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Köln holt sich einen Teil der Schmadtke-Abfindung zurück

Der 1. FC Köln hat sich mit dem VfL Wolfsburg darauf verständigt, dass Jörg Schmadtke früher als zum 1. Juli 2018 bei den Wölfen seinen Dienst antreten kann. Die beiden Klubs einigten sich auf eine Ablösezahlung in Höhe von rund 500.000 Euro. Damit reduziert sich die Abfindung Schmadtkes auf 2,8 Millionen Euro.

Köln/Wolfsburg – Als der Wechsel von Jörg Schmadtke zum VfL Wolfsburg fest stand, war klar: Der ehemalige Sportchef des 1. FC Köln würde seinen Job bei den Wölfen nicht vor dem 1. Juli antreten können. Denn: Die Abfindung in Höhe von 3,3 Millionen Euro, die der Manager vom FC erhalten hatte, war mit einem Berufsverbot bis zum 1.7.2018 verbunden.

Pyrrhussieg für den FC

Nun aber hat der VfL Wolfsburg großen Bedarf an der sportlichen Führungsspitze und mit den Geissböcken über eine Lösung verhandelt. Wie der kicker berichtet, liegt diese bei einer Ablöse von rund 500.000 Euro. Diese Zahlung erhält der FC und kann im Nachhinein zumindest die Abfindung für Schmadtke etwas erträglicher machen. Gleichzeitig kann Schmadtke seine Arbeit auch offiziell schon in dieser Woche aufnehmen.

Freilich handelt es sich dabei nur um einen Pyrrhussieg, denn während die Geissböcke trotzdem den Weg in die Zweite Liga antreten müssen, wird Schmadtke in Wolfsburg nach dem Last-Minute-Klassenerhalt des VfL den schlingernden VW-Klub versuchen in der Bundesliga zu stabilisieren. Ein Wiedersehen, wenn nicht im DFB-Pokal, gibt es also frühestens zur Saison 2019/20.

8 Kommentare
  1. Paul says:

    Es ist unglaublich, wie schlecht Spinner verhandelt hat. Das er vom Fußball keine Ahnung hat, ist offenkundig, dafür hat er ja Harald Schuhmacher, unseren ehemaligen Weltklassetorhüter und Bestsellerautor (… warum gibt es eigentlich keine Ironiezeichen), aber von Verhandlungen scheint ja auch nichts zu verstehen. Wenn er Schmadke schon eine solch absurd hohe Abfindung zahlt, dann hätte er sie zumindest mit einem 2-jährigen Berufsverbot verbinden sollen. Ich bin mal gespannt, wen er alles aus unserem Kader übernimmt, das hat er mich Hannover auch so gemacht!

  2. Georg Scherr says:

    Und immer noch fragt man sich, wie eine derartig vereinsschädigende Vertragsgestaltung möglich sein konnte? Jmd. der VON SICH AUS seinen Hut nimmt, kassiert eine aberwitzige Abfindung von 3,3 Mio. € ?!? Läppische 500 T€ Zurückzahlung machen dieses Dilemma auch nicht besser. Hierzu hätte man gerne mal irgend eine Erklärung vom Verein gehört.

  3. Klaus Justen says:

    Also erstens heißt das nicht Berufsverbot, sondern Wettbewerbsverbot. Das kann man nach Ausscheiden aus dem Unternehmen vereinbaren, allerdings nur für die Höchstdauer von zwei Jahren. Und dann muss eine so genannte Karenzentschädigung gezahlt werden, die pro Jahr Wettbewerbsverbot 50 Prozent des regulären Gehalts inklusive Boni entspricht. Man hätte also zum Preis eines Jahresgehalts Schmadtke für zwei Jahre aus dem Verkehr ziehen können – in Deutschland. Allerdings darf ein Wettbewerbsverbot nicht zu einem faktischen Berufsverbot führen, denn dann muss sich der Arbeitnehmer nicht mehr daran halten. Ob man Schmadtke, der ja auf eigenen Wunsch ausscheiden wollte, tatsächlich eine Abfindung in dieser Höhe zahlen musste, weiß ich nicht – oder hat jemand von euch das ursprüngliche Arbeitspapier gesehen? Der Fehler bei Stögers Abfindung war meiner Meinung nach größer – ihn hätte man nur freistellen sollen und nicht gleich abfinden, denn es war klar, dass sich bei Dortmund binner weniger Tage etwas tun würde. Dann wäre der Stöger-Abschied deutlich billiger geworden.

  4. ralf brostewitz says:

    …und ich frag mich manchmal, wo den eigentlich manche von euch leben ? es ist doch gang und gäbe in dieser gesellschaft und das in jedem bereich , ob wirtschaft, politik, kultur, sport etc. etc., das fehlverhalten , missmanagement, gesetzesverstöße usw. usw. eher belohnt als bestraft werden !

  5. Huey L. says:

    Übrigens, wenn man dem EXPRESS glauben schenken darf, haben wir gar nicht 500 000 Euro bekommen:
    „Aus dem Wolfsburger Umfeld war zu hören, dass er ungefähr sein zusätzliches Monatsgehalt weiterreicht, also eine Summe von unter 300 000 Euro. Das sind nicht mal zehn Prozent der im Oktober gezahlten Mega-Abfindung von 3,3 Millionen Euro!“
    Ich weiß nicht, wie zuverlässig deren Quelle ist und/oder ob es sich lediglich um einen Beitrag handelt, der „Stimmung“ machen soll… !?

  6. Juergen Lex says:

    Der Spinner! Super Mann. Der macht Dinger, da kommt der Schmadtke vor lachen nicht in den schlaf. Und der Torwart. Was macht die “ Legende “ da eigentlich. Ach ja. Eingetragen als Karneval Verein. Hahahaha

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