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Marohs emotionaler Abschied und ein Abstieg mit Würde

Dominic Maroh und Claudio Pizarro wurden vor dem Spiel offiziell verabschiedet. Bei beiden wurde der auslaufende Vertrag nicht verlängert. (Foto: Imago/DeFodi)

Der 1. FC Köln hat ein emotionales letztes Bundesliga-Heimspiel erlebt. Zwar haben die Geißböcke mit 1:3 (1:0) gegen den Rekordmeister aus München verloren, nach dem Spiel gab es aber für die Mannschaft großen Applaus. Vor allem Dominic Maroh bekam nach sechs Jahren im Trikot des Effzeh einen bewegenden Abschied. Die Bilder zum Spiel. 

12 Kommentare
  1. Huey L. says:

    Ich danke Dominic Maroh für seinen stets vorbildlichen Einsatz. Es waren gestern bewegende Abschiedsszenen im Stadion, die zeigen, welchen Stellenwert r zu Recht bei den Fans hat.
    Zum letzten Spieltag möchte ich anmerken, dass ich nicht ganz uneigennützig hoffe, dass
    der FC in Wolfsburg und der HSV gegen Gladbach gewinnt. Kann mir gut vorstellen, dass der HSV in Liga 2 wesentlich unangenehmer wird, als Wolfsburg. Bei denen wird es eh Auflösungserscheinungen innerhalb des Spielerkaders nach einem Abstieg geben und ob sich VW wahnsinnig finanziell engagiert, wage ich bei den anderen Problemen, die der Konzern derzeit hat zu bezweifeln. Kann sein, dass sie die „Abteilung Fußball“ mehr oder weniger fallen lassen, die Werbewirksamkeit ist ja nun auch fast nicht mehr gegeben und da sind wahrscheinlich knallharte Rechner an den entscheidenden Stellschrauben.

      • Boom77 says:

        VW muss aber erstmal schauen, dass ehemalige und vielleicht aktuelle Manager nicht ins Gefängnis müssen ;-)

        Und tatsächlich hört man Stimmen aus Wolfsburg, dass man das Engagement in den VfL wohl beenden möchte.

        Außerdem sind die derzeit führungslos und noch gar nicht im Zweitligamodus. Ich denke nicht, dass die eine starke Truppe für die 2. Liga auf die Beine stellen werden. Ein Didavi, Breckalo, Malli und wie sie alle heißen, sind sich sicherlich auch zu fein, um in die 2. Liga zu gehen (hat Didavi z.B. ja schon beim VfB Stuttgart gezeigt).

        Fraglich ist auch, ob die überhaupt Verträge für die 2. Liga haben. Bei einem „Verein“ wie Wolfsburg kann ich mir gut vorstellen, dass die Spieler darauf geachtet haben, dass die Verträge nur für die 1. Liga gelten. Da müsste VW also ziemlich viel Kohle hinblättern, um einen aufstiegsfähigen Kader für die 2. Liga hinzubekommen. Und ob die darauf Lust haben, Geld und nur eine Sekunde an Zeit dafür zu verschwenden, bezweifel ich derzeit stark. Und wer soll das denn auch derzeit beim VfL machen? Der Rebbe ist ja nicht mehr da. Da spielt auch das Zeitmoment gegen den VfL. Bis die sich neu auf- und auf die 2. Liga eingestellt haben, sind die besten Zweitligaspieler schon von anderen verpflichtet. Und ein Erstligaspieler wechselt bestimmt nicht zum „Traditionsverein“ Wolfsburg.

        • Stefan Arnold says:

          Mir wäre es lieber, der HSV würde direkt absteigen und Wolfsburg dann in der Relegation scheitern. Ich stimme Dir zu, dass die Wolfsburger Mannschaft so nicht in der zweiten Liga spielen wird. Da werden ganz viele Spieler den Verein verlassen, aber natürlich gegen eine Ablösesumme. Kein Verein wird Verträge vereinbaren, bei denen die Spieler ablösefrei bei einem Abstig wechseln können. Daher wird Wolfsburg Transfereinnahmen generieren, mit denen sie dann neue Spieler für die zweite Liga kaufen werden. Ich gehe aber davon aus, dass die Planungen für die zweite Liga hier noch gar nicht begonnen haben, im Gegensatz zum FC und HSV. Das ist dann natürlich für die anderen Mannschaften ein Vorteil.

  2. Peter Josef says:

    Ich würde mich freuen, wenn unser neuer Trainer als jemand kommt, der „weiß wie man aufsteigt“. Und ich glaube, Kiel hätte gegen WOB bessere Chancen. Da ich aber in WOB gewinnen will, muss ich einmal in meinem Leben zu Gladbach halten. Meine Fresse, so weit bin ich schon….

    • OlliW says:

      Man weiß es einfach nicht. Vor allem wundert mich, dass es so früh schon klar zu sein schien. Schon vor seinem „Comeback“ in die Startelf.
      Es hieß überall: Vertrag wird nicht verlängert, der muss gehen. Da stand der Abstieg noch nicht fest, es gab die Petition Pro Verbleib, er will auch bleiben, lebt hier sowohl eine hohe Identifikation als auch überwiegend gute Leistungen gezeigt über die 6 Jahre, er ist noch nicht zu alt, wäre für die zweite Liga ein stabiler, erfahrener Rückhalt….etc.

      …ich verstehe es nicht und wüsste echt gerne, WAS der Grund dafür ist.

    • Huey L. says:

      Ich denke, man will die Innenverteidigung „verjüngen“, indem man Sobiech von St. Pauli gemeinsam mit dem jungen Bissek (als Backup) langsam über die 2. Liga an „größere Aufgaben“ heranführen will. Wer weiß, vielleicht bleibt entgegen aller Vermutungen auch noch einer unserer anderen Innenverteidiger oder man hat von Vereinsseite bereits jemanden an der Angel, den weder wir noch die Presse auf dem Zettel haben.
      Wie dem auch sei,Ich gebe dir vollkommen recht, dass bei all den Überlegungen durchaus auch Platz für Maroh gewesen wäre, zumal er ja deutlich seine Bereitschaft zum Bleiben kundgetan hat. Wahrscheinlich fiel er letztlich den obigen Gründen und der Prämisse, dass man nicht alle Spieler -die für das Abschneiden in dieser Saison verantwortlich waren- halten kann, aber auch nicht will zum Opfer.

  3. Klio says:

    Es ist extrem schade, dass es für Maroh nicht weitergeht beim FC. Als Fan, der da nicht mitzuentscheiden hat, bleibt nur, Dominic Maroh ganz herzlichen Dank zu sagen, für seinen Einsatz für den FC – immer voll reingehangen, als untadeliger Sportsmann.

    Ich hoffe mal, der Sinn des ganzen enthüllt sich noch, wenn wir den FC-Kader für die nächste Saison kennen. Ich hoffe aber auch, dass Maroh einen guten neuen Verein findet – am liebsten in der 1. Liga. Nicht dass wir uns noch drüber ärgern müssen, wenn er in der nächsten Saison den Ball vor einschussbereiten FC-Stürmern weggrätscht. In diesem Sinne: alles Gute, Dominic Maroh!

    • El Sas says:

      Es ist sehr schade, dass Maroh gehen muss. Ein Spieler ohne Fehl und Tadel. … Jahrelang (…Jahrzehnte) haben wir im Freundeskreis immer wieder gesagt, wir brauchen Spieler, die sich voll mit unserem FC identifizieren. Spieler, die einfach ihr Bestes geben und ehrliche Arbeit liefern unabhängig von ihrem Können. Dann würden wir wieder oben mitmischen. Das war die letzten Jahre der Fall. Egal ob Maroh, Lehmann, Mavraj… und wie sie alle heissen, alles Spieler, die nicht für fantastischen Fussball stehen, aber solche gab es genug in den letzten 20 Jahren. Die Ernsthaftigkeit ist wieder an der Tagesordnung in unserem Verein. Daher gehört der Dank an die Spieler. Aber warum muss Maroh gehen. Wenn wir ehrlich sind, war es schon letztes Jahr spielerisch nicht besser als die Jahre zuvor. Es ist klar, dass wir spielerisch im Prinzip keinen an die Wand spielen können. Aber gerade in der Abwehr beginnt das Spiel. Ich kann mir vorstellen, dass Veh und Anfang das Spiel anders aufziehen wollen. Dazu braucht man Verteidiger, die das Spiel öffnen können. Nur abzuwarten und vorne macht der Modeste die Tore klappt nicht mehr. Aber so spielt mittlerweile die halbe Bundesliga. Lieder. International sieht man ja die schlechten Ergebnisse. Naja, ich hoffe sie finden die richtigen Abwehrspieler. Perspektivisch spricht auch das Alter gegen Maroh, bei einem direkten Wiederaufstieg wäre er 32. Nochmals „Danke“ an Maroh.

  4. Robert H. says:

    Ich denke, dass die Defensive in dieser Saison als der eigentliche Knackpunkt angesehen wurde, und dass man da den größten Handlungsbedarf gesehen hat. Scheinbar ist man darauf gekommen, Maroh aus Altersgründen auszusortieren. Also einen Spieler mit einer sehr hohen Identifikation mit dem Verein. Find ich nicht ok.
    Andererseits – als nur noch backup-Spieler hätte man wohl die Bezüge deutlich kürzen müssen, und so hat er noch einmal die Chance evtl. irgendwo anders lukrativer unterzukommen. Zu wünschen wäre es ihm.
    Ich warte noch drauf, dass man sich von Sörensen trennt, oder habe ich da was verpasst?
    Dessen Identifikation lässt doch für mich stark zu wünschen übrig. Sein dämliches Ausländer-Zitat stößt mir heute noch mächtig auf.
    Sich von Maroh zu trennen und Sörensen behalten kann ich mal so gar nicht nachvollziehen…

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