,

„Es gefällt mir nicht“: Veh deutet weiteren Transfer an


Der 1. FC Köln hat mit den beiden Testspielen in Bonn und Wuppertal zwei Rückschläge in der Vorbereitung hinnehmen müssen. Weniger die Ergebnisse als die Spielweise gaben dabei zu denken. Auch Armin Veh, der in Bonn prompt erklärte, personell noch nachrüsten zu wollen.

Aus Wuppertal berichtet Sonja Eich

Nein, die vielen Fehler beunruhigten ihn noch nicht, gab Armin Veh am Sonntag nach dem 2:2 des FC in Wuppertal zu Protokoll. Er sehe, dass die Spieler hart arbeiten würden, um die Spielidee von Trainer Markus Anfang zu verstehen und umzusetzen. Aber Freude hatte der Sportchef nicht beim Anblick der Leistung des Teams. „Es ist zwar noch die Vorbereitung, aber was ich sehe, gefällt mir nicht.“

Hector als teaminterne Verstärkung

Veh und Anfang plädieren für Geduld mit der Mannschaft, bitten um Zeit. Diese werden die Spieler nach dem verpatzten Wochenende gegen die beiden Regionalligisten bekommen. Weitere Neuzugänge sind noch nicht im Anmarsch, lediglich Jonas Hector stößt im zweiten Trainingslager in Kitzbühel zum Team. Der so wichtige Nationalspieler soll sich dann in das neue Spielsystem eindenken und als taktisch kluger Spieler den anderen Kickern schon bald als Führungsfigur dienen.

Auf Hectors linker Seite bleibt es dabei aber bei der defensiven, teaminternen Verstärkung. Offensiv hat der 1. FC Köln bislang auf eine Neuverpflichtung anstelle des abgewanderten Leonardo Bittencourt verzichtet. Anfang wollte sich zunächst ein Bild vom bestehenden Kader machen. Sehrou Guirassy, Simon Zoller, Chris Führich und Tim Handwerker sind die Kandidaten. Doch offenbar scheinen der Trainer und Veh nun wieder die Suche nach einem externen Spieler für die Position aufzunehmen.

Wir wissen schon, dass wir noch etwas machen müssen

Joseph Paintsil war zu teuer. Nach dem jungen Angreifer aus Ghana war die Suche nach einem neuen Linksaußen vorübergehend eingestellt worden. Von den Testspielen wolle Veh weitere Transfers zwar nicht abhängig machen, erklärte der Sportchef. „Aber wir wissen schon, dass wir noch etwas machen müssen.“ Eine Aussage, die vor wenigen Wochen noch anders klang. Man könne auch mit dem jetzigen Kader in die Saison gehen, er sei stark genug für den Aufstieg, besser als in der Vorsaison. Sind diese Worte nun überholt?

Veh sieht noch immer genügend Zeit und will erst einmal die Vorbereitung – und wohl auch den Saisonstart – abwarten. „Wir schauen uns jetzt die Vorbereitung an. Danach haben wir noch genügend Zeit, etwas zu tun.“ Danach wäre also im August, was trotzdem die Frage aufwirft, warum der FC noch warten will, wenn doch klar zu sein scheint, dass „wir noch etwas machen müssen“. Je früher der Neuzugang an Bord wäre, desto schneller könnte er sich an den FC sowie an das Spielsystem gewöhnen. Doch beim FC wartet man ab.

0 Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

Willst du an der Diskussion teilnehmen?
Mache mit!

Schreibe einen Kommentar