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Gewinner Guirassy: Mit ihm gewinnt der Effzeh immer

In Kiel war er noch enttäuscht: Serhou Guirassy war im Holstein-Stadion erstmals in dieser Saison nicht zum Einsatz gekommen. Das änderte sich gegen den 1. FC Heidenheim wieder, und der Franzose zeigte, dass der 1. FC Köln in ihm einen wichtigen Spieler im Kader hat. Darf der Angreifer gegen den FC Schalke 04 wieder beginnen?

Köln – Serhou Guirassy hat eine Weiße Weste: vier Startelfeinsätze in dieser Saison, vier Siege. Gegen Bochum, St. Pauli, Sandhausen und Bielefeld begann der Franzose als Linksaußen, alle Partie gewann der FC. Guirassy steuerte in diesen Spielen ein Tor und einen Assist bei, half aber vor allem auch dabei, dass Simon Terodde im Strafraum mehr Freiraum hatte als sonst, da Guirassy von der linken Seite immer wieder in den Strafraum vorstieß und so gegnerischen Abwehrspieler band, die sich dann wiederum nicht um Terodde kümmern konnten.

Der äußerliche Eindruck täuscht

Trotzdem kam Guirassy im Heimspiel gegen Duisburg erst zwölf Minuten vor Schluss in die Partie, in Kiel durfte er überhaupt nicht ran. Prompt fehlte dem FC jede Durchschlagskraft in der Offensive. Zufall? Gegen Heidenheim erinnerte die Partie vor der Halbzeitpause noch den beiden anderen Spielen. Dann kam der 22-Jährige für Özcan rein und avancierte zum Hauptverantwortlichen dafür, dass es in Hälfte zwei deutlich besser wurde. Verdientermaßen war es der Mann mit der Nummer 19, der den Ausgleich per Kopf erzielte.

„Wenn wir viel in den Strafraum flanken, tut es gut, wenn du im Strafraum noch einen weiteren kopfballstarken Spieler hast“, sagte Trainer Markus Anfang nach dem Spiel. „Serhou hat eine Art Fußball zu spielen, die kommt beim Zuschauer nicht immer so konsequent rüber. Aber er hat Qualität, hat für Torgefahr gesorgt, geht ins Eins gegen Eins.“

Tatsächlich scheint Guirassy das Spiel immer wieder langsamer zu machen, weil er nicht immer den schnellen Pass zum nächsten Mitspieler sucht. Doch der gelernte Mittelstürmer fällt als einer der wenigen Spieler im FC-Kader dadurch auf, dass er gerne das direkte Duell mit einem Gegenspieler sucht, ins Zentrum zieht, Fouls zieht, Freistöße herausholt oder den Abschluss sucht.

Plan B: Zweiter Zielspieler neben Terodde

Guirassy hat die Rolle auf der linken Außenbahn angenommen, weil er weiß, dass seine Position im Zentrum durch Terodde und Jhon Cordoba besetzt ist. Weil die Spielidee von Markus Anfang keinen Plan B mit einer zweiten echten Spitze vorsieht, kommt Guirassy dieser Variante am nächsten, da er vor allem immer dann den direkten Weg in den Strafraum sucht, wenn der FC über die andere, die rechte Seite angreift. So kam Guirassy auch gegen Heidenheim im Schatten Teroddes gleich zu mehreren Chancen, da der FC nicht mehr nur einen Zielspieler im Sechzehner hatte.

Ob Anfang auf den positiven Auftritt Guirassys reagiert und den Franzosen im DFB-Pokal gegen den FC Schalke 04 wieder von Beginn an nominiert? Mit den Königsblauen verbindet der 22-Jährige zumindest noch eine gute Erinnerung. Im letzten Spiel unter Peter Stöger am 2. Dezember 2017 auf Schalke traf Guirassy beim 2:2 doppelt. Das würde er am Mittwochabend vor heimischem Publikum gerne wiederholen – auch, um seine Serie als ungeschlagener FC-Stammspieler in dieser Saison fortzusetzen.

5 Kommentare
  1. Helmut Klöckner says:

    Seltsam, dass Herr Merten die Qualität von Guirassy erkennt, unser Trainer aber trotzdem nur immer einen Stürmer aufstellt.
    Wäre am Samstag Öscan nicht verletzt worden, dann hätte Anfang Guirassy sicher wieder in der achtzigsten Minute gebracht.
    Mich erinnert die Spielweise des FC momentan an die Zeiten, als lange Bälle auf Modeste gespielt wurden.
    Grausam anzusehen, was der Trainer da aufstellt und spielen lässt. So wird das nichts mit dem direkten Wiederaufstieg.

  2. mal im Ernst says:

    Nein Herr Klöckner wie können Sie nur unserem super Trainer Grausamkeit unterstellen. Das ist aber eine derartige Beleidigung von Ihnen , da muss doch der Herr Merten einschreiten und Ihnen eine Verwarnung aussprechen. Wo Sie lange Bälle sehen wie früher auf Modeste bleibt mir auch ein Rätsel.

  3. Franz-Josef Pesch says:

    Anfang sollte zu Hause im eigenen Stadion einfach mal den Mut haben mit einer Doppelspitze aufzulaufen, den Gegner von Beginn an unter Druck zu setzen, anstatt Angsthasenfussball den Fans Samstag für Samstag vorzusetzen. Es schien ja schon so, daß den Spielern ihre fussballerische Stärke abhanden gekommen ist, und es ist erbärmlich wie die Mannschaft bisher im eigenen Stadion aufgetreten ist.

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