Höger, Horn, Schaub: Fällt das nächste FC-Trio aus?

Muss der 1. FC Köln den nächsten herben Rückschlag hinnehmen? Nach den Verletzungen von Christian Clemens, Vincent Koziello und Lasse Sobiech droht den Geissböcken nun der Auswahl des nächsten Trios. Insbesondere um Louis Schaub sorgt sich der FC nach dem 1:1 bei Holstein Kiel.

Kiel – Es war eine gute halbe Stunde gespielt, als Louis Schaub einem Gegenspieler nachlief, ihm auf dessen Fuß stieg und dabei selbst umknickte. Schaub blieb liegen, signalisierte sofort der Bank, dass er behandelt werden müsse. Und tatsächlich: Für den Österreicher ging es nicht weiter. Simon Zoller kam in die Partie, während Schaub humpelnd in der Kabine verschwand.

Diagnosen für Sonntag oder Montag erwartet

Doch damit nicht genug an diesem Tag im Holstein-Stadion. Schon vor dem Anpfiff hatte es einen Verletzten gegeben. Marco Höger zog nach dem Aufwärmen die Konsequenzen aus muskulären Problemen, die ihn schon am Freitag im Abschlusstraining belastet hatten. Das bestätigte später Trainer Markus Anfang. „Högi hat damit schon trainiert, deswegen hatten wir 19 Mann mitgenommen. Leider ist es dann eingetroffen, dass er nicht spielen konnte.“ Für Höger hatte Niklas Hauptmann begonnen.

Doch noch einen dritten Verletzten nahmen die Geissböcke aus Kiel mit zurück nach Köln: Jannes Horn humpelte nach dem Spiel in die Kabine und später in den Bus zurück zum Flughafen. Was den Linksverteidiger genau schmerzte, war nach der Partie nicht sofort klar. Klar ist nur: Die medizinische Abteilung der Geissböcke hat am Wochenende gut zu tun. Am Sonntag werden alle drei Patienten zu genaueren Untersuchungen erwartet. Dann wissen die Kölner, auf wen sie wie lange werden verzichten müssen. „Ich muss jetzt erst mal eine Bestandsaufnahme machen, aber es könnte besser laufen“, gestand Anfang.

So viele Ausfälle in der Kürze der Zeit sind schwierig

Nach Clemens, Koziello und Sobiech drohen nun also auch noch Höger, Horn und Schaub auszufallen. Zusammen mit dem aktuell noch angeschlagenen Marcel Risse könnte es für den Effzeh personell nun plötzlich mächtig eng werden – und das nur innerhalb von zwei Wochen. „Solche Spieler sind schwer zu kompensieren“, sagte nach der Partie Dominick Drexler. „Es ist ein Nackenschlag im Spiel, wenn Högi vor dem Anpfiff nicht spielen kann oder Louis am Boden liegt.“ Entsprechend groß waren denn auch die Probleme gerade im Spiel nach vorne. Mit Clemens, Koziello und Schaub fehlten drei wichtige Offensivspieler, dazu merkte man das Fehlen von Högers Passqualität im Spielaufbau.

„Natürlich haben wir jetzt viele Verletzte“, konstatierte Sportchef Armin Veh. „Wir können es noch einigermaßen verkraften, aber so viele Ausfälle auf einen Haufen in der Kürze der Zeit sind schwierig.“ Am Sonntag und Montag wird klar sein, wie die Perspektive für die angeschlagenen Spieler sein wird. Doch der FC muss sich darauf einstellen, dass es nicht bei dem bisherigen Trio, das bis zur Winterpause ausfällt, bleiben wird.

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