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Erfahrener Sobiech: „Ich bin nicht für die Bank gekommen“

Aus dem Fünfkampf ist ein Dreikampf geworden: Beim 1. FC Köln hoffen Rafael Czichos, Jorge Meré und Lasse Sobiech auf einen der beiden Plätze in der Innenverteidigung zum Ligastart beim VfL Bochum. Der Erfahrenste unter ihnen ist Sobiech. Doch gerade er könnte sich am Samstag auf der Bank wiederfinden.

Köln – Insgesamt 131 Zweitliga-Spiele hat Lasse Sobiech in seiner Karriere schon absolviert. Nur Matthias Lehmann dank seiner 252 Partien und Simon Terodde (187 Spiele) verfügen im Bundesliga-Unterhaus über mehr Erfahrung. Doch alle drei könnten am Samstag um 13 Uhr beim VfL Bochum nicht auf dem Rasen stehen, sondern auf der Bank sitzen.

Spülen die Sorgen auf rechts Sobiech ins Team?

In den letzten Tests gegen Bremen und Mainz ließ Trainer Markus Anfang in der Innenverteidigung das Paar Czichos/Meré ran. Das Duo sollte sich einspielen, weil die beiden im Spielaufbau deutliche Vorteile gegenüber Sobiech haben. Während Frederik Sörensen und Yann Aurel Bisseck im Kampf um die Startelf keine Rolle spielen, hatte sich der Ex-Paulianer deutlich größere Chancen ausgerechnet. Wegen seiner Erfahrung, wegen seiner enormen Kopfballstärke (1,96 Meter groß), wegen seiner robusten und resoluten Zweikampfführung. Doch aktuell läuft alles auf Czichos und Meré hinaus.

„Ich bin nicht gekommen, um mich auf die Bank zu setzen“, sagte Sobiech am Mittwoch. „Ich will so viele Spiele machen wie möglich.“ Dafür aber muss er wohl in Bochum hoffen, dass ihn die Not auf der Rechtsverteidiger-Position ins Team spült. Weil Matthias Bader und Benno Schmitz verletzt sind, muss Anfang in dieser Woche die Alternativen testen. Am Dienstag und Mittwoch waren dies zunächst Marcel Risse und Matthias Lehmann. Doch auch Meré soll eine Überlegung sein. Der Spanier hatte in der Vorsaison im Heimsieg gegen Bayer Leverkusen bewiesen, dass er sich dort behaupten kann. Risse hingegen zeigte in den letzten Wochen immer wieder, dass er sich wegen seines Knies in harten Zweikämpfen nicht immer sicher fühlt. Keine gute Voraussetzung für Bochum, denn beim VfL hätte Risse es vornehmlich mit dem deutschen Ex-Nationalspieler Sidney Sam zu tun.

Bochum hat die gewisse Härte der Zweiten Liga

Also doch Meré, sodass Sobiech ins Zentrum rücken würde? Wahrscheinlich ist es nicht. Meré wurde bislang kaum einmal im Spielaufbau auf rechts getestet, und das, obwohl sich die Spielart der Außenverteidiger im Ballbesitz unter Anfang deutlich von den gewöhnlichen Abläufen unterscheidet. Dennoch wüsste Anfang, dass er Sobiech alleine aufgrund dessen Zweitliga-Erfahrung jederzeit bringen könnte. Der 27-Jährige hat sich jedenfalls schon an Köln und die neue Spielidee gewöhnt. „Wir haben viel trainiert, viel taktisch gearbeitet“, sagte Sobiech. „Ich glaube, dass das System zwar die ganze Saison über noch nicht perfekt sein wird. Aber ich glaube, dass wir mit diesem System sehr erfolgreich sein können.“ Auch gegen Bochum. „Der VfL hat viele gute Einzelspieler und die gewisse Härte, die dazu gehört in der Zweiten Liga. Das wird eine sehr schwere Aufgabe.“

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