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Noch ein Jahr Vertrag: Was wird aus Jojic und Olkowski?

Vom Hoffnungsträger zum Bankdrücker

Sie verließen am Donnerstag mit ihren individuellen Trainingsplänen in der Hand das Geißbockheim. Milos Jojic und Pawel Olkowski werden am 25. Juni zum Trainingsauftakt des 1. FC Köln zurückerwartet. Ein Abschied deutet sich bei keinem der beiden aktuell an. Dabei ist ihre Zukunft offen.

Köln – Als Milos Jojic im Sommer 2015 zum 1. FC Köln wechselte, galt der Serbe als Hoffnungsträger. Der Mittelfeldspieler kam von Borussia Dortmund, galt als technisch versierter, kreativer Kicker mit Offensivdrang, einem guten Abschluss, feinen Pässen und starken Standards. Der Andrang beim ersten Training war groß, genauso groß der Jubel, als Jojic in seinem ersten Trainingsspiel mit den neuen Kollegen gleich einen Ball aus 20 Metern in den Winkel jagte.

Vom Hoffnungsträger zum Bankdrücker

Jojic weckte Hoffnungen – und fiel erst einmal aus. Gleich im nächsten Training verletzte er sich bei einem abgeblockten Schuss, war zwei Wochen raus. In den folgenden Monaten galt er als nicht fit, behäbig, schlecht in Form, als körperlich nicht bereit, um dem Effzeh in der Bundesliga zu helfen. Erst in der Schlussphase der Saison 15/16 gelangen ihm zwei Tore, dabei das sehenswerte in Dortmund mit einem feinen Heber. Doch Jojic zeigte seine Klasse zu selten. Man hoffte beim FC auf die folgende Saison.

Doch der Durchbruch ließ auf sich warten. Erst in der Rückrunde blühte Jojic auf, erzielte vier Tore und bereitete weitere vier vor. Es schien, als könne der Serbe doch noch zu einem Leistungsträger und der so lange ersehnte torgefährliche Mittelfeldspieler werden. Alleine, es blieb bei der Hoffnung. Auch Jojic enttäuschte in der abgelaufenen Saison über alle Maßen, traf nur zweimal, bereitete fünf Tore vor, fiel aber vor allem dadurch auf, dass er in dem Moment, als ihm Trainer Stefan Ruthenbeck eine mögliche Führungsrolle in Aussicht stellte, in einem Leistungstief versank. Trauriger Höhepunkt: seine Leistung am 34. Spieltag in Wolfsburg.

Effzeh bei Jojic zwiegespalten

Viele Fans wünschen sich eine Trennung vom Serben. Der 26-Jährige besitzt eine Ausstiegsklausel durch den Abstieg. Doch die kolportierten vier Millionen Euro wird nach den mehrheitlich enttäuschenden drei Jahren in Köln wohl kein Verein zahlen. Zumal Jojics Vertrag beim 1. FC Köln im Sommer 2019 ausläuft. Der Effzeh sagt, was sich in einer solchen Situation gehört. Man gehe davon aus, dass Jojic bleibe. Man hoffe, dass der Serbe in der Zweiten Liga zu einem wichtigen Spieler werden könnte. Man sei sich sicher, dass der 26-Jährige das Potenzial dazu habe. Doch nicht erst das Spiel in Wolfsburg hat den Verantwortlichen gezeigt, dass die Realität bei Jojic eine ganz andere ist.

16 Kommentare
  1. Paul says:

    Die Sache ist doch ganz einfach: Olkowski ist für die 2. Liga ein guter Backup als rechter Verteidiger, und mit Jojic wird ein neuer Vertrag gemacht. Stöger hat ihn nicht richtig angepackt, und über den traurigen Stefan ist jedes Wort überflüssig. Markus Anfang wird aus Jojic den Spieler machen, der er sein kann, und dann haben wir einen laufstarken defensiven MIttelfeldspieler. Für die Offensive ist er zu langsam, aber die Standards können bei besserem Training etwas werden, und an seinem Zweikampfverhalten muss er arbeiten. Er ist, wie viele Spieler, noch bei weitem nicht an der Grenze seiner Möglichkeiten angekommen!

    • CK says:

      Dem kann ich nur zustimmen. Ich sehe das ganz genauso.

      Dazu kommt das ich bis heute nicht verstehe was mit Olkowski passiert ist als der kam war er Stammspieler und hat einige richtig gute Spiele gemacht, irgendwann ist er dann in ein tiefes Loch gefallen, wenn ich mich richtig erinnere auch aus privaten Gründen und leider nie wieder herausgekommen.

      Bei Jojic bin ich nachwievor überzeugt das er uns helfen kann mit seiner technischen Qualität und auch was die Standards angeht.

      Zentrales Mittelfeld mit Jojic, Koziello, Öczan und Nartey besetzt dazu noch Höger und Lehmann um die Jungen Spieler anzuleiten. Vor allem Lehmann sollte den Jungs mal beibringen wie man als 6er dem Gegner das Leben im Mittelfeld so schwer macht das ihnen die Lust vergeht ;)

      • Boom77 says:

        Dann wäre im Mittelfeld ja gar kein Platz für den kürzlich verpflichteten Schaub. Den würde ich zuerst mal ran lassen. Der Jojic hatte genug Chancen, zu zeigen, dass er dauerhaft gute Leistungen bringen kann. Die hat er nicht genutzt. Wenn er bleibt, muss er sich erstmal schön hinten anstellen und zuerst im Training und dann erst im Spiel zeigen, dass er gewillt und in der Lage ist, der Mannschaft zu helfen.

    • J B says:

      Jojic, ein defensiver Mittelfeldspieler?
      Sorry Paul, aber Jojic war nie ein 6er. Weder mit offensivem oder defensivem Fokus. Und das war die Crux bei Jojic, dass es seine Position als Offensivmittelfeldspieler im System Stöger und Ruthenbeck eigentlich gar nicht gab.
      In Anfangs präferierten 4-1-4-1 wäre da endlich diese Position und ich hoffe MA kriegt Jojic wieder hin.

  2. udo schmidt says:

    Vieles hängt davon ab,wie unser neuer Trainer die Fähigkeiten der beiden (besonders die von Jojic) einschätzt.Ich habe von dem Relegationsspiel gestern Abend leider nur die letzten 20 Minuten sehen können,aber da hat M.Anfang seine Truppe richtig Fußball spielen lassen.Leider haben sie sich nicht belohnt in Form von Toren,aber das sah schon gut aus.Wenn er so den FC auch spielen lassen will (was ich hoffe) dann könnte Jojic ein Baustein sein.Vorausgesetzt natürlich,er ist fit und bringt eine entsprechende Einstellung zur 2.Liga mit.

  3. udo schmidt says:

    Olkowski kann ich mir als Back_Up für 1 Jahr in Liga 2 gut vorstellen.Vieles hängt davon ab,wie unser neuer Trainer die Fähigkeiten der beiden (besonders die von Jojic) einschätzt.Ich habe von dem Relegationsspiel gestern Abend leider nur die letzten 20 Minuten sehen können,aber da hat M.Anfang seine Truppe richtig Fußball spielen lassen.Leider haben sie sich nicht belohnt in Form von Toren,aber das sah schon gut aus.Wenn er so den FC auch spielen lassen will (was ich hoffe) dann könnte Jojic ein Baustein sein.Vorausgesetzt natürlich,er ist fit und bringt eine entsprechende Einstellung zur 2.Liga mit.

    • OlliW says:

      Das stimmt, die Einstellung und die Laufbereitschaft der Kieler würde auch dem FC gut zu Gesicht stehen. Bzw. hätte gestanden. Wenn MA diese Spielidee irgendwie in Köln implementiert kriegt und Leute wie Jojic da einbauen und wieder wachkitzeln könnte, wäre das ein Gewinn!

      Bei dem Spiel gestern war Holstein auch besonders in den letzten 20 Minuten stark. Hätten Minimum noch ein Tor auch verdient gehabt. WOB hat gestern das zweite gute Spiel in dieser Saison gemacht (das erste letzten Samstag gegen uns). Wenn’s VW reicht, mit dieser Multimillionentruppe wiederholt gegen den Abstieg zu spielen, was soll’s…

  4. Boom77 says:

    Das Problem bei jojic ist doch, dass der jedwede professionelle Einstellung vermissen lässt. Die Leistung gegen Wolfsburg im letzten Spiel war doch nur die „Kirche auf der Torte“ (im negativen sinne. Solche Leistungen haben wir schon zu Hauf von ihm gesehen (weit mehr als passable oder gute Leistungen). Klar, muss/soll ein Trainer auch motivieren. Aber wenn man einem „Profi“ immer in den Hintern treten muss, damit der überhaupt eine einigermaßne akzeptable Leistung erbringt, dann stimmt bei diesem Profi etwas nicht.

    • CK says:

      Na lassen wir doch mal die Kirsche im Dorf ;) Wir haben da einfach eine unterschiedliche Sicht der Dinge, ich hatte zum Beispiel nicht den Eindruck das unbedingt ein Jojic absolut Unfit aus der Sommerpause kam und auch Anfang des Jahres hat man gesehen das er es eigentlich viel besser kann.

      Leider ist er nicht konstant genug vielleicht liegt das auch daran das er phasenweise 3-4 verschiedene Positionen gespielt hat diese Saison. Auf der 6, 8 auf beiden Flügeln.
      Ich habe einfach die Hoffnung das Herr Anfang ihn hinbekommt :) weil sonst ärgere ich mich nur wieder wenn wir ihn quasi verschenken und er blüht dann bei se8nem neuen Verein auf weil der Trainer ihm mehr vertrauen entgegenbringt oder was weiß ich.

      • Klio says:

        Unfit war Jojic nach der Sommerpause wirklich nicht. Ich hab extra noch mal nachgeschaut, ob ich mich nicht falsch erinnere: Jojic ist am 1. Spieltag der vergangenen Saison 13,3 km gelaufen – absoluter Spitzenwert für die gesamte Liga.
        http://www.kicker.de/news/fussball/bundesliga/spieltag/1-bundesliga/2017-18/1/laufleistung-am-spieltag.html

        Dass Jojic unprofessionell in seiner Einstellung sein sollte, lässt sich hier nicht rauslesen, eher im Gegenteil. Bei einem FC-Spieler, der über eine feine Technik verfügt und der sich anscheinend auch professionell vorbereitet, würde ich nie die Hoffnung aufgeben (man ist schließlich Kölner). Zumal, da mit dem neuen Trainer eine neue Ansprache kommen wird und eine andere taktische Ausrichtung.

        Wir werden es abwarten müssen. Das Motto für die neue Saison: Gib mich die Kirsche ;)

      • Boom77 says:

        Wie lange hoffen Sie denn noch beim Jojic? Der hat sich bei Dortmund nicht durchgesetzt. Dann kam er zu uns. Das ist drei Jahre her! Seit dem hoffen die FC-Fans, dass bei ihm der Durchbruch kommt. Wie lange noch? Nochmal drei Jahre? Zum Glück nicht. Er hat ja zum Glück nur noch ein Jahr Vertrag. Spätestens dann ist Gott sei dank Schluss.

    • mal im Ernst says:

      Schon mal Fußball gespielt? Mit einer der besten Dummerchen Bomm77….Wenn ich dort spielen soll wo es nicht meine Position ist dann führt dieses zu Fehlern. Wenn Sie , Sachbearbeiter für Klopapier sind, dann können Sie bestimmt keinen Zahnarzt spielen. B für Blöd, o für ohne mit m und m. Schmilzt aber nicht in der Hand.

  5. FC-Freund says:

    Mal gespannt, ob die beiden in dem System von Markus Anfang überhaupt vorgesehen sind! Wo bleibt denn indem Kader überhaupt noch Platz für die dringend benötigte Blutauffrischung, wenn es doch schon reicht, dass Anfang den bislang jahrelang nicht überzeugenden „Graupen“ ohne Bundesligareife nur mal richtig Beine macht? Ich habe da do meine Zweifel!

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