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Höger in der Reha: „Wir schauen von Tag zu Tag“

Nach seiner Schulterverletzung aus dem Testspiel in Eichstätt hat Marco Höger am Donnerstag beim 1. FC Köln seine Reha begonnen. Einen genauen Zeitplan für die Rückkehr des Mittelfeldspielers gibt es jedoch noch nicht. 

Köln – Es waren keine 120 Sekunden beim ersten Test in Eichstätt gespielt, als Marco Höger zu Boden ging. „Ich glaube ich hatte erst zwei Ballkontakte“, erinnert sich der Mittelfeldmann. „Man unterstellt keinem eine Absicht und ich mache meinem Gegenspieler keinen Vorwurf. Aber ob man in der zweiten Minute so dahin gehen muss, ist eine andere Frage“, erklärte der 28-Jährige.

Vorsicht beim Reha-Training

Nach seiner Schultereckgelenkssprengung geht es Höger „den Umständen entsprechend. Es war natürlich schon mal besser.“ Vor allem die Ruhigstellung des linken Armes koste einiges an Nerven. „Bei dem schönen Wetter ist die Bandage natürlich nicht so angenehm. Grundsätzlich fühlt es sich ganz gut sein, aber man unterschätzt, dass man die Schulter schon recht häufig im Alltag braucht. Das stört natürlich.“

In der Reha kann Höger jedoch schon einige Übungen absolvieren. Die unteren Extremitäten sind sowieso nicht eingeschränkt. Aber auch am Oberkörper kann der Kölner schon weiter trainieren. „Ich kann relativ viel machen. Vom Bewegungsausmaß her muss ich aufpassen und darf eine bestimmte Gradzahl in der aktiven Bewegung nicht überschreiten“, berichtete Höger von seiner Therapie.

Es kommt auf meinen Körper an

Zumindest vom Zeitpunkt her ist Höger froh, sich die Verletzung zu Beginn der Vorbereitung zugezogen zu haben. „Ich versuche, das Positive mit raus zu nehmen. Wenn es während der Saison passiert wäre, hätte ich direkt die nächste Spiele verpasst. Andererseits legt man in der Vorbereitung den Grundstein. Aber für einen Wettkampfsportler ist es glaub ich immer besser, wenn so etwas in der Vorbereitung passiert als während der Saison.“

Nach der Ruhigstellung durch die Bandage folgt dem normalen Therapieverlauf zufolge zunächst die Bewegung von Fingern, Hand und Ellenbogen, ehe es in die schmerzfreie Mobilisation übergeht. Erst danach kann die abgeschwächte Muskulatur wieder auftrainiert werden. Wie lange dieser Prozess bei Höger dauern wird, ist noch nicht klar. „Das kommt ganz auf meinem Körper an und wie ich mich fühle. Wir werden dann von Woche zu Woche und von Tag zu Tag schauen, wie es sich entwickelt.“ Auch Trainer Markus Anfang macht seinem Spieler keinen Zeitdruck: „Wenn du eine Zeitvorgabe machst, gibst du einen gewissen Druck. Wichtig ist, dass er nachhaltig gesund ist. Dann steigt er lieber eine Woche später ein, ist aber dafür die ganze Saison fit.“ Fest steht zumindest, dass Höger in jedem Fall die ersten Saisonspiele verpassen wird. Anfangs Aufgabe ist bis zum Saisonstart also, den passenden Ersatz für seinen defensiven Mittelfeldspieler zu finden.

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