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Louis Schaub: „Wenn man es nicht probiert, kann auch kein Tor fallen“

Im Sommer wechselte Louis Schaub zum 1. FC Köln. In seinen ersten Spielen im FC-Trikot zeigte sich der österreichische Neuzugang variabel in der Offensive und bekam für seine Spielweise schon Szenenapplaus. Der 23-Jährige sieht aber noch viel Verbesserungspotential – bei der Mannschaft, aber auch für sein eigenes Spiel.

Köln – Louis Schaub gehört seit zwei Monaten zum Kölner Team. Zuvor war er für Rapid Wien aktiv, wo dem variablen Offensivspieler in 204 Einsätzen 45 Treffer und 30 Torvorlagen gelangen. Auch deswegen holte der Effzeh Schaub für eine Ablösesumme von rund 3,5 Millionen Euro in die Domstadt. Beim Effzeh zeigte der Neuzugang auf Anhieb seine Qualitäten: Tempodribblings auf der halbrechten oder rechten Position, in die Mitte ziehen, Mitspieler bedienen oder selbst den Torabschluss suchen. Nur das mit Toreschießen ist ihm in der Liga noch nicht geglückt.

Meine Rolle ist variabel

„Es war immer ein Problem von mir, dass ich zu selten den Abschluss gesucht habe“, sagte der Österreicher am Mittwoch. „Daran muss ich arbeiten. Aber wenn man es nicht probiert, kann auch kein Tor fallen.“ Schaub will an seiner Torgefahr arbeiten – egal, auf welcher Position FC-Trainer Markus Anfang ihn einsetzt. „Meine Rolle ist sehr variabel. Der Trainer gibt uns auch viele Freiheiten. Er fordert aber, dass jede Position besetzt ist“, sagte er und ergänzte: „Ich fühle mich rechts wohler, weil ich dann auch mal reinziehen kann.“

Mit dem Auftakt des 1. FC Köln in die Zweitligasaison ist Schaub zufrieden. „Ich denke, es war ein guter Start von uns. Natürlich hätten wir das Heimspiel gegen Union Berlin gerne gewonnen.“ Doch der Österreicher sieht bei der Leistung seiner Mannschaft noch Luft nach oben. „Wir hatten in jedem Spiel eine Phase, in der der Gegner stärker geworden ist. Wir haben auch Konter-Gegentore bekommen. Daran müssen wir arbeiten. Auch offensiv müssen wir uns noch mehr Torchancen erarbeiten.“

Wir werden mehr Räume bekommen

Der Offensivspieler sieht sein Team dabei auf einem guten Weg. „Wir verstehen uns immer besser. Im letzten Spiel konnten wir Druck aufbauen und hatten einige Torchancen. Simon Terodde hat die Dinger dann gut reingemacht.“ Auch mit dem 4-1-4-1-System von Markus Anfang kommt Schaub gut zurecht. Auf die Frage, ob er das System denn mit einfachen Worten seinen Freunden erklären könnte, antwortete der 23-Jährige schmunzelnd: „Das könnte etwas länger dauern. Die müssten sich auch gut mit Fußball auskennen, damit sie das verstehen.“ Etwas ernster fügte Schaub hinzu: „In der Mannschaft haben wird das schon ganz gut verstanden. Da sind wir auf einem guten Weg.“

Beim Effzeh fühlt sich der Neuzugang wohl, auch wenn er sich noch an den Fußball in der 2. Bundesliga gewöhnen muss. „Die ersten Spiele waren schon sehr intensiv. Das war auch schon in der Vorbereitung so. Das habe ich aber auch erwartet.“ Vor der kommenden Aufgabe gegen den FC St. Pauli hat er Respekt. „Das wird sicher ein ganz schwieriges Spiel. Das Stadion wird ausverkauft sein, der Gegner ist sehr stark. Das hat man in den letzten Wochen gesehen.“ Doch der Offensivspieler zeigte sich durchaus selbstbewusst. „Ich glaube, dass es ein offeneres Spiel wird, als gegen Aue. Die wollen im eigenen Stadion natürlich auch gewinnen. Aber wir müssen unser Spiel durchziehen. Wir werden wahrscheinlich mehr Räume haben und können wahrscheinlich auch mal einen Konter setzen.“ Vielleicht gelingt Schaub dann auch sein erster Liga-Treffer im FC-Trikot.

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