba sieht man immer wieder das Potential aufblitzen, dass es nicht zum Durchbruch kommen kann, ist genauso wenig garantiert wie die Wiederholung der Torgefährlichkeit von Terodde. Das Potenzial ist auf jeden Fall da.

    Apropos Bittencourt: Der Kicker vermeldet auch den wahrscheinlichen Abgang und nennt Angebote von Tottenham Hotspur und der AS Monaco. Es ist einfach traurig.

    • Klio says:

      Es widerlegt die Ernsthaftigkeit des Saunaschwurs in keiner Weise, wenn Bittencourt den FC jetzt verlässt. Der Saunaschwur ging darum, noch alles zu unternehmen, um den FC in der Liga zu halten. Und gerade Bittencourt hat selber alles reingeworfen und gekämpft.

      Das hat er wohl auch, weil er liebend gerne geblieben wäre und so auch hätte bleiben können und „müssen“ (weil dann die Ausstiegsklausel nicht gegolten hätte). Die Bedingung, die er sich als Profispieler wahrscheinlich gestellt hat, war aber wohl, dass er erste Liga spielen will. Und das ist absolut legitim – wenn es auch ziemlich traurig ist.

  2. Karl Heinz Lenz says:

    Wenn Leo Bittencourt wirklich den FC verlassen wird, dann sollten wir das ohne Murren und Geschimpf hinnehmen, trotz Saunaschwur. Wie schon sein Schmetterlingsjubel zeigt: Er ist ein luftiger Typ und verschenkt sein Herz sicherlich nicht nur eine einzige Schöne. Dass er das Kind braslianischer Eltern ist, spricht aber für Köln, denn wie ich weiß, fühlen sich die Kinder dieser Nation nirgends so wohl in Deutschland wie in Colonia! Aber andererseits sind alle Liebesbeteuerungen der temperamentvollen Kinder Lateinamerikas nicht wörtlich zu nehmen. Natürlich lieben sie, vergießen dabei auch Tränen, aber wer weiß, was der nächste Tag an Schönem bringt …

    Yuya Osako hat in unserem Forum ja immer wieder Fürsprecher gefunden, und sicherlich mit guten Argumenten. Dennoch: Seine vielen Verletzungen und Erkrankungen, seine langen Phasen mit schwacher Form und seine geringe Athletik sprechen gegen ihn, finde ich. Aber auch rein gefühlsmäßig würde ich sagen, dass er zu denen gehören könnte, die keine Lust mehr beim FC haben. Für den Wiederaufstieg aber brauchen wir Spieler, die wirklich motiviert sind.

  3. prinzikai says:

    Grosse Worte von Bittencourt bzgl. Saunaschwur etc. und dann abhauen – die habe ich am liebsten. Hätte Bittencourt gerne in der 2.Liga bei uns gesehen – da er immer besser ins Spiel kommt. Apropos Stürmer – normalerweise sind wir mit den genannten Stürmer die klare Nummer 1. Und ich bin mir sicher, wenn bei Cordoba der Knoten platzt und Markus Anfang es schafft diesen kordischen Knoten zu öffnen, dann macht Cordoba über 20 Tore. Der Junge braucht einfach Selbstvertrauen – wenn Sie jetzt nocht einen guten 10 -er und einen guten Bittencourt – Ersatz finden (einen Dribbler), dann werden Cordoba und Terodde die Grafite und Dzeko von Köln.

    • Stefan Schmitz says:

      Cordoba war und ist kein Torjäger. Er ist vielmehr ein „Brecher“. Das muss aber nichts heissen. Bei Modeste war es ähnlich, der hat seinen Torinstinkt auch erst in den späten 20ern entdeckt. Ob Cordoba ebenfalls noch die Kurve kriegt steht in den Sternen. Eine Chance sollte man ihm aber noch geben. Vielleicht kriegt Anfang ihn noch hin. Er ist noch zu jung um ihn abzuschreiben und er hat zudem auch nicht gerade wenig gekostet.

    • Peter Josef says:

      Ich glaube, Cordoba braucht einen zweiten Mann, dem er auflegen kann. Ob er je selber 10 Tore macht, weiß ich nicht. Aber wenn er jemanden hat, der in die Lücke geht, die er reißt, könnte er hilfreich sein. Er muss dafür aber auch noch Tore machen – und wenn es nur 5 oder 6 sind. Ohne eigene Tore, reißt man keine Lücke für andere. Ich bin nach wie vor absolut bekennender Stöger fan. Aber der hätte dem Bittencourt und dem Osaka sagen müssen: Ihr müsst da rein, wo es wehtut, wenn Cordoba Verteidiger bindet. Der alleine macht es nicht.

  4. Klaus-Uwe Saiko says:

    Bin der Meinung, daß das angepeilte Stürmerquartett durchaus passabel ist. Cordoba wird in der zweiten Effzeh-Saison in der zweiten Liga unter komplett anderen Vorzeichen auflaufen. Der Leistungsdruck auf ihn wird deutlich geringer ausfallen als noch in der lfd. Saison wo es ihm deutlich anzumerken war. Die andauernd gespielten langen Bälle auf ihn, als ob er der Modeste sei, waren für mich auch nicht mehr nachvollziehbar. Spätestens nach den ersten Spielen der Saison hätte diese Spielweise umgestellt werden müssen. Die Verständigungsprobleme werden bis zur nächsten Spielzeit hoffentlich nahezu ausgemerzt sein.

    Auch Simon Zoller hatte genügend Möglichkeiten, seine Qualitäten unter Beweis zu stellen. Sofern er eingesetzt wurde, hatte er als Joker mehrfach das Runde im Eckigen versenkt. Er braucht eben auch mehr Spielpraxis, was ihm der neue Trainer hoffentlich auch zugesteht. Dies hatte Zoller auch zur Bedingung gemacht, um in Köln zu bleiben.

    Einen echten Zehner sehe ich ehrlich gesagt in „Asterix“ Koziello. Ihn zu sehr in die Defensivarbeit einzubinden, wie es Stefan Ruthenbeck öfters gemacht hat, halte ich für die
    falsche Lösung. Um den Stürmern der anderen Vereine folgen zu können fehlt es ihm, sicher auch aufgrund seiner Größe, an Schnelligkeit. Dafür hat er andere Qualitäten und ist auch, wie schon erfolgt, für ein Tor aus der zweiten Reihe zu haben. Viel wichtiger, ist eine stabile Hintermannschaft zu bekommen, denn die bisher kassierten 62 Gegentore sind schlichtweg zu viel. Und nächsten Samstag befürchte ich, werden nochmals einige dazukommen…

    • JonaHector says:

      Ich denke auch, dass Asterix viel zu wenig von seiner Zauberkraft unter Beweis stellen konnte. SR hat ihn ja auch gefühlt immer nur auf Befehl von „oben“ eingesetzt. Schade! Wie er sich mit Tah im Derby angelegt hat, das war echt groß! Sollte Anfang ihn offensiv einsetzen, käme das seinem Potenzial sicher deutlich entgegen und das dann in Kombi mit Risse und einem, der wiederum das Tor treffen kann….

  5. OlliW says:

    Ich bin da sehr eigen. Wenn Bitti geht, finde ich das traurig, aber ist halt so. Aber wenn, dann bitte richtig und wegen eines echten Karrieresprungs nach England oder Italien! Den Sprung sehe ich nicht in der Bundesliga bei Hoffenheim oder Leipzig!

  6. FC-Freund says:

    Denkt nicht nur an den Sturm, Cordoba , Terodde und Guirassy sind eher kräftige Stoßsrürmer, was man meiner Meinung nach noch braucht ist so ein Typ wie Mark Uth zur Ergänzung ! Wenn Leo bliebe, dann wäre die Sache vorne geritzt, aber …
    Denkt auch an die Verteidigung, in der Regel wird derjenige Meister, der die wenigsten Buden kassiert ( klar das Tor sollte man dann auch ein paar mal treffen). Wir sind die Schießbude der Liga und steigen mit deswegen auch ab! Da muss noch viel mehr passieren! Sobiech ist fix, da fehlt aber noch eine ganze Menge und dass muss sich ja auch noch alles einspielen! Hier ist am meisten zu tun! Das Mittelfeld scheint halbwegs organisiert, damit dort auch kreativ mal was passiert (Koziello, Schaub …)

    • OlliW says:

      Ich würde sogar sagen, wir steigen hauptsächlich deswegen ab, weil wir die Schießbude sind! In der Hinrunde kam die Torflaute massiv dazu. In der Rückrunde haben wir ja getroffen, nicht seltener als der Minimalisten-VfB, ja oft sogar zwei Mal. Hat halt nur gegen Gladbach, Leverkusen und Leipzig gereicht. Leider aber nicht gegen Stuttgart, Frankfurt, Dortmund, Schalke und zuletzt Freiburg. Die Defensive hat uns das Genick gebrochen. Und die Tatsache, dass wir für Konter zu langsam und ineffizient waren.
      Es hätte auch gereicht, immer die Führung zu verteidigen, die der FC oft herausgespielt hatte…

      Ach, was soll’s! Da kann man sich nur schwarzärgern drüber. Unnötig vergossene Milch!

    • Boom77 says:

      Wir brauchen noch einen 6er, der das Zentrum im Mittelfeld dicht hält und nicht andauernd Druck auf die Innenverteidiger aus dem Zentrum heraus herrscht. Das sehe ich bisher auch nicht. Höger halte ich dafür nicht für den richtigen Mann.

      • OlliW says:

        Zuerst dachte ich, Moment, wir haben im Grunde doch ein Überangebot und ganz viele etatmäßige 6er, aber ist man zufrieden damit? Eher kaum…

        Höger – kann die Position eigentlich stark besetzen, aber viele sind unzufrieden
        Lehmann – dito, ihm wird von Fanseite aber gar nichts mehr zugetraut und spielte zuletzt keine Rolle mehr. Dass er unter Anfang zurückkommt darf bezweifelt werden.
        Özcan – so er denn bleibt, spielt da mit Licht und Schatten. Aber eher offensiv zu gebrauchen
        Koziello – finde ich da „verschenkt“ und sähe ihn lieber im Offensivbereich
        Nartey – gegebenenfalls, muss aber entwickelt werden. Keiner weiß, was er wirklich kann
        (Aushilfe Hector – eher links hinten, oder…?)

        Also, auf den zweiten Blick: Ja, warum nicht noch ein Haudegen auf der 6…

  7. mal im Ernst says:

    Leider hatte ich schon im Sommer 2017 mit meinen Aussagen mehr als Recht. Muss Euch leider enttäuschen, wenn ihr an einen sofortigen Aufstieg glaubt. A. Veh hätte bei kluger Trainerentscheidung und Zukauf von 2-3 Spielern (Abwehr) den Abstieg vermeiden können. Hier hat er schon bewiesen, dass er es nicht kann. Es werden uns noch Spieler verlassen, wo wir gehofft hätten, dass Sie blieben. Wenn man heute wieder lesen muss, dass der Herr Spinner nichts anderes im Kopf hat, wie einen Stadion-Ausbau, da muss man sich ernsthaft fragen, ob der noch der richtige für den FC ist. So ein Thema wo wir gerade abgestiegen sind ist einfach lächerlich. Hat der Präsident nichts besseres zu tun? Hier kann ich den Paul voll verstehen. Dieses Präsidium ist nicht mehr vertretbar. Thielen und vielleicht mit Daum zusammen sollten mal Vorschläge erarbeiten wer es dann machen würde/könnte. Im Sommer war ich schon ein Schwarzseher und wurde hier beschimpft. Ergebnis ist ja jetzt bekannt.Mein Bauchgefühl „ mit den Herren die jetzt am Ruder sind schaffen wir den direkten Aufstieg nicht.‘

    • OlliW says:

      Dass Veh es nicht kann ist ein sehr krasses und vorschnelles Urteil. Dass Ihr Bauchgefühl und die ttüben Ahnungen bestätigt wurden, ist wohl leider so. Vielleicht auch aus anderen Gründen.

      Noch mal der Ablauf: Armin Veh kam, als Ruthebeck schon als Interimstrainer eingesetzt worden war. Es gab Versuche, einen Trainer für die Rückrunde zu verpflichten, der übernimmt. Es wollte keiner machen! Markus Anfang war bereits Thema, aber auch er konnte nicht schon im Januar übernehmen. Man wurde sich daher, in Ermangelung einer Feuerwehrlösung, mit ihm für Sommer einig. Veh holte Terodde und Koziello. Sie schlugen sofort (in Teroddes Fall) und später ein. Sie waren sofortige Verstärkungen und perspektivische für die Zukunft, die auch in Liga 1 hätte weiter gehen können. Denn: Der FC gewann die ersten DREI Spiele unter Ruthenbeck und verlor erst das vierte. Dann geht kein Sportdirektor der Welt hin und schmeißt im Februar den Trainer raus!
      Also – wann hätte Veh wen holen wohin müssen, um es in Ihren Augen „zu können“ ?

  8. Paul der Troll says:

    Bei einem Marktwert von 20 Millionen bedeutet der Verlust von Leo Abstiegskosten i.H.v. Euro 12 Millionen zusätzlich! Warum hat man keinen Trainer verpflichtet, der noch mal alles mobilisiert hätte? PRÄSIDIUM RAUS!!!

    • OlliW says:

      Kosten zusätzlich?! Was hat Leo denn damals gekostet?

      „Kosten“ werden in der Regel bezahlt. Die kolportierten 12 Diffenenz zwischen angeblichem Marktwert und Transfergeld müssen aber doch gar nicht „bezahlt“ werden. Der Verlust von Bittencourt ist sportlich und menschlich doof, muss aber lediglich sportlich kompensiert werden. Und mit den angeblichen 8 Mio Ablöse wird man das auch sicher schaffen. Insofern sind diese 8 Mio eine neue Investition, die zudem nicht gibt, wenn Leo am Ende doch bleibt. Also….

      Und noch mal:
      WANN hätte man WELCHEN Trainer holen sollen oder können, der für eine restliche Handvoll Spiele diese demotivierte Mannschaft übernimmt, mit der vagen Aussicht es wahrscheinlich doch nicht zu schaffen, seinen Ruf entweder zu ruinieren und auch mit dem garantierten Abschied im Juni, weil klar war, dass Anfang übernimmt?

      • Boom77 says:

        Sehr gut, Stefan Schmitz…

        Paul der Troll und Moses Sichone haben erschreckende Gemeisamkeiten. Moses Sichone wird das FussballSPIEL nie verstehen und Paul der Troll das FussballGESCHÄFT nie, wobei ich glaube, dass Paul der Troll dem Moses Sichone 2:1 überlegen ist, da er zudem das Spiel nicht versteht.

        Marktwerte (auch die von transfermarkt.de) sind immer eine heikle Sache. Denn wer beurteilt die an anhand welcher objektiven Kriterien? Na?? Schweigen im Walde??? Das ist auch richtig so, denn solche objektiven Kriterien gibt es nicht. Es gibt für jeden Spieler immer nur einen Marktwert, den man auch immer nur in einem kurzen Moment erfassen kann bzw. erkennt. Nämlich im Zeitpunkt seines Transfers. Denn ein Spieler hat immer genau den „Marktwert“ den ein Club bereit ist, für diesen zu bezahlen und der dann auch logischerweise bezahlt wird. Wie Paul der Troll da auf € 20 Mio. kommt, wird auf ewig sein strenggehütetes Geheimnis bleiben.

        Aber nehmen wir mal den uns zur Verfügung stehenden und öffentlich zugänglichen „Marktwert“ von tranfsermarkt.de. Der beträgt € 6,0 Mio, lieber Paul der Troll (nur falls Ihnen das Anklicken des Links zu anstrengend sein sollte). Also wenn jemand diese Ausstiegsklausel bei Leo zieht, bekommen wir € 8 Mio. und damit sogar € 2 Mio. über „Marktwert“. Da sollte man dem Präsidium doch eigentlich ein Denkmal setzen (eigentlich dem Schmadtke, aber das kommt mir nicht über). Und sehen wir es mal wirklich realitätsnah, dann machen wir damit noch einen Transfergewinn von € 5,5 Mio. und keinen Verlust. Denn gekostet hat uns der Bittencourt € 2,5 Mio. Sie sollten so langsam wirklich aufhören zu phantasieren, Paul der Troll.

        Noch ein kuriosum am Rande: Da ich bei meiner Aussage, dass der Marktwert eines Spielers immer in dem Transferbetrag besteht, den ein Verein bereit ist, für diesen zu zahlen, bleibe (bleiben muss ;-)), hat Cordoba welchen Marktwert? Na, wer weiß es?? Richtig! Der Makrtwert von Cordoba beträgt dank Schmadtke derzeit € 17 Mio. Kaum zu glauben,was? Zumindest bis er wieder transferiert wird. Dann beträgt er wohl nur noch € 500.000,00 ;-) Achja… und in diesem Fall hätten wir dann wirklich einen Transferverlust von € 16,5 Mio.

      • mal im Ernst says:

        Legt der Transfermarkt die Abösesummen fest oder der Verein? Der Verein. Kommt hier Interesse aus England , da sind 20 Millionen schon nachvollziehbar. Auch eine festgeschriebene Ablösesumme muss nicht zum tragen kommen. Siehe Córdoba. Der hatte in Mainz auch 9 Millionen festgeschrieben, und was har er gekostet. Die Nachfrage regelt den Preis.

  9. Paul der Troll says:

    Wenn ich hier wieder dieses ganze Looser-Geheule lese, dann stellt sich mir die Frage: Warum glaubt ihr, dass ein begehrter Spieler wie Leo noch länger bei einem derartig schlecht geführten Looser-Karnevalsverein spielen sollte, wenn er Angebote von guten, professionell geführten Vereinen bekommt, die erstens besser spielen, zweitens mehr Erfolg haben und drittens besser bezahlen. Leute, die Spieler sind nicht alle so bescheuert wie wir und hängen ihr Herz an den 1. Looser Verein Köln, das neue Tasmania Berlin!

  10. OlliW says:

    Ach Paulchen…
    Das Kölschglas ist entweder halb voll oder halb leer. Bei Ihnen ist es umgefallen, weil Sie es umgestoßen haben, und wenn Sie nicht längst das Kölsch mit dem Bade ausgeschüttet hätten, mehrfach und immer, immer wieder, dann würde ich jetzt sagen: Schütten Sie doch nicht das Kölsch mit dem Bade aus! – Aber ich spare es mir ;-)

    • OlliW says:

      Lieber Ernst,
      wo steht hier eine Beleidigung? Und wer wurde von wem beleidigt, und dies wiederholt und „immer“? Verwechseln Sie das vielleicht mit Meinungsverschiedenheiten? Sie können hier bashen und schimpfen soe viel sie wollen. Das ist Ihr Recht. Wenn hier jamand das ander sieht oder eines der Argumente entkräftet, vielleicht mit viel Ironie und Zurückweisung, so ist das KEINE Beleidigung, okay?

      Letzte Woche hat Herr Merten (oder auch sein Admin) verschiedene Posts hier gelöscht, die echte Beleidigungen und Diffamierungen gegen Spieler und Funktionäre des FC beinhelteten. Ich glaube wir meinen nicht dieselben Leute, kann das sein?

  11. BM says:

    Wie immer gehen die Meinungen zu den Spielern weit auseinander. Dass Bittencourt geht, halte ich für den schlimmsten Verlust überhaupt, denn Schmadtke hat es jahrelang verbummelt, hier einen dritten/vierten Spieler aufzubauen; sein Abgang wäre am wenigsten zu kompensieren. Im Gegensatz etwa zu Höger und Lehmann, die schon aus naheliegenden Gründen bleiben (keine Alternative, Alter).
    Wenn der Wiederaufstieg vorrangig sein soll, müssen Spieler her, die auch in Liga 1 kicken können; von den genannten Stürmern halte ich (wenn gesund) Guirassy für denjenigen, der die besten Anlagen verkörpert, Cordoba nur dann, wenn Anfang seine Integration schafft, Zoller könnte bei genügender Spielpraxis wohl in beiden Ligen bestehen. Terodde zähle ich nicht dazu, nach seinen Anfangstoren (wo er ja auch nicht gerade spielerisch glänzte) zeigt er für mich das Erwartete: Langsam, technisch limitiert, gutes Kopfballspiel – zu wenig für Liga 1, ausreichend für Liga 2. Eine für mich überflüssige Verpflichtung. Solche Qualitäten verkörpert auch der gehandelte (und hoffentlich in einem anderen Klub glücklich werdende) Sobiech, der nicht die Klasse von Sörensen besitzt (wenn der Däne in der Mitte – und nicht gezwungenermaßen außen verteidigen muss), von Mere ganz zu schweigen.
    Abgesehen von der Hypothek der Hinrunde hat m. E. der Trainer eine ganz massive Mitschuld am Niedergang. Schon zuvor in Liga 2 voll gescheitert und wohl gezwungenermaßen bei der Jugend gelandet, machte er eklatante Fehler. Wie kann ich Jojic öffentlich zum Führungsspieler erklären und ihn zwei Wochen später auf die Tribüne setzen, ähnlich die Wechselei mit Klünter. Tribüne-Bank-Rein-Raus mit Koziello. Und pädagogisch besonders wertvoll sein Spruch zu Chris Führich („den gebe ich nicht wieder her“), um ihn dann wieder abzuschieben; hinzu kommen taktische Fehlleistungen, merkwürdige Aufstellungen, irre Wechseleien und kontraproduktive Sprüche in der Öffentlichkeit („„der Druck liegt bei XY…“). Er möge den Verein wechseln, für die Jugendarbeit halte ich ihn nach solchen Aussagen für dequalifiziert. Es wird Zeit, dass im Verein junge und talentierte Trainer heranwachsen, wenn ich sehe, was SAP da so ausstößt…
    Zurück auf Anfang: ein Außenbahnspieler und Sympathieträger wie Bittencourt ist wohl nicht zu ersetzen, und wenn dann Zoller/Cordoba dort aushelfen sollen, ist dies für Spieler und Klub wohl nicht gerade die beste Lösung. Ich sehe in D auch keinen Kicker, der ihn ersetzen kann und bereit wäre, zum FC zu wechseln. Aus der FC-U-Truppe, die immer noch absteigen kann, ist wohl nicht mit einer Lösung zu rechnen, aber ich kann dies auch nicht wirklich beurteilen. Ein zukünftiger Konkurrent hat allerdings so einen Kicker im Kader: Bei Arminia Bielefeld spielt seit Wochen ein Mini-Bittencourt-Typ – doch hinter dem 17jährigen Massimo sollen auch die großen Klubs aus D, I und GB her sein.
    NS: Irgendwo steht hier Ruthenbeck sei mit Siegen gestartet. Dies ist falsch, seine beiden ersten Spiele waren Niederlagen!

    • Peter Josef says:

      Ich finde, man muss aufpassen, was man dem Ruthenbeck genau vorwirft. Einiges, was Sie schreiben stimmt, anderes nicht. Stichwort Jojic: Der ist unter Ruthenbeck aufgeblüht, hat dann drei schlechte Spiele gemacht, weil er an der Hüfte verletzt war und das verheimlich hat. Ob er inzwischen wieder fit ist, wissen wir einfach nicht. Ruthenbeck ist in der 2. Liga nicht gescheitert, der ist wegen 9 Punkten Punktabzug und Kaderlass damals abgestiegen. Den Spruch zu Führnich und dessen nicht-Einhalten fand ich auch total daneben. Ich habe mich nach dem 3:4 gegen Freiburg furchtbar über den neuen Trainer aufgeregt, weil er Klünter und Jojic ausgewechselt hatte. Ich las eine Begründung, von der ich bis heute nicht weiß, ob er diesen Blödsinn wirklich gesagt hat: um sie gegen Bayern zu schonen. Das Spiel sollte ein Beispiel für den Rest werden: Den Gegner wirklich überrumpeln und 60 Minuten an die Wand zu spielen (Stuttgart, Augsburg, Mainz, .. liefen gleich) und dann nicht die Kurve zu kriegen, um das Ding nach Hause zu bringen. Wenig andere Trainer hätten es mit der Rumpftruppe (Verletzte, Reconvaleszenten) geschafft, danach sich noch mal ranzurobben. Aber viele Trainer hätten es geschafft, nach Augsburg die 4 Punkte zu holen. Aber ich hätte ihn halt auch nicht entlassen. Immer wenn es so weit gewesen wäre, hat er wieder den Gegner erfolgreich überrumpelt. Das mit dem Wechseln z.B. Hector mal hier mal da ging allen auf den Sack – aber wer hat das 1:2 gegen Schalke vorbereitet? Hector auf der 10. Mit späterem Ausgleich gegen das 2. beste Team der Liga. Das sind halt die beiden Facetten von solch komischen Maßnahmen. Ohne sowas kommt man unten nicht raus, man muss sie halt irgendwann wieder runterfahren. Im Spiel und in der Saison.

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