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„Der Schiedsrichter hat nicht das glücklichste Spiel gemacht“

Zum dritten Mal in Folge konnte der 1. FC Köln keinen Sieg einfahren. Gegen den FC Heidenheim reichte es nach frühem Rückstand nur zu einem 1:1 (0:1)-Remis. Vor allem die Schläfrigkeit in den ersten zehn Minuten kritisierten die Spieler und der Trainer nach der Partie. Die Stimmen zum Spiel. 

Aus Müngersdorf berichten Sonja Eich und Marc L. Merten

Marco Höger: „Es war natürlich wieder direkt der erste Ball im Tor. Natürlich brauchen wir das nicht, aber das müssen wir uns auch selbst ankreiden. Nach einer Viertelstunde haben wir das ganz gut gemacht, hatten unsere Chancen, die müssen wir aber natürlich nutzen. Mit dem Auftritt kann man leben, mit dem Ergebnis nicht. Jetzt im dritten Spiel ohne Sieg, das ist wenig. Mit der Spielweise der Gegner müssen wir lernen umzugehen. Man kann uns nicht vorwerfen, dass wir es nicht annehmen, aber in den ersten 15 Minuten waren wir nicht so auf der Höhe, und die Chancenverwertung ist halt auch immer ein bisschen Spielglück. Ich weiß nicht, wie es mit den beiden strittigen Elfmeterszenen war, aber ich bin mir nicht sicher, ob der Schiedsrichter heute das glücklichste Spiel gemacht hat.“

Es ist auf jeden Fall zu wenig

Rafael Czichos: „Gefehlt haben heute wieder die ersten zehn Minuten, wie so häufig in der Saison. Komischerweise werden wir dann auch immer bestraft. Da ist jede Mannschaft gegen uns eiskalt, das dürfen wir uns nicht erlauben. Danach haben wir in der ersten Halbzeit richtig guten Fußball gezeigt, haben versucht, den Ball laufen zu lassen, haben nichts mehr zugelassen, aber der letzte Pass hat gefehlt. In der zweiten Hälfte war es dann sehr wild, wir haben das Mittelfeld fast komplett aufgelöst, jeden Ball sofort in die Spitze gespielt und haben uns dabei ein bisschen zu sehr von den Emotionen tragen lassen. Wir sind zwar noch zum Ausgleich gekommen, aber zu mehr hat die Präzision gefehlt. Es ist einfach nervig, immer wieder zurückkommen zu müssen, auch hier zuhause ist es absolut schwer. Am Ende war es nicht unser Fußball mit den hohen Bällen vorne rein. Es ist auf jeden Fall zu wenig. Jeder redet von Druck, aber das ist Jammern auf hohem Niveau. Wir spielen beim 1. FC Köln, wissen, dass wir aufsteigen müssen. Da sind drei Spiele ohne Sieg viel, viel, viel zu wenig.“

Marcel Risse: „Der Schiedsrichter ist zu mir gekommen und hat gefragt, ob der Gegenspieler mich voll getroffen hat. Ich habe nein gesagt, es muss keine Gelbe Karte geben. Dass es dann nicht einmal Freistoß gibt, hat mich dann doch überrascht. Ich habe nicht gesagt, dass es kein Foul war. Es gibt aber mehr zu bereden heute als diese Szene. Wir nehmen uns anderes vor, gerade zuhause. Wir wollen durchgehend den Druck im Spiel hochhalten. Wir hatten heute viele Torchancen, aber das letzte Fünkchen Glück hat gefehlt. Der Aufwand war enorm hoch, wir haben versucht, viele Leute in den Strafraum zu bekommen. Die sind die Abnehmer für die Flanken, aber die Heidenheimer haben das in der Luft besser gemacht als wir.“

Frank Schmidt: „Erst einmal möchte ich mich für das Foul an Özcan entschuldigen. Es war ein böses Foul, aber keine Absicht von Dorsch. Das war ein Stück weit Unerfahrenheit und er ist über das Ziel hinaus geschossen. Wir hatten einen sehr guten Start in das Spiel mit dem 1:0 nach der Standardsituation. Wir haben dann die erste halbe Stunde gut verteidigt. Danach wurde der Druck von Köln immer größer. Das haben wir mit Geschick verteidigt. In der zweiten Halbzeit fällt das Gegentor früh. Ich finde, es war dann eine absolut starke kämpferische Leistung nach dem Ausgleich. Wir haben leidenschaftlich verteidigt und darüber hinaus eins, zwei richtig gute Konterchancen gehabt. Aber der Druck von Köln war unterm Strich sehr groß und wir mussten viele Räume zulaufen. Das 1:1 ist am Ende nicht unverdient. Ich bin mit meiner Mannschaft zufrieden und wir fahren mit einem guten Gefühl nach Hause.“

Wir müssen auch mal abschließen

Markus Anfang: „Wir sind nicht gut ins Spiel gekommen, haben viele Standardsituationen gegen uns gehabt und individuelle Fehler gemacht. Nach 20 Minuten haben wir dann permanent nach vorne gespielt und uns Chancen kreiert. Aber im Strafraum haben wir nie den richtigen Moment für den Abschluss gefunden. In der zweiten Halbzeit war es permanent ein Spiel auf ein Tor. Wir hätten noch mehr Torabschlüsse haben müssen und nicht anstatt immer nur den freien Mann zu suchen. Wenn wir schon im Strafraum sind, müssen wir auch mal abschließen. Aber ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen. Wir wollten unbedingt gewinnen und die Jungs haben alles dafür gegeben. Wir konnten uns nur nicht belohnen. Der Sieg ist uns heute aber verwehrt geblieben. Ich hoffe, dass die Jungs das Gefühl, permanent Druck auszuüben, mit in die nächsten Spiele nehmen können und wir uns dann auch wieder belohnen.“

29 Kommentare
  1. Paul says:

    Es ist nicht der Schiedsrichter, es ist einfach kein System zu sehen. Anfang hat die Mannschaft nicht besser gemacht. Seit der unglücklichen Niederlage gegen Paderborn ist der Schwung heraus! Vorne wird versucht, mit hohen Flanken Terrode zu füttern, das Mittelfeld ist nicht dominant, die Abwehr wackelt ein um’s andere mal. Jonas Hector ist ein Schatten seiner selbst.

    Präsidium raus!

  2. Franz-Josef Pesch says:

    Anfang sollte sich einmal eine andere und nicht immer die gleiche Ausrede für die schlechten Ergebnisse ausdenken. „Wir sind schlecht ins Spiel gekommen“……“Wir haben die ersten Minuten total verschlafen“ usw…usw. Dann schaffen sie es doch einfach ab Herr Anfang, sie sind doch der Trainer dieser angeblich schlafmützigen Mannschaft !!

  3. Sascha Evers says:

    Ich finde auch, dass man nach 11 Spieltagen etwas von der vielzitierten Handschrift des Trainers sehen sollte. Ich erkenne keine. Auch finde ich es unglücklich nach dem Spiel wieder über den Schiedsrichter zu urteilen. Die werden nicht mehr besser bei uns und wir hatten ja genügend Zeit den Argumenten der Schiedsrichterleistung keine Bedeutung zu schenken. Was mich persönlich am meisten stört, das der Coach keinen cm von seiner vermeintlichen Systemordnung abweicht. Jeder Gegner weiß doch mittlerweile, wie er die Mannschaft in Köln einzustellen hat. Warum überraschen wir nicht mal mit einem schnöden 4-4-2? Bringen dann Cordoba und Terodde von Beginn an? Drexler und gestern auch Schaub sind im Formtief, also alle Mann auf Terodde. Leider wird es uns bei einem kaum zu vermeidbarem Aufstieg nicht anders ergehen, wie aktuell Fortuna Düsseldorf in Liga 1. Ich sehe keine Abwehr, die in der ersten Liga bestehen kann. Meiner Meinung nach wird es höchste zeit sich über Alternativen Gedanken zu machen. Sonst werden wir den gleichen Fehler in der zweiten Liga machen, den wir letztes Jahr in Liga 1 erlebt haben. Hat schon einer mit Hasenhüttl gesprochen?

  4. Ulrich Treimer says:

    Wir haben aus 6 Heimspielen, teilweise gegen schwache Gegner, 2 Siege, 2 Unentschieden und 2 Niederlagen eingefahren. Und mehr Punkte hatten wir auch nicht verdient. In den Heimspielen fehlt jegliche Struktur. Die Mannschaft rennt hektisch und nervös über den Platz und macht teilweise einfachste Fehler.
    Gegen Schalke sind wir mal nicht der Favorit, wenn das auch nicht hilft, um ruhiger zu spielen, stellt sich langsam die Trainerfrage…

  5. Robert H. says:

    Man kann schon mal etwas bei den Schiedsrichtern anmahnen, wenn das Verhältnis bei den Fouls so krass ist. Man könnte auch etwas mehr in Richtung Biß und Verschlagenheit von der Mannschaft einfordern. Aber sich solche rüden Methoden zu eigen zu machen kann nicht unser Ziel sein.

    Hinzu kommt: 71 % Ballbesitz und 85 % Passquote für den FC. Bei den Zweikämpfen auch vorne und bei den Torschüssen (31!!) sowieso. Das sah früher noch ganz anders aus.

    Ich will Statistiken nicht überbewerten, aber es zeigt eine Tendenz: die Mannschaft und der Trainer suchen in Liga 2 die spielerische Lösung. Das ist zu begrüßen, und der Tabellenstand ist auch shr gut! Die Mehrheit der Gegner in der Liga wenden wegen spielerischer Unterlegenheit eher die Holzhammermethode an. Da ist Zerstörung angesagt.
    Es ist zur Zeit eher eine Ergebniskrise. Derzeit kein Grund, an eine Trainerdiskussion auch nur zu denken.

    Amüsant finde ich ja einige hier, die wie selbstverständlich von 1. Liga im nächsten Jahr ausgehen, den FC aber da als völlig chancenlos einschätzen – und genaau das als Argument dafür nehmen, den Trainer JETZ’T schon zu entlassen. Sorry, kann ich nur den Kopf schütteln.

    • ralf brostewitz says:

      ….danke robert, es gibt also noch vernünftige und vor allem sachliche fans ! zum spiel – oh abwehr, oh abwehr – wie heißt es so schön : siege und meisterschaften werden über die abwehr entschieden ! du kannst einfach nicht in jedem spiel so viel tore schiessen um die abwehrfehler auszugleichen ! hier sollte der trainer als aller erstes ansetzen – einfach die abwehr stabiler zu machen ! in der beziehung ist der hsv jetzt klar besser gewurden – die schiessen zwar kaum tore aber dafür steht jetzt die abwehr und so wird dreckig 1: 0 gewonnen ! gerade bei standards sehen wir immer schlecht aus obwohl das am einfachsten zu trainieren ist – in dem moment ruht das spiel und jeder sollte seine aufgabe wissen ! mir fehlen auch leider gewisse überraschungsmomente in unserem spiel – alles immer nur auf t-rod – weiss mittlerweile jeder gegner – ihn einfach zustellen und schon fällt uns nichts mehr ein ! warum nicht mal mit 2 spitzen anfangen ?

    • Max Moor says:

      Lächerlich ! hast du die Spiele gesehen … ? Hector spielt Unterirdisch ! Torwart Horn auch mehr mit seinen Haaren zu tun als Tore verhindern.. , Höger … ich könnte noch mehr aufzählen und was hat Anfang erreicht ? gegen Duisburg Verloren .. gegen Kiel 1:1 .. gegen Paderborn Verloren .. gegen Heidenheim 1 : 1

      • Peter Josef says:

        Vergleicht man das Spiel gegen Union (2. Saisonspiel) mit dem von gestern, so war das gestern gegen Heidenheim deutlich besser. Der Trainer scheint den Spielern doch was beizubringen. Ob er ihnen genug beigebracht haben wird, wird man in der Winterpause entscheiden, nicht vorher.

  6. Peter Josef says:

    Wahrscheinlich werden wir die nächsten beiden Spiele (Schalke, HSV) verlieren. Schalke ist 1. Liga und wird uns mit der Kopfballhoheit bei Standards treffen. Der neue Trainer des HSV hat sehr lange Zeit seine Mannschaft auf uns einzustellen und uns zu überraschen. Der Kader des HSV ist teurer als unserer und ein Punkt dort wäre ein Erfolg, der aber aber nicht eintreten wird. Das wird für mich allerdings kein Grund sein, Trainer oder Sportdirektor in Frage zu stellen. Denn der Spielansatz wird besser. Wer das Spiel gestern gesehen hat, hat gemerkt, dass sich die Kölner Abwehr das Leben selbst schwer gemacht hat, durch Nervosität – man hat aber auch gesehen, dass diese Nervosität nach 60 Minuten überwunden war. Das ist ein sehr gutes Zeichen. Sich selber im Spiel zurückzubringen ist eine hohe Kunst. Ein Beispiel. In der ersten Halbzeit waren Hector und Meer richtig schlecht, in der zweiten richtig gut. Darauf wird aufzubauen sein. Höger muss den ein oder anderen Pass mal in den Lauf und nicht in den Rücken des Passnehmers spielen und – wie der Trainer richtig sagt – Drexler und Schaub müssen, wenn sie mal durch sind, auch selber auf’s Tor ziehen. Wir müssen insbesondere noch lernen, dass die 10 Minuten der Gegner anders spielt als spekuliert. Wer hätte gestern gedacht, dass Heidenheim mit Pressing beginnt? Ich nicht – und die Spieler wohl auch nicht. Taktische Anweisung muss also sein: Passt auf wir rechnen damit, dass der Gegner 80 Minuten lang tief steht – die anderen 10 Minuten müsst Ihr improvisieren – da machen die was anderes. Problem erkannt, Problem kann gelöst werden. 3 Punkte in Bochum waren pures Glück. Gestern hätten wir – trotz der ersten 20 Minuten – drei Punkte verdient gehabt. Weiter so an den Kleinigkeiten arbeiten – einen torgefährlichen Mittelfeldspieler früher einwechseln – und es kann was geben mit der Verteidigung eines Aufstiegsplatzes. Dass wir jetzt spielerische Lösungen suchen, begrüße ich. Und dafür steht der Trainer, der ja – anders als von Kommentatoren dargestellt – unterschiedliche Spielsysteme einsetzt. Trotzdem: Gegen Schalke und den HSV werden wir verlieren. Macht kein Drama draus.

    • Karl Heinz Lenz says:

      Es ist bekannt, dass unsere Mannschaft in den ersten 10 Minuten oft noch richtig da ist. Wenn einer Lust hat, mal eine Statistik zu machen, welches Team in den ersten 10 Minuten die meisten Tore reinkriegt, so dürfte das mit weitem Abstand der FC sein. Die anderen Teams wissen das schon seit langem, denn in der letzten Saison war es auch schon so. Deswegen gehen so genannte schwächere Teams gegen uns zu Anfang voll drauf in der Absicht, uns in den ersten Minuten einen reinzutun. Nicht erst Heidenheim ist das gelungen.
      Mit diesem Problem der mangelnden Wachheit (oder sind es die flatternden Nerven?) hatte bereits Stöger und Ruthenbeck zu tun, und nun eben auch Anfang.

      Etwas anderes, was sich gehalten hat, ist das Absacken nach guten Spielen. Hatte man nach dem Spiel in Bielefeld das Gefühl, dass die Mannschaft sich gefunden hat, so brachten die nächsten Spiele dann die bekannten Enttäuschungen. Auch das war in der letzten Saison genauso. Nach Erfolgen, die bei allen Hoffnung weckten, lieferte die Mannschaft immer wieder eine Serie von Grottenspielen ab.

      Was mir Sorgen macht ist, dass diese beiden Probleme trotz der vielen Abgänge und der vielen Neuzugänge geblieben sind, und zwar bei mehreren Trainer, bisher zumindest.

      • Peter Josef says:

        Noch ein drittes ist gleich geblieben: Wir kassieren vor allem lächerliche Gegentore. Je sinnloser und schlechter der Gegenangriff, desto sicherer rappelt’s bei uns. Und das ist in der 2. Liga ein noch größeres Problem als in der ersten, weil die gegnerischen Spieler ja noch ein bisschen weniger Kontrolle darüber haben, was sie machen wollen und was sie dann tatsächlich tun.

      • Klio says:

        Tore in der Anfangsphase bei einem FC-Spiel sind schon seit einiger Zeit leider meist Gegentore – gefühlt vor allem bei Heimspielen. Gestern war die Nervosität mit Händen zu greifen. Bezeichnend ist, dass es im Verlaufe des Spiels besser wurde und die Mannschaft sicherer agierte (Adrenalin, Cortisol usw. werden halt durch körperliche Anstrengung abgebaut).

        Dass in so einer Situation gestern von vermeintlichen Hardcore-„Fans“ aber tatsächlich ein Banner mit den Worten „Ey Jungs, wir machen uns echt Sorgen um euch“ aufgehangen wurde, war unfassbar. Da scheinen einige der Ultras reges Interesse zu haben, die Mannschaft zusätzlich zu verunsichern – vielleicht wirklich in der Hoffnung, so Anfang und evtl. Veh absägen zu können, um den Vorstand zu treffen.

        Wenn es mein Hauptziel wäre, Leverkusen zu schaden, dann würde ich mich mir einen Leverkusen-Schal umlegen und so ein Banner jetzt in deren Stadion aufhängen. Wie kann jemand ernsthaft von sich behaupten, FC-Fan zu sein, und so ein Banner aufhängen? Das ist ja auch kein Augenblicksversagen, sondern wurde vorbereitet. Hier ging es allein darum, sich selber auf großer Bühne in Szene zu setzen – es war bezeichnend, dass das Banner kombiniert wurde mit hochgehaltenen Schildern mit Fanforderungen an den Vorstand. Vereinspolitik auf dem Rücken der Mannschaft.

  7. Oscar F says:

    Situationen, in denen der FC aus der Abwehr hinaus einen Spielaufbau anstrebt funktionieren überhaupt nicht. Wenn der Gegner ein aggressives Pressing spielt ist das System praktisch ausgerechnet. Die Abwehrfehler sind Haarsträubend. Anfang muss sich daran messen lassen. Die Zweifel an seinem System sind berechtigt. Er muss jetzt zeigen dass dieser „Prozess“ irgendwann auch Früchte trägt.

  8. Flizzy says:

    In welchem Universum ist der Kader des HSV teurer als der vom Effzeh? Laut Transfermarkt liegt unserer bei 74,90 Millionen mit einem Durchschnittswert von 2,58 Millionen pro Spieler. Der vom HSV bei 56,95 Millionen bei einem Durchschnittswert von 1,73 Millionen.

    Das andere Problem im Moment ist einfach ein eier- und ideenloser Effzeh mit einem Trainer der die Mannschaft momentan einfach nicht in den Griff bekommt. Das einzige was Anfang im Moment in den Griff bekommt sind Ausreden & Phrasen runterleihern, sich mit dem Schiedsrichter und der gegnerischen Trainerbank anlegen, steif auf seinem nicht funktionierenden 4-1-4-1 festhalten und an der Seitenlinie rumbölken.

    Wenn sich das nicht bald ändert und Anfang und Veh die Mannschaft in den Griff bekommen, sehe ich den Aufstieg als stark gefährdet. Klar war, dass die zweite Liga kein Zucker schlecken wird, aber die dargebotene Einstellung und Leistung im Moment ist einfach unterirdisch gemessen an den vorhandenen Möglichkeiten (die der Effzeh ja angeblich hat).

    • Klio says:

      Der HSV ist wirklich der teuerste Kader der 2. Liga, @ Peter Josef – bei den Gehältern. Der HSV ist mit Abstand der Spitzenreiter in der Gehaltsrangliste der 2. Liga.

      Normalerweise sind Gehaltszahlungen aussagekräftiger für die Stärke einer Mannschaft als die (fiktiven) Transfersummen. Transfersummen sind eine Spekulation über die zukünftige Entwicklung. Ein junger Spieler ist automatisch teurer als ein älterer Spieler, auch wenn der Ältere für die Mannschaft sehr viel wertvoller sein sollte. Wenn bei der sportlichen Leitung eines Vereins nicht sehr viel schief läuft, verdienen Spieler im Allgemeinen entsprechend ihrer Leistungsfähigkeit. Z.B. bei Schalke: Naldo ist deren notenbester Feldspieler, hat aber den Transferwert eines Bruchteils von z.B. Hamza Mendyl oder Abdul Rahman Baba, die ganz weit unten stehen bei den Kicker-Noten. Naldo wird aber garantiert besser verdienen als Mendyl und Baba.

      Beim HSV gilt das nicht unbedingt, da ist bei den Spielerverträgen sehr viel schiefgelaufen (im Gegensatz zum FC). Der HSV hat zu Bundesliga-Zeiten den Spielern mit den höchsten Gehältern Verträge gegeben, die so auch in der 2. Liga gelten. Deshalb mussten sie auch so dringend Leute abgeben, auch weit unter „Transfermarkt“-Wert oder ablösefrei. Viele Großverdiener sind aber geblieben (z.B. Lasogga). Deshalb haben im Fall HSV die Gehälter nicht so viel Aussagekraft wie sonst.

      Das Spiel gegen den HSV könnte eher dadurch schwierig werden, dass es das so kurz nach dem Trainerwechsel ist. Auch wenn Trainerwechsel bei kriselnden Vereinen insgesamt für das Saisonergebnis laut Statistik nichts bringen, haben sie einen Effekt für die ersten Spiele. Da laufen Spieler doch extramotiviert auf, um sich im Kampf um Kader- und Startelf-Plätze zu präsentieren.

  9. Max Moor says:

    na klar werden die gegen Schalke und HSV Verlieren !!! hast du die letzten 3 Spiele vom FC gesehen die waren Erbärmlich !!! haben es doch schon gegen Duisburg , Kiel und Heidenheim verbockt und besser wirds unter Anfang nicht mehr werden !!! Die Tabelle können wir bald Drehen . Hector brauchen wir auch nicht mehr der kann im Winter gehen für das viele Geld was der kostet gibs besseres Material 200 % !

  10. Max Moor says:

    Am Schiedsrichter hats gestern auch nicht gelegen ! Köln spielt Ideenlos und Ohne Konzept und jede Mannschaft kann das Anfang System aussen FF !!! Einziger Lichtblick war Gestern Guirassy und auch Risse hat gut gekämpft . Mere zeigte sich auch stark verbessert aber sonst nur Totalausfälle !!! !!!

  11. Cöln Christian says:

    Der Schiri war schlecht und hat dem FC geschadet. Er war auch Video Schiri in Mainz. Er hat den Elfer zu Unrecht gegeben.
    Zum FC. Solche Spiele wie gegen Duisburg, Kiel u. Heidenheim muss man gewinnen. Das muss der Anspruch sein. Da muss man nicht diskutieren.

  12. OlliW says:

    Richtig. Muss man. Und das wissen alle Spieler und alle Verantwortlichen.

    Ich fand es Samstag auch wieder sehr enttäuschend. Aber ich bin weniger sauer als noch gegen Kiel, weil in HZ 2 eine Menge versucht wurde und Heidenheim spielerisch eine andere Hausnummer war als Kiel. Das Spiel vom FC war insgesamt besser, als zuletzt. Es gab mehr Torschüsse, mehr Ballaktionen (siehe Statistik) und eben auch mehr Pech und wieder – und das ist das Ärgerliche – die verpennte Anfangsphase und damit ein Gegentor und das unnötige Hinterherlaufen. Das kann nicht jedesmal klappen, das aufzuholen. Das ist ja auch nicht das Konzept. Mit dem nötigen Spielglück macht Risse seinen in den Winkel und Guirassy seinen Volley rein. Da können sich die Heidenheimer beim Tormann bedanken. Wir haben ja im Vorfeld gelesen, das der zu den Besten zählt.

    Ich sehe ferner: Anfang scheint fast ein wenig verzweifelt, weil die Mannschaft das nicht umsetzt, was er sagt. Es ist bestimmt nicht sein Plan, immer einem unnötigen Rückstand nachzulaufen. Es ist sein Plan, zur Pause 1 oder 2 Null zu führen. Wird aber schwierig, wenn die Gegner immer in Führung gehen, weil geschlafen wird. Anfang kennt die Gegner genau und weist regelmäßig auf ihre Stärken hin. Nutzt nur alles nix, weil irgendwas an der Psyche im Team nicht passt. Ein, zwei Fehler und wir liegen hinten, weil sich diese Fehler fortsetzen. Eine enorme Nervosität und Versagensängste sind in der Mannschaft zu spüren. Wo kommt das her? Es muss wohl an Köln liegen. Und ein „Sorgen“-Plakat macht es da garantiert nicht besser!

    Zur Erinnerung: Der Anfang hat mit einem besseren Amateurclub (Kiel) mit denselben Ansagen und System fast den Aufstieg geschafft! Warum klappt das (bislang!) noch nicht so überzeugend mit einem besseren Kader, besseren Individualisten und einem teureren Etat bei insgesamt besseren Bedingungen? Das ist die große Frage. Nächste Frage in dem Zusammenhang: Was ist passiert nach dem Bielefeld-Spiel? Was ist anders? Warum wird das letztlich beste Spiel der Saison nicht ein wenig fortgesetzt?

    Einige sagen hier, dass es arrogant wäre, zu einfach und arrogant anzunehmen, man könnte die alle einfach so abschießen. Das ist vollkommen richtig! Nur darf man dann nicht Anfangs und Vehs Kopf fordern, wenn es eben nicht so ist. Wir sehen immer weider, dass in Liga zwei KEIN Team regelmäßig genug punktet, um den FC zu gefährden (Toi Toi Toi bislang). Den HSV nehme ich mal aus. Es ist sehr knapp da oben, ja. Aber das muss aber es nicht bleiben, wenn die Vereine aus Berlin, Fürth, Pauli und Co weiterhin solche Wundertüten sind. Der FC kann sich also nur selbst ein Bein stellen. Daher braucht er Vertrauen und Geschlossenheit. Wenn jedoch von außen immer wieder herumgeheult wird, wie von einigen Fans, mit dem Ziel, den Vorstand vor nächsten Oktober schon loszuwerden – was völlig aussichtslos ist! – dann trägt das bestimmt nicht zum nötigen Selbstvertrauen bei. Alles muss jetzt dem Aufstieg untergeordnet werden! Egal, wie der zustande kommt. Nächsten Sommer muss und wird dann einiges passieren müssen. Und dann ist auch die rechte Zeit dazu. Nicht jetzt, denn es ist wie es ist und es bleibt erst mal so!

    Außerdem: Weder Anfang noch Veh reden irgend etwas schön! Ich weiß nicht, wie man darauf kommen kann. JEDESMAL heißt es von Seiten der Verantwortlichen und auch der Spieler: Das ist nicht genug, das war Mist, wir müssen 95 Minuten klotzen, wir müssen die Fans begeistern, wir müssen uns auf einen langen Kampf einstellen, die Liga ist schwer etc. Wir dürfen nicht immer halbe Halbzeiten verschlafen… Die sind also genau so frustriert wie die Fans.

    Wenn das jetzt also die „große Krise“, die „Talfahrt“ (sic.), die Punkte-Delle sein soll, die jeder, wirklich jeder Verein mal in der Saison hat, dann ist es eben so und da kommen wir auch wieder raus.

    Ich hab mir gestern das Frankfurt Spiel und Schalke angesehen … sag ich nichts weiter zu. Die Kölner Fans würden ausflippen, wenn der FC so schlecht gespielt hätte!
    Also. Anpacken und weitermachen!

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