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Rekordmeister lädt zum Pokal-Duell: Das ist der BFC

Zehn Meistertitel in Folge für Dynamo

Der 1. FC Köln muss in der ersten DFB-Pokal-Runde gegen den BFC Dynamo ran. Dies ergab die Auslosung am Freitagabend. Damit trifft der Effzeh in der Hauptstadt auf einen ambitionierten Viertligisten, der eine Vielzahl an Erfolgen vorweisen kann. Auf ein Spiel im stimmungsvollen Jahnsportpark müssen die Kölner allerdings verzichten. 

Köln/Berlin – Es war so etwas wie der Startschuss in die Saison 2018/19: Mit der Auslosung der ersten DFB-Pokal-Runde wurden am Freitagabend die ersten Pflichtspiele der deutschen Profi- und Amateurmannschaften perfekt gemacht. Der 1. FC Köln bekommt es dabei am Wochenende des 17.-20. August mit dem Berliner Fußball Club Dynamo, kurz BFC Dynamo zu tun. Doch auf was für eigenen Gegner müssen sich die Geissböcke überhaupt einstellen?

Rekordmeister der DDR

Hinter der Hertha und Union streiten sich der Berliner AK und der BFC Dynamo darum, wer die fussballerische Nummer drei in der Hauptstadt ist. Während der Berliner AK in der Endabrechnung der Regionalliga Nordost in der abgelaufenen Saison mit zwei Punkten Vorsprung einen Platz vor dem BFC gelandet ist, kann Dynamo auf eine weitaus erfolgreichere Vergangenheit zurückblicken. Immerhin ist der Kölner Pokalgegner mit zehn Meistertiteln in Folge von 1979 bis 1988 der Rekordmeister der DDR-Oberliga und zählt damit zu den erfolgreichsten Fußballklubs dieser Liga. Im Europapokal der Pokalsieger erreichte der dreimalige Pokalsieger der DDR sogar 1971/72 das Halbfinale, wo gegen Dynamo Moskau Endstation war. Ein Jahr später schieden die Berliner im UEFA-Pokal im Achtelfinale gegen Liverpool aus.

Sportlicher Niedergang nach Wiedervereinigung

Nach der Wiedervereinigung ging es für den Verein allerdings sportlich rasant bergab. Durch die Wende verlor der Klub einen Großteil der finanziellen und personellen Unterstützung aus der Politik. Zudem schlossen sich zahlreiche Leistungsträger der Mannschaft finanziell stärkeren Klubs aus Westeuropa an. Im Jahr 2000 stieg der BFC Dynamo schließlich von der Regionalliga Nordost in die Oberliga Nordost ab, wodurch sich die wirtschaftlichen Probleme verstärkten und der Verein sogar Insolvenz anmelden musste. Dadurch verloren die Hauptstädter ihre Spielberechtigung für die Oberliga. Erst 2004 erfolgte die Rückkehr in die damals noch vierthöchste deutsche Spielklasse.

Zehn Jahre später folgte der nächste Schritt. In der Saison 2013/14 entpuppten sich die Berliner als übermächtiger Gegner in der Oberliga. Bereits am 22. Spieltag stand der Aufstieg in die Regionalliga für den BFC fest. Am Ende hatte Dynamo 34 Punkte Vorsprung auf den Zweitplatzierten. Eine Liga höher konnten sich die Berliner sofort etablieren. In der abgelaufenen Regionalliga-Saison belegte die Mannschaft von Trainer René Rydlewicz den vierten Platz und wiederholte damit das gute Ergebnis von 2016.

1 Antwort
  1. Jascha Krause says:

    „Durch die Wende verlor der Klub einen Großteil der finanziellen und personellen Unterstützung aus der Politik. “
    Vielleicht könnte man genauer ausführen, was überall im „Ostblock“ eigentlich hinter der Bezeichnung „Dynamo“ stand und daß die „Politik“ im Falle des BFC Dynamo in ganz besonderem Maße E. Mielke war.
    Da soll sich noch jemand über Speditionsunternehmer, Rote Bullen, SAP oder Hörgeräte beschweren…

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