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Kommentar: Tabellenführung? Nachlegen ist wichtiger!

Der 1. FC Köln hat sich mit dem 2:0-Sieg in Sandhausen erneut die Tabellenführung in der Zweiten Liga gesichert. Weil der Hamburger SV daheim gegen Jahn Regensburg ein Debakel erlebte (0:5) und auch die anderen Topteams nicht gewannen, schob sich der Effzeh wieder auf Rang eins. Das aber darf nur eine untergeordnete Rolle spielen.

Köln – Mit 13 Punkten aus sechs Spielen liegt der 1. FC Köln nach dem Saisonbeginn auf Kurs Bundesliga. Ein Zwei-Punkte-Schnitt und 68 Punkte oder mehr reichten noch immer, um am Ende einer Saison den Aufstieg zu schaffen. Der Effzeh hat durch den Sieg in Sandhausen also den Ausrutscher gegen Paderborn korrigiert. Wenn es denn bei dem Ausrutscher bleibt.

Dass diese Zweite Liga nahezu unberechenbar ist, zeigte an diesem Wochenende nicht nur die herbe Klatsche für den HSV. Die hoch eingeschätzten Ingolstädter kommen weiter nicht ins Laufen. St. Pauli konnte sich erst jetzt einmal ein bisschen befreien. Die kriselnden Dresdner meldeten sich schlagkräftig gegen das defensiv eigentlich so stabile Darmstadt (4:1) zurück. So gibt es in der Liga offenbar auch in dieser Saison kaum einmal klare Favoriten. Außer den FC und den HSV. Doch was dieser „Favoritenstatus“ wert ist, hat der HSV nun schon zum zweiten Mal nach der Auftaktpleite gegen Kiel zu spüren bekommen. Und die Geissböcke erinnern sich noch mit Grauen an die fünf Gegentore gegen Paderborn.

Keine Aufholjagd, sondern die Pole Position

Warnungen haben die Kölner nun also schon früh in der Saison zur Genüge erhalten. Gegen Sandhausen haben sie sich diese zu Herzen genommen. Fußballerisch war der Auftritt zwar der mit Abstand schwächste der bisherigen Saison, das Ergebnis jedoch passte. Und das ist, guter Fußball als Wunschziel hin oder her, das einzige, was zählt. Auswärts klappte in Sachen Ergebnis beim FC bislang alles: drei Spiele, drei Siege. Daheim ist die Bilanz mit vier Punkten aus drei Spielen dagegen noch ausbaubar. Daher wird es am Dienstagabend gegen Ingolstadt vor allem darum gehen, vor heimischem Publikum nachzulegen.

Armin Veh erklärte am Freitagabend erneut, dass ihm die Tabellenführung zu einem so frühen Zeitpunkt in der Saison nichts bedeuten würde. Doch der Sportchef betonte auch, wie immens wichtig es sei, dass der FC von Beginn an oben mit dabei sei. Keine Aufholjagd, sondern einen Kampf um die Pole Position: Das hat Köln mit seinem Saisonstart erreicht. Nun gilt es, aus dieser Position der Stärke heraus genau diese weiter zu demonstrieren. Die erhaltenen Warnungen im Hinterkopf behaltend, sich auch vor heimischem Publikum an die Grundaufgaben erinnernd: Dann könnte es auch gegen Ingolstadt mit einem Sieg klappen.

2 Kommentare
  1. Paul says:

    Das ist die komplett falsche Denke … nur das Ergebnis zählt, egal, wie es erzielt wurde. Der Grottenkick gegen Sandhausen war ein eklatanter Rückschritt in alte „Spiel-den-Ball-zu-Timo“-Zeiten. Der Gegner hatte alle Zeit, sich zu organisieren. Eine tolle Einzelaktion und ein Standard reichten aus, um diese schwache Mannschaft zu besiegen, aber es wird doch wohl niemand erwarten, so in der Bundesliga bestehen zu können! Das ist nicht der Fußball, für den man Markus Anfang verpflichtet hat, das konnte Peter Stöger besser, und wohin das geführt hat, haben wir ja alle erlebt.

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