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SC Paderborn: Kein gewöhnlicher Aufsteiger – kein gewöhnlicher FC-Gegner

Am Sonntag empfängt der 1. FC Köln den SC Paderborn. Gegen den Aufsteiger will der Effzeh den zweiten Heimsieg der Saison. Doch die Ostwestfalen haben den Effzeh in der Vergangenheit schon häufiger geärgert. Paderborn ist kein gewöhnlicher Gegner für die Geissböcke.

Köln – In der Spielzeit 2013/14 stieg der 1. FC Köln das letzte Mal in die 1. Bundesliga auf – zusammen mit dem SC Paderborn. Der Effzeh holte damals sich die Zweitliga-Meisterschaft, Paderborn wurde Vizemeister. Die Entwicklungen, die beide Klubs seitdem genommen haben, hätten unterschiedlicher kaum sein können. Nun treffen sich beide Vereine in der 2. Liga wieder.

Köln etabliert sich, Paderborn steigt zwei Mal ab

In der 1. Bundesliga etablierten sich die Domstädter unter Peter Stöger und erreichten in der Spielzeit 2016/17 sensationell das internationale Geschäft. Nur eine Saison später stiegen die Geissböcke jedoch ab. Paderborn hingegen wurde nach dem Aufstieg in die 1. Bundesliga regelrecht durchgereicht. Dem Abstieg in die 2. Liga folgte nur ein Jahr späer der bittere Gang in die 3. Liga. Erst im zweiten Anlauf schaffte Paderborn in der Saison 2017/18 die Rückkehr in die 2. Liga. Das allerdings mit einem Ausrufezeichen.

Mit 90 erzielten Treffern stellte der SC Paderborn in der vergangenen Spielzeit das treffsicherste Team in der 3. Liga dar. Die geballte Offensiv-Power konnte der Klub an den ersten vier Spieltagen jedoch nicht in der 2. Bundesliga fortsetzen (sechs Tore). Bislang stellt der Effzeh mit elf erzielten Treffern den besten Angriff der Liga. Dennoch ist der 1. FC Köln vor dem Duell mit den Ostwestfalen gewarnt.

Der letzte FC-Sieg liegt über fünf Jahre zurück

Denn die Domstädter konnten nur drei der bisherigen zehn Pflichtspiele gegen Paderborn für sich entscheiden. Bei den letzten vier Aufeinandertreffen blieb der Effzeh zudem ohne Sieg. Der letzte Erfolg des 1. FC Köln stammt aus der Saison 2012/13. Köln gewann mit 3:0, Christian Clemens bereitete damals zwei Tore vor.

Die letzte Duelle lieferten sich die Klubs in der Spielzeit 2014/15 in der 1. Bundesliga. Beide Spiele endeten 0:0. Im Unterhaus trafen Köln und Paderborn zuletzt in der Aufstiegssaison 2013/14 aufeinander – mit dem besseren Ende für den SCP. Im ersten Spiel rettete Köln in der Nachspielzeit einen Punkt, das Rückspiel gewann Paderborn mit 1:0. Am Sonntag treffen Köln und Paderborn wieder aufeinander. Dieses Mal will der Effzeh aber das bessere Ende für sich.

5 Kommentare
  1. Ottla says:

    Ich gehöre ja eher zu den vorsichtigen Vertretern – aber man muss klar sagen: im Prinzip kann der FC sich nur selbst im Weg stehen… sprich: ganz klar müssen sie den SCP schlagen. Wenn die Mannschaft konzentriert bleibt und jeden Gegner ernst nimmt und sich zudem noch erwartungsgemäß steigert, dann halte ich den von vielen Experten prognostizierten Rekord-Aufsteiger FC 2019 für ein ziemlich realistisches Szenario.

  2. OlliW says:

    Ich gebe Dir Recht, Ottla. Auch ich bin vorsichtig und hab gestern auch schon meine leichten Bedenken geäußert, dass der FC solche Chancen, sich abzusetzen, sich zu stabilisieren, einen Schritt weiterzugehen, alle zweifel zu beseitigen etc. in der Vergangenheit sehr, sehr oft ungenutzt ließ und dann unntöig verloren hatte. Ich denke, dass die das am Sonntag hinkriegen. Aber trotzdem bleibt ein Restzweifel, eine Angst, die einem im Nacken sitzt. Doch, wie Du schon sagst, ist das Potenzial absolut vorhanden und die Mannschaft kann sich nur selbst im Weg stehen, wenn sie das nicht gewinnen. Auch wenn es eine enge Kiste werden kann und man die Paderborner sehr ernst nehmen sollte.

  3. Karl Heinz Lenz says:

    Meinem Eindruck nach ist unsere jetzige Mannschaft robuster als die aus der vorangegangenen Spielzeit. Das alte Team hatte nicht den nötigen Biss, sondern ließ oft recht schnell den Kopf hängen. Dass es jetzt anders zu sein scheint (ich formuliere es mal so vorsichtig), liegt einerseits sicher am neuen Trainer, andererseits aber auch an den Neuverpflichtungen. Da sind kernige Jungs bei. Die Spieler, die den FC verlassen haben, gehörten mehr zur ruhigeren Art. Klar waren etwa Bittencourt und Osako Spieler, die einen feinen Ball spielen konnten. Beide sind aber sicher in leistungsstarken Teams besser aufgehoben, in denen es sowieso gut läuft und wo sie sozusagen auf ihrem Niveau mitlaufen können.

    Interessant fand ich in aktuellen GBK-Interview mit Marco Höger „Mein Anspruch …“ die Bemerkung, dass es auch im jetzigen Team eine ganze Reihe von, wie er es formuliert, „ruhigen Spielern“ gibt. Ob es sich um eine Ruhe handelt, in der die Kraft liegt oder nicht, das werden wir im Laufe der Saison sehen. Ich bin im Moment optimistisch.

  4. FC-Freund says:

    Klar, man darf keinen Gegner auf die leichte Schulter nehmen! Paderborn wird gegen uns alles raushauen ! Aber: Wer hat die größere Qualität im Kader? Wir!! Wer will wieder aufsteigen? Wir! Wer hat ein Heimspiel? Wir! Wer ist Tabellenführer? Wir! Zufällig? Nein! Noch Fragen?

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