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Blamage gegen Duisburg: FC verliert gegen den Letzten

Der 1. FC Köln hat sich gegen den Tabellenletzten blamiert und das Heimspiel gegen den MSV Duisburg mit 1:2 (1:1) verloren. Matthias Bader bescherte den Gästen mit einem Eigentor den ersten Saisonsieg. Der Effzeh behält zwar die Tabellenführung, verlor aber schon sein zweites Heimspiel der Saison.

Aus Müngersdorf berichten Sonja Eich und Marc L. Merten

Ausgangslage

Eine klarere Ausgangslage gibt es eigentlich nicht, wenn am neunten Spieltag der souveräne Tabellenführer gegen den noch sieglosen Tabellenletzten antritt und mit einem Sieg seinen Vorsprung auf Rang zwei auf fünf Punkte ausbauen könnte. Doch Duisburg kam mit Torsten Lieberknecht, einem neuen Trainer, nach Müngersdorf – und damit auch mit neuem Mut im Abstiegskampf. Der MSV wollte seine Außenseiterchance nutzen und dem haushohen Favoriten ein Bein stellen. Um dies zu verhindern, brachte FC-Trainer Markus Anfang mit Christian Clemens für Serhou Guirassy einen anderen Spielertypen auf dem linken Flügel. Ansonsten vertraute Anfang der siegreichen Elf aus Bielelfeld.

Moment des Spiels

Es lief die 73. Minute. Der FC ging auf Sieg, übersah dabei aber für einmal die Verteidigung. Rafael Czichos ließ sich rauslocken, Jannes Horn verteidigte eine Flanke schlecht, Matthias Bader sah sich im Eins gegen Eins im Fünfmeterraum dem quirligen Cauly Souza gegenüber, grätschte in die Flanke und beförderte sie so unglücklich ins eigene Netz. Duisburg jubelte, der FC verlor sein zweites Heimspiel in der Saison.

Die wichtigsten Szenen

Das Spiel begann mit einem Schreckmonent für die Geissböcke. Rafael Czichos spielte Cauly Souza den Ball im Spielaufbau in den Fuß. Der Rechtsaußen der Duisburger war frei durch, lief auf Timo Horn zu, scheiterte aber am Kölner Keeper (2.). Nur drei Minuten später kam Lukas Fröde nach einem Freistoß frei zum Kopfball, erneut musste Horn zupacken. Und als Matthias Bader seinen Torhüter mit einem schlechten Rückpass erneut in Bedrängnis brachte, nutzte Duisburg den Kölner Fehlstart. Lasse Sobiech konnte zwar noch zur Ecke klären, doch diese verwertete Souza mit einem Schuss von der Strafraumkante zum frühen 0:1 (10.). Köln reagierte fahrig, wirkte angefressen, ließ sich vom MSV provozieren und in unsaubere Zweikämpfe sowie Diskussionen verwickeln. Die Gäste erreichten ihr Ziel: Der FC blieb eine halbe Stunde lang ohne Torchance. Dann aber nutzten die Geissböcke ihre erste Drangphase zum Ausgleich. Nach einem Eckball von Louis Schaub setzte sich Lasse Sobiech am ersten Pfosten durch, verlängerte auf Jonas Hector und dieser köpfte aus fünf Metern ein (35.). Der Ausgleich gab zwar Sicherheit zurück, doch Duisburg blieb giftig, und nur eine Weltklasse-Parade von Timo Horn nach einem Bomheuer-Kopfball verhinderte den erneuten Rückstand kurz vor der Pause (44.).

Markus Anfang konnte nicht zufrieden sein, nahm aber zunächst keine personellen Veränderungen vor. Der FC kam druckvoller aus der Kabine. Vincent Koziello hatte in der 48. Minute das 2:1 auf dem Fuß, doch ein Duisburger warf sich in den Schuss des Franzosen. Köln übernahm nun die Kontrolle, Duisburg suchte die Konter. Wie in der 57. Minute, als die Geissböcke den Ball nur mit vereinten Kräften klären konnten. Koziello musste anschließend Gelb-Rot-gefährdet weichen, für ihn kam Jannes Horn. Es dauerte bis zur 70. Minute, ehe die Kölner wieder gefährlich wurden. Nach einer Drexler-Flanke bekam der bis dahin schwache Simon Terodde seine erste Großchance, doch Daniel Mesenhöler parierte seine Direktabnahme ebenso wie einen Hector-Kopfball beim darauffolgenden Eckball. Dann aber die 73. Minute: Matthias Bader grätschte unglücklich das Leder ins eigene Tor zum erneuten Rückstand. Anfang reagierte sofort, brachte mit Cordoba und Guirassy zwei Angreifer. In der 78. Minute scheiterte Terodde mit seiner zweiten Großchance, der FC blies zur Schlussoffensive – was ausblieb, waren die weiteren Torchancen. Der FC verlor gegen den Tabellenletzten und bescherte damit dem MSV unter Neu-Coach Lieberknecht den ersten Saisonsieg im neunten Spiel.

Fazit

Zum Freuen: Köln ist noch immer Tabellenführer.

Zum Ärgern: Der FC ließ sich den Schneid abkaufen.

Mann des Tages: Niemand.

Aufstellung

T. Horn – Bader (77. Cordoba), Sobiech, Czichos, Hector – Höger – Schaub, Drexler, Koziello (58. J. Horn), Clemens (77. Guirassy) – Terodde

Tore

0:1 Souza (10.)
1:1 Hector (35.)
1:2 Bader (73./ET)

35 Kommentare
  1. JuppZupp says:

    Diese Niederlage geht ganz klar auf Anfangs Kappe, wie kann man nicht sehen dass Clemens wie ein Kreisklasse Spieler rumläuft, Bader war mal wieder vollkommen überfordert, dann erst 14 Minuten vor Ende diese Nullen auszuwechseln grenzt schon an Suizid.

    • Jhen says:

      Sie haben die Nullen Czichos, Hector (kann Löw nicht verstehen), Drexler, Terodde, J. Horn, Koziello, Höger vergessen. Von den ganzen Nullen hat Bader noch die beste Figur gemacht, mehrmals schön Schaub geschickt, Pässe für Drexler in den Strafraum gelegt und Terodde als Anspielstation gesucht, der allerdings nicht in der Lage war auch nur einmal einen Ball zu behaupten. Das alles hat man auf der anderen Seite weder von Hector noch von J. Horn mit einer Flankenstreuung von 360° gesehen. Ein bisschen mehr Objektivität bitte, wenn Sie von Nullen reden Herr Zupp. Warum das Spiel letztlich verloren wurde erklärte Torsten Lieberknecht nach dem Spiel: „Der FC bietet Laufwege an, die nicht alltäglich sind. Darauf waren wir gut vorbereitet.“ Der Ingolstätter Trainer sagte schon ähnliches und andere Trainer werden das auch sehen. Es sind nicht die individuellen Fehler, sondern die kollektiven, die dem FC evtl. den Aufstieg verhageln werden.

  2. Max Moor says:

    Das war eine miese Leistung ! Gegen den Tabellenletzten so schlecht das geht garnicht . Die 3. Liga kommt wohl doch immer näher statt der Aufstieg !!! noch 3 4 Spiele so wie heut und dann können wir die Tabelle drehn . warum nur mit eine Spitze und Guirassy und Cordoba auf der Bank und ein Drittligaspieler in der Startelf dazu sone Koziello auch Torwart Horn könnte nun mal langsam einen halten .. einfach schlecht

  3. Max Moor says:

    Clemens spielt auch wieder so wie man Ihn kennt … 3 -4 gute Spiele und 25 schlechte das ist kein Bundesliga Spieler ! 2. Liga ist sein Niveau so wie fast Alle im Kader . Terodde mal ausgenommen und auch Schaub die spielen eine sehr gute Saison

  4. Franz-Josef Pesch says:

    ich frage mich immer wieder, welches System spielt Anfang ???
    Wenn hier nicht schnell reagiert wird, Abwehr ist ein reiner Hühnerhaufen, die kaum 2.Liga tauglich ist !! Ohne die Tore von Terodde weht im Sturm nur ein leises Lüftchen….harmlos, ohne Ideen. Erschreckend wie harmlos dieser FC ist. Aber so ist es in Köln, es wird erst reagiert wenn es schon zu spät ist.

  5. Max Moor says:

    warum so harmlos !? weil das Mittelfeld überfordert ist und der Höger gescheitert is !!!!! dann brennt ist in der Abwehr weil Alle vorne nur dumm rum gucken . Ich sehe jedenfalls kein System die Spielen genauso wie letzte Saison unter Ruthenbeck erst kurz Erfolgreich dann der wahnsinnige Absturz ohne Gegenwehr . Verstärkungen holen musste auch nicht sein da man nach 18 Spielen schon am Ende war . . . Gute Nacht

  6. FC-Freund says:

    Kann mir die Sache nur so schönreden: Die Niederlage wird alle wieder schön auf den Boden der Tatsachen zurückbringen! Demut und Bescheidenheit bei dieser Aufgabe, keine Arroganz! So geht man dann mit der richtigen Einstellung in das nächste Spiel!! Für irgendwas muss dieser peinliche Auftritt heute schließlich gut sein!

  7. Max Moor says:

    Bader 6 – genau wie Clemens und ein paar andere ….. Schade das nicht Magath da ist der würde denen rund machen !!! Die Aufstellung war schon der Witz … ich wusste um 20:30 schon das Köln Heute verliert . naja egal soll halt so sein .. es gibs ja noch genug Fans die jede Niederlage noch schön reden und von den Superspieler Koziello träumen und Fussballgott Hector bzw. Laufwunder Höger ;-)

  8. Peter Pan says:

    Anfang ist einfach ein Anfänger……
    Lassen wir doch mal ehrlich sein……die bislang gezeigten Leistungen wären auch zustande gekommen, wenn der Busfahrer oder die Bläck Föös das Training geleitet und die Mannschaft aufgestellt hätten.
    Ein System ?????
    Nicht zu erkennen !
    Aggressives Anlaufen ?
    Nur vom Gegener zu sehen.

    Die Mannschaft wird von Woche zu Woche schlechter. Man denkt immer, das geht nicht, aber in der folgenden Woche wird man eines besseren belehrt.
    Was man sieht ist Altherrenfussball.
    Man ist viel zu weit von den Gegengspielern weg, verliert zuviele Zweikämpfe und kann entsprechend dem Spiel nicht seinen Stempel aufdrücken.
    Die 2.Liga Millionäre müssen einfach mal im Training hart rangenommen werden, in dem man mal NUR ZWEIKÄMPFE trainiert !!!!
    Vielleicht bekommt dann ein Höger mal seinen Allerwertesten hoch…….

  9. Paul says:

    So kennt man den FC!!! Immer noch der alte Loser-Club! Die ganze Pleite hat ein Gutes: Kim Jong Spinner und seine Pappnasencombo können nicht durch einen Sieg von ihrem Versagen ablenken. Sie sollten die Mitglieder mit weiteren Geschenken bestechen, sonst besteht die Gefahr, dass der eine oder andere sein Gehirn einschaltet!

  10. Bjørn Westhues says:

    Meine Fresse!!! Wir sind Spitzenreiter und haben heute ein schlechtes Spiel gemacht gegen einen effizienten Gegner. Ein bisschen mehr Demut wäre angebracht. Wenn jemand gesagt hätte das wir am 9. Spieltag Spitzenreiter sind hätte das jeder unterschrieben und gut ist. Die Mannschaft macht und tut doch und uns hat noch keiner an die Wand gespielt. Ganz arm was manche hier vom Stapel lassen. Wir sind in der 2. Liga und nicht Europapokalanwärter. Kommt mal runter und besinnt Euch!!!

  11. Ankerdensin says:

    Liebe Leute, Frust sollte nicht in Sarkasmus enden.
    Der FC war heute richtig schlecht. Ich dachte, der FC hat nach dem Spiel in Bielefeld verstanden, wir es geht. Konzentriert nach hinten arbeiten, strukturiert nach vorne gehen. Falsch gedacht. Wir spielen noch immer Hurrafussball. Anders ist es nicht zu erklären, warum wir jedes Spiel zu Beginn überrascht werden und dem Gegner Chancen ermöglichen. Immmer wieder benötigen wir Zeit, uns zu sortieren.
    Für mich ein systematischer Fehler: wir sind extrem nach vorne orientiert und so auch wohl eingestellt. Somit denken alle nach vorne und machen einfache Fehler hinten. Da muss sich etwas grundsätzlich ändern. Wir können nicht Tor auf Tor machen um die Gegentore zu kompensieren. Auch die Offensive patzt mal. Und nur Terodde geht auch nicht.
    Es traut sich keiner aus der 2. Reihe zu schießen, alle suchen Terodde. Es fehlt Flexibilität im Spiel nach vorne. Und hinten? Nun, da sind wir offen. Systemisch und manchmal eben auch zusätzlich noch individuelle Fehler. Brisante Mischung.
    Und warum heute do gecoacht wurde? Koziello war nach 35 min rot gefährdet und musste raus. Durfte bleiben. Und musste vorsichtig agieren. Warum nicht Öczan? J. Horn hat defensiv Defizite. Bader tat mir schon nach 20 min leid. Da muss ein Trainer reagieren.
    Ich glaube, wir müssen genau auf die weitere Entwicklung schauen.
    Come on FC!

  12. Ulrich Treimer says:

    Der Unterschied zwischen den Heim- und Auswärtsspielen geht so nicht. Auswärts spielen wir defensiver und strukturierter und somit erfolgreich. In den Heimspielen geht es drunter und drüber. Ein System ist in den Heimspielen schwer erkennbar und die Defensive wird eindeutig vernachlässigt. Wir machen die Gegner stark, spielen ungeduldig und verlieren dann komplett die Linie und bolzen am Ende nur noch lange Bälle.
    Und warum es der FC seit Jahren nicht hinbekommt einen brauchbaren Rechtsverteidiger zu verpflichten, werde ich nie verstehen.

    • Boom77 says:

      Vielleicht hängt das ja nicht nur mit den Heim- und Auswärtsspielen sondern allgemein mit der Mentalität der Mannschaft zusammen. Denn ganz im Ernst… bei der unbestreitbaren Qualität im Kader liegt es nach meiner Auffassung maßgeblich an der mangelhaften Mentalität des Kaders, dass man z.B. gegen Paderborn fünf (!) Buden bekommt!

      Zu Erinnerung: Letzte Saison kam bei uns ja (zumindest gefühlt) alle drei oder vier Wochen neue Hoffnung auf, dass die Mannschaft es doch noch packt. Dieser Hoffnung gingen immer Erfolgserlebnisse und – nennen wir es mal – gute Spiele voraus (z.B. der Auswärtssieg in Leipzig). Da dachte man immer, jetzt kommt der Umbruch. Was dananch kam, ist bekannt. Einem solchen Spiel folgten immer drei oder vier grotten schlechte Spiele mit negativem Ausgang gegen Gegner, von denen man dachte, wenn man z.B. auswärts gegen Leipzig gewinnt, dann schlagen wir doch auch die. Wahrscheinlich hat sich das auch die Mannschaft gedacht und tut das immer noch. Sprich, sie macht ein gutes/erfolgreiches Spiel und denkt sich, jetzt läuft das schon und bringt dann dadurch in den nächsten Spielen die berühmten „fehlenden Prozent“ weniger an Leistung auf den Platz.

      Offensichtlich ist es uns nicht gelungen, diese schlechte Mentalität aus der Mannschaft heraus zu bekommen. Sehr wahrscheinlich – meiner Meinung nach – hat man hierfür die falschen Spieler ausgetauscht oder nicht genug. Denn die Spieler, die diese Mentalität an den Tag legen, scheinen offensichtlich noch im Kader zu sein (ob das nun ein Höger, Hector, Risse oder sonst wer ist, lasse ich mal offen). Dies hätte man vor der Saison analysieren und die entsprechenden Spieler ermitteln und dann gnadenlos austauschen müssen. Denn ein Fußballer kann (technisch/fußballerisch) noch so toll sein, wenn er nicht die notwendige Mentalität mitbringt, ist es nichts.

      Zudem scheinen wir auch nicht die vielleicht nötigen Mentalitätsfußballer verpflichtet zu haben.

      Ergo: Die Mannschaft muss die Mentalität haben in jedem Spiel 100 % auf den Rasen zu bringen. Und zwar in allen Belangen (Rennen, Kämpfen, Beißen und – ja auch – Fußballspeilen) und nicht nur bei „fußballerischen Leckerbissen“ wie Auswärstsspielen am Millerntor sondern immer und gerade auch gegen Paderborn oder zu Hause gegen den Tabellenletzten (Duisburg). An dieser Bereitschaft / Mentalität fehlt es offensichtlich nach wie vor.

  13. prinzikai says:

    Viele Blender gibt es im Trainerstab – wenn man lies was ein Anfang schreibt und sonst von sich gibt – dann ist das schon frappierend. Hauruck Fussball fand ich das nicht – es gab ja fast keine Chance (ausser von Duisburg). Dann die letzen 10 Minuten nur Ball hoch vorne rein und in einem Kommentar von Gestern lese ich von Anfang noch, dass dies eine intellektuelle Niederlage für einen Fussballer ist. Somit haben wir alles Fussballidioten.
    Ausser das Bielfeld-Spiel (hier auch mit Abstrichen) – war bisher kein überzeugender Auftritt zu sehen. Sieht dies denn keiner ?

      • prinzikai says:

        Nein – dies ist eben nicht normal, sondern dann nur noch Glück. Zu einer reifen Spielanlage gehört eben dazu, dass man auch in der 85. Minute nicht den Kopf verliert und versucht zu spielen. Denn gerade am Ende eines Spiels lassen die Konsequenz und Konzentration der Gegner meistens nach. Das muss in den Köpfen unserer Spieler, dass Sie es immer spielerisch lösen sollen, dann wird es zu einem Automatismus und einer Selbstverständlichkeit und erst dann kommt die Individualität der einzelnen Spieler und deren Spielsituationen zum tragen.

  14. Robert H. says:

    Mit Staunen sehe ich bei den Statistiken den FC in allen Punkten vorne – 70 % Ballbesitz hat das Team nicht alle Tage. Auch bei der Passquote. Das lässt auf die reifere Spielanlage schließen. So wie die Bayern mit 80 % gegen Gladbach, das ging aber noch schlechter aus…
    Die Fehlpässe in Hz 1 und die verlorenen 1 zu 1-Situationen auf den offensiven Flügeln haben den Gegner stark gemacht – es war dann leichter zu verteidigen, und da war der MSV sehr konzentriert. Die Gegentore waren dumm, vermeidbar und irgendiwe albern – keineswegs aber die Konsequenz etwa einer überlegenen oder „besseren“ Spielweise des Gegners.
    In summa: ist es völliger Humbug, jetzt den Trainer, das System oder gar einzelne Spieler als in der Substanz marode zu bezeichnen. Keiner dieser Punkte ist alternativlos, aber ob das zu (noch!) größerem Erfolg führen wird, weiß keiner von all denen hier, die jetzt aus verständlichem Frust Dampf ablassen.

    • Ankerdensin says:

      Nun, was nutzen all`diese Statistiken, wenn am Ende der Gegner gewonnen hat?
      Und es ist mir egal, ob die Bayern mit noch mehr Ballbesitz noch schlechter aussehen.
      Fehlpässe und verlorene Zweikämpfe, immer wieder auch in der eigenen Hälfte bei der Vorwärtbewegung ist m. E. nach auch daruf zurückzufühen, dass wir immer versuchen die offensive Lösung zu finden und daran glauben und körperlich wie geistig bereits in der Vorwärtsbewegung sind. So hatte ich auch Berichte verstanden, die im Zusammnhang mit dem Anfangsystem stehen. Vorwärts und offensiv denken! Wir wollen guten Fussball spielen! Alles schön, abe wir brauchen auch Stabilität. Ansonsten werden uns Mannschaften wie Duisburg, Ingolstadt und andere noch große Probleme bereiten. Ich halte es für legitim, dass System welches wir spielen durchaus auf den Prüfstand zu stellen. Und ich erwarte am Ende auch, dass der Trainer sich hinterfragt. Es ist kein Zufall, dass wir hinten vogelwild sind, wenn wir aktiv nach vorne spielen. Keiner erwartet doch Permanentspektakel, aber ich möchte nicht erleben, wenn wir in Müngersdorf immer wieder das Nervenflattern bekommen, wenn wir hart und aggressiv attackiert werden. Situativ entscheiden aus dem Spiel heraus und taktisch flexibel auf besondere Situationen reagieren.
      Und gestern haben wir mind. 25 min auf den max. Einsatz eines Spielers verzichtet, da Koziello früh rot gefährdet war. Und es ist nicht reagiert worden. Und Koziello war jetzt nicht schlechter als die Anderen, er hätte nur raus gemußt. Und da war keine taktische Anpassung.
      Und ich möchte nicht immer hören, es hat was mit individueller Klasse zu tun. Den Spielern Struktur vermitteln, sie in einem „abgesicherten“ System spielen zu lassen, welches auch mal Fehler verzeiht, könnte such ein Ansatz sein.
      Ich denke, Fußball muss man nicht immer neu erfinden, Fußball hat was mit Stabilität, Balance und Engagement zu tun. Dann klappt das. Auch bei unserem FC.

  15. Detlef Lodenkämper says:

    Gegen die nickligen Duisburger wäre Guirassy vielleicht die bessere Opton gewesen, Clemens lässt sich zu schnell den Schneid abkaufen. Auch Kampfschwein Öczan hätte sicher mehr dagegen gehalten. Für mich unverständlich, dass der Trainer erst so spät gewechselt hat. Denke, dass alle Duisburg unterschätzt haben.

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