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Markus Anfang stellt klar: „Es gibt keinen Bonus!“

Für den 1. FC Köln geht es bald Schlag auf Schlag. Mit vier Spielen in zwölf Tagen hat die Mannschaft von Trainer Markus Anfang einen vollen Terminkalender. Gut, dass der Coach auf einen breiten Kader zurückgreifen kann. Denn nach der Länderspielpause werden die Karten für die Spieler offenbar wieder neu gemischt.

Köln – Das Hauen und Stechen um die Plätze in der Startelf ist beim Effzeh aktuell besonders groß. Fast alle Spieler sind fit, für alle Positionen stehen gleich mehrere Optionen bereit. Wer setzt sich in der Innenverteidigung durch, auf wen baut der Trainer hinten rechts? Spielt Jonas Hector im Zentrum, oder doch wieder als Linksverteidiger? Jede Personalentscheidung zieht Konsequenzen auf anderen Positionen nach sich. Wer glaubt, dass die Mannschaft, die an den ersten vier Spieltagen auf dem Platz stand, das auch weiterhin tun wird, hat sich offenbar getäuscht. Denn Markus Anfang fordert alle Spieler.

Es gibt keinen Bonus

Die Kölner sind gut in die neue Spielzeit gestartet. Bei einem Sieg gegen den SC Paderborn winkt dem Effzeh sogar einen neuer Startrekord. In der zweiten Liga hatten die Geissböcke nach fünf Spieltagen noch nie 13 Punkte auf dem Konto. Trotz der guten Auftritte setzt Anfang aber weiterhin auf den gesamten Kader. Am Dienstag stellte er klar: „Es gibt keinen Bonus.“

Die Spieler, die bis zur Länderspielpause für den Effzeh gespielt haben, sieht der FC-Coach also nicht im Vorteil gegenüber den bisherigen Reservisten. Zumal der Trainer schon häufiger beteuerte: „Es gibt keine zweite Reihe.“ Von einem Bonus will der FC-Trainer nichts wissen. „Wenn das so wäre, dann hätten wir gegen St. Pauli ja auch nicht Lasse Sobiech spielen lassen dürfen“, sagte Anfang.

Würden uns unserer Qualität verschließen

Der Trainer setzt demonstrativ auf die Qualität des gesamten Kaders. Wohl auch, um den Konkurrenzkampf weiter hoch zu halten: „Wenn wir einen Bonus vergeben, dann verschließen wir den anderen Spielern den Weg. Dann müssten wir immer die gleiche Mannschaft aufstellen, nach dem Motto: ‘Never change a winning team’“, so Anfang. „Dann würden wir uns auch der Qualität im Kader verschließen. So sind wir variabel, weil wir immer wieder anders aufstellen können.“ Die Variabilität seiner Spieler – und die seines Systems – ist für Anfang ein wichtiger Faktor im Kölner Spiel. Auch, wenn noch nicht alles klappt.

„Wir  wollen variabel sein. Es braucht seine Zeit, dass die Jungs die Positionen besetzen, wo jeder seine Stärken einsetzen kann und jeder weiß, was zu tun ist. Das ist ein Prozess. Und das gelingt mal gut und mal weniger gut.“ Weniger gut klappte das zuletzt im Testspiel gegen den SV Wehen Wiesbaden, als die Spieler, welche zuletzt kaum gespielt hatten, ihre Chance erhielten. In der 2. Bundesliga will Anfang mit seiner Mannschaft wieder ein anderes Gesicht zeigen: „Im Fußball passieren oft Dinge, die man nicht beeinflussen kann. Ergebnisse können wir nicht planen. Aber wir können ein gutes Spiel machen und uns belohnen.“ Mit welchem Personal der Trainer dieses Unterfangen angehen wird, ist allerdings offener denn je.

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