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Noch immer ohne Verein: Wohin geht Dominic Maroh?

Der 1. FC Köln ist für Dominic Maroh inzwischen Vergangenheit. Der Innenverteidiger trainierte in diesem Sommer individuell, bereitete sich mit Claudio Pizarro und Dennis Diekmeier unter Anleitung von Benny Kugel auf die neue Saison vor. Doch der 31-Jährige wartet weiter auf das richtige Angebot eines anderen Klubs.

Köln – Er wohnt noch in Köln, er trainierte auf Mallorca, er hofft auf einen neuen Job: Dominic Maroh gehörte zwischen 2012 und 2018 lange Zeit zum festen Stamm beim 1. FC Köln. Nun droht ihm das Schicksal, Teil des „FC Arbeitslos“ zu werden, wie die Mannschaft der vertragslosen Spieler der Spielergewerkschaft VDV auch genannt wird.

Nicht an Transferfenster gebunden

An den 31. August 2018 als letzten Transfertag der Hinrunde ist Maroh als vertragsloser Spieler zwar nicht gebunden. Doch dann schließen die allermeisten Profimannschaften in Europa ihre Kaderplanungen vorläufig ab. Nur Verletzungen ändern dann in der Regel noch einmal etwas am Interesse an vertragslosen Spielern. Daher ist Marohs Beratungsagentur SportsTotal seit Wochen bemüht, für den 31-Jährigen einen neuen Klub zu finden – bislang ohne Erfolg.

Auf Mallorca hatte sich Maroh im Juli fit gehalten, zusammen mit Claudio Pizarro, der inzwischen wieder bei Werder Bremen unter Vertrag steht, und Dennis Diekmeier, der ebenso noch keinen neuen Verein gefunden hat. Wie umkämpft der Markt für Spieler wie Maroh jedoch ist, zeigt, dass auch andere deutsche Innenverteidiger wie Philipp Wollscheid (29) oder Serdar Tasci (31) aktuell noch ohne Klub sind, andere wie Frederik Sörensen monatelang keine attraktiven Angebote vorgelegt bekamen. Maroh wird sich also womöglich noch in Geduld üben.

Halfar bangt um Karriere

Ein anderer Ex-Kölner kämpft dagegen um seine Karriere. Daniel Halfar, der ehemalige Mittelfeldspieler, der den FC unter Peter Stöger mit zum Aufstieg 2014 führte, hat auch noch keinen neuen Verein gefunden. Der 30-Jährige war im Februar an der Hüfte operiert worden und anschließend den Rest der Rückrunde beim 1. FC Kaiserslautern ausgefallen. Dort hatte er nach dem Abstieg in Liga drei keinen neuen Vertrag erhalten. Seitdem ist es ruhig geworden um Halfar. Ob der Spielmacher überhaupt noch einmal auf den Rasen zurückkehren kann, hatte er in einem seiner letzten öffentlichen Auftritte offen gelassen. „Ich will erst einmal wieder gesund werden und schmerzfrei gehen und laufen können“, hatte Halfar gesagt.

6 Kommentare
  1. Paul says:

    Es ist absehbar, dass durch die immer höheren athletischen Anforderungen an die Spieler eine Karriere als Profifußballer immer kürzer wird. Dadurch werden die Anforderungen an einzelne Vertragsabschlüsse noch höher und die Bereitschaft zum Wechseln noch größer werden als früher. Es macht deshalb Sinn, viel in die Jugendarbeit zu investieren. Gut, dass wir unsere U-21 haben, die von Erfolg zu Erfolg stürmt. Vielleicht liegt es ja an dem antiken Charme des Geißbockheims mit seiner berühmten Reliquie, der Shampooflasche von Hennes Weisweiler.

    • Hans-Jörg Fischer says:

      „Es ist absehbar, dass durch die immer höheren athletischen Anforderungen an die Spieler eine Karriere als Profifußballer immer kürzer wird …“
      Steile These! Woran machen Sie das fest? Am Einzelschicksal von Daniel Halfar?
      Gegenbeispiel: Gianluigi Buffon (40)

  2. LOCUTUS says:

    Zitat: „Wie umkämpft der Markt für Spieler wie Maroh jedoch ist, zeigt, dass auch andere deutsche Innenverteidiger wie Philipp Wollscheid (29) oder Serdar Tasci (31) aktuell noch ohne Klub sind, andere wie Frederik Sörensen monatelang keine attraktiven Angebote vorgelegt bekamen.“ Für mich ist dies kein Indiz für einen umkämpften Markt, sondern das genaue Gegenteil !

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