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Rechtsverteidiger-Alarm! Auch Schmitz verletzt – Glück für Czichos

Der 1. FC Köln hat im letzten Testspiel der Vorbereitung auf die Zweitliga-Saison für Furore gesorgt und den 1. FSV Mainz 05 mit 5:3 (3:1) besiegt. Danach kehrten die Geissböcke aber auch mit Sorgen aus Bonn zurück. Denn plötzlich steht der Effzeh ohne Rechtsverteidiger da – schon wieder.

Bonn – Die zweite Halbzeit hatte gerade erst angefangen, da war das Spiel für Benno Schmitz vorbei. Der Rechtsverteidiger verletzte sich am hinteren Oberschenkel, musste aus der Partie genommen werden. „Ich weiß noch nicht, was es ist“, sagte Trainer Markus Anfang naturgemäß unmittelbar nach dem Spiel. „Wir werden Bilder machen lassen.“

Neue Saison, alte Sorgen

Doch der FC-Trainer dürfte bereits wissen: Gegen den VfL Bochum und auch in den ersten Wochen nach dem Ligaauftakt wird Schmitz nicht zur Verfügung stehen. „Es ist nicht erklärbar“, schilderte Anfang die Situation zur Verletzung. „Das war die erste Aktion nach der Pause. Das war keine Müdigkeit.“ Dennoch zog sich Schmitz wohl eine Muskelverletzung zu. Und somit fällt nach Matthias Bader auch der zweite Rechtsverteidiger zunächst aus. Denn Bader hatte sich bereits im Spiel gegen Werder Bremen am Hüftbeuger verletzt.

Kaum zu glauben, aber damit gehen die Sorgen der Geissböcke auf der Rechtsverteidiger-Position auch in der neuen Saison weiter. In der vergangenen Spielzeit hatte der FC dort zwar mit Pawel Olkowski und Lukas Klünter zwei Spieler nominell im Kader gehabt, diese aber dort nicht mehr eingesetzt. Frederik Sörensen half aus, konnte dem Team aber nicht helfen. Marcel Risse stand nur allzu selten zur Verfügung und spielte in der Rückrunde vorne rechts.

Wer kann hinten rechts aushelfen?

Nun muss Anfang sich die Frage stellen, wer für Schmitz und Bader vorübergehend diese Position übernimmt. Jannes Horn könnte die Seite wechseln. Risse könnte, wie gegen Mainz in Halbzeit zwei, zurückrücken. Dass Sörensen gegen den FSV nicht zum Einsatz kam, macht klar, dass der Däne keine Option ist. Das Trainerteam hat also trotz aller positiven Erkenntnisse aus dem Mainz-Sieg eine Baustelle, die so nicht absehbar war.

Dagegen atmete der FC-Tross in der 79. Minute auf, als plötzlich auch noch Rafael Czichos im gegnerischen Strafraum liegen geblieben war. Mainz-Keeper Zetner hatte den neuen Kölner Abwehrchef rustikal abgeräumt. Der FC-Neuzugang hielt sich daraufhin den linken Arm, musste am Ellenbogen behandelt werden. Erst nach einer Minute gab FC-Doc Peter Schäferhoff Entwarnung. Czichos konnte die Partie beenden.

6 Kommentare
  1. Thilo Schiffer says:

    Beide Spieler werden vermutlich nicht lange verletzt sein, insofern macht eine Panikverpflichtung kurz vor dem Start keinen Sinn.
    Die Offensivvariante wäre Risse, Defensiv hat Sörensen auch schon einige gute Spiele auf der Position gemacht.
    Aber in Köln muss man sich ja offensichtlich immer auf bestimmte Spieler einschiessen, davor waren es Rausch, Brecko und ganz früher Wome. Die AVs haben in Köln immer einen schweren Stand, warum auch immer.

  2. Klio says:

    Laut Kicker soll die MRT-Untersuchung bei Schmitz einen kleinen Sehneneinriss im linken Oberschenkel ergeben haben. Ein Einriss, zumal ein kleiner, ist weit weniger dramatisch als ein Riss. Auch muss man nicht zwanghaft nach einem Systemfehler suchen (wie mangelnde Fitness oder Hybridrasen), denn die Verletzungen bei Bader und Schmitz sind unterschiedlich und zwei Verletzungen sind noch keine Serie (und somit noch kein schlechtes Vorzeichen). Natürlich dumm, dass es beide Rechtsverteidiger auf einmal trifft.

    Weil vorne die Alternativen zur Verfügung stehen, ist durchaus denkbar, dass Risse hier gut einspringen könnte. Letztlich hat er als einziger nomineller Verteidiger gestern ein Tor geschossen. Der Kicker bringt auch Meré ins Spiel. Wenn zudem Horn eine Alternative für rechts sein sollte, umso besser. So wie es aussieht, scheint weder bei Bader noch bei Schmitz die Genesung unabsehbar. Fraglich, ob es sinnvoll wäre, jetzt einen ausgesprochenen Rechtsverteidiger zu holen, der sich vielleicht erst dann richtig in das Spielsystem eingefunden hat, wenn Bader und Schmitz wieder einsteigen können. Maximal ein vielseitig einsetzbarer Spieler, der (wie Risse) auch rechts hinten spielen kann, könnte dem FC etwas bringen.

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