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Training der Reflexe: Spezialbrille für die Torhüter

Ein bisschen sieht sie aus wie die „Thug Life“-Brillen, mit Gangsterleben oder dem Rapper Tupac hat sie allerdings herzlich wenig zu tun: Timo Horn, Thomas Kessler und Brady Scott trainieren in Kitzbühel mit speziellen Brillen, um ihre Reaktionsfähigkeit zu verbessern.

Aus Kitzbühel berichtet Marc L. Merten

Aus kurzer oder größerer Distanz, hoch oder flach – Torwarttrainer Andreas Menger forderte seine Keeper in Kitzbühel am ersten Trainingstag auf besondere Art. Timo Horn, Thomas Kessler und Brady Scott mussten am Freitag eine spezielle Brille tragen, die ihre Sicht deutlich einschränkte. Dann mussten sie Schüsse parieren, die sie nicht kommen sahen.

Es flackert und flimmert vor den Augen

„Es flackert und flimmert vor den Augen oder wird komplett schwarz“, erklärte Horn die Funktion der Brille. In mehreren Stufen sei einstellbar, wie häufig und lange ein schwarzer Filter die Brille verdunkele, wodurch die Torhüter nicht sehen könnten. „Wenn man dann wieder klar sieht, ist der Ball deutlich näher gekommen.“ So sollen unter anderem Schüsse aus dem Rückraum simuliert werden, wenn im Strafraum viele Spieler den Torhütern die Sicht verbergen.

Unter Menger hat sich das Torhütertraining deutlich verändert. Zusammen mit seinem Vorgänger Alexander Bade hatte der Ex-Profi des FC in der Saison 2016/17 den ersten UEFA-Torwarttrainer-Lizenzlehrgang absolviert. Nun führt er neue Trainingsmethoden ein, um die Keeper auf die neue Saison vorzubereiten.

Bartels noch nicht in Kitzbühel

Noch nicht ins Trainingslager gereist ist übrigens Jan Christoph Bartels. Dieser liefert sich mit Brady Scott in der Vorbereitung den Kampf um die Nummer drei hinter Horn und Kessler. In Kitzbühel wechseln sich die Torhüter ab. Zunächst ist der US-Amerikaner mit dabei. Am Montag tauschen die beiden Keeper, dann kommt Bartels und Scott reist zurück nach Köln.


In einer früheren Version des Artikels hieß es, dass Scott im Rennen gegen Bartels um die Nummer drei leicht die Nase vorn haben würde und dass Scott die ganze Zeit in Kitzbühel bleiben würde. Dies war nicht korrekt und wurde korrigiert.

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