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Torschütze Czichos: Die Suche nach dem Limit

Kaum einer beim 1. FC Köln weiß besser als Rafael Czichos, wozu eine eingespielte Mannschaft unter dem Trainer Markus Anfang in der Zweiten Liga fähig sein kann. Der Innenverteidiger hat den Geissböcken am Samstag mit seinem Tor zum Sieg über den VfL Bochum verholfen. Nun will der neue Abwehrchef zuhause die nächste Duftmarke setzen.

Köln – Sein Abstauber nach dem Schuss von Christian Clemens in Bochum brachte den Sieg und den ersten Dreier der Saison. Rafael Czichos hätte sich in Köln keinen besseren Einstand wünschen können. Das 2:0 selbst erzielt, die Abwehr zusammen gehalten, kein Gegentor zugelassen, dazu bereits der klare Abwehrchef der Geissböcke: Der 28-Jährige hat einen Blitzstart beim FC hingelegt.

Wir wollen Stück für Stück an unser fußballerisches Limit kommen

„Es war schön für mich das erste Mal in einem Ligaspiel für den FC auf dem Platz zu stehen“, sagte Czichos am Dienstag. „Jetzt freue ich mich riesig auf das Heimspiel.“ Am kommenden Montag geht es gegen Union Berlin. Gegen die Hauptstädter hat Czichos noch eine Rechnung offen, war es doch das Team, das Holstein Kiel in der letzten Saison die meisten Gegentore einschenkte (3:4 im Hinspiel, 2:2 im Rückspiel). Zwar wird bei den „Eisernen“ Mittelstürmer Sebastian Polter verletzt fehlen. Doch Czichos ist gewarnt.

Zumal spielerisch bei den Geissböcken noch nicht alles funktioniert und die Abwehr in Bochum diverse Konter hatte überstehen müssen. „Wir wissen alle, dass das in Bochum noch nicht das war, was wir können. Darum wissen wir, dass noch viel Arbeit vor uns liegt.“ Kämpferisch und in Sachen Leidenschaft hatte der FC in Bochum vor allem in Hälfte zwei alles reingeworfen. Ein Umstand, der gerade in engen Spielen in den kommenden Monaten immer wieder entscheidend sein dürfte. Aber spielerisch sind die Geissböcke unter Anfang noch nicht da, wo sie hinwollen. Kaum einer kann das besser beurteilen als Czichos, der zusammen mit Dominick Drexler bereits unter dem Ex-Kieler Trainer spielte. „Wir wollen Stück für Stück an unser fußballerisches Limit kommen“, sagte Czichos. „Ich hoffe, dass es sehr schnell geht.“ Am besten schon in den kommenden Heimspiele gegen Union Berlin und Erzgebirge Aue.

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