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Kölns roter Faden: Das war gut, das war schlecht

Lob für die Defensive und Benno Schmitz

Der 1. FC Köln hat es verpasst, die Niederlage gegen den MSV Duisburg auszumerzen. Noch mehr sogar: Das 1:1 bei Holstein Kiel fühlte sich durch den späten Ausgleich wie eine weitere Niederlage an. Der Effzeh muss nun schnell in die Erfolgsspur zurückfinden. Richtungsweisende Wochen stehen an.

Kiel/Köln – Dem 1:2 zuhause gegen Duisburg folgte am Samstag ein 1:1 in Kiel. Simon Teroddes Elfmetertor reichte nicht zum Sieg, weil Jorge Meré und Timo Horn ein Missverständnis unterlief, sodass Heinz Mörschel in der 89. Minute den Ausgleich für die Störche erzielen konnte. Markus Anfang und sein Team haben eine Menge Arbeit vor sich.

Das war gut

Ohne Frage zeigte sich der Effzeh am Samstag in Kiel defensiv verbessert. Nach der ersten Saisonniederlage gegen Paderborn hatte Köln am folgenden Spieltag in Sandhausen auf eine stabile Defensive gesetzt – mit Erfolg. Das gleiche Mittel wandte Anfang nun in Kiel an – und hatte damit 88 Minuten Erfolg. Wäre der FC mit dem 1:0 nach Hause gefahren, hätte der Erfolg die Mittel geheiligt. Denn letztlich brauchte Köln Punkte, um zurück in die Erfolgsspur zu finden. Vor allem, weil die Geissböcke nicht nur die Niederlage gegen Duisburg, sondern auch die drei Verletzungen von Clemens, Koziello und Sobiech hatten verkraften müssen, genauso wie den Ausfall von Höger und die Verletzung Schaubs während des Spiels.

Anfang hatte daher auf eine Doppel-Sechs mit Jonas Hector und Salih Özcan gesetzt. Das Duo machte seine Sache defensiv stark. Der A- und der U20-Nationalspieler Deutschlands waren ein zweikampfstarkes und robustes Duo vor der Abwehr. Zusammen mit einer neu formierten Viererkette, in der Benno Schmitz defensiv ein ordentliches Pflichtspiel-Debüt feierte, machten die Kölner hinter fast alles dicht. Timo Horn musste in den ersten 88 Minuten kein einziges Mal seine Klasse demonstrieren. Ein Verdienst der guten Defensivarbeit.

„Wir haben es nach hinten heute richtig gut gemacht“, sagte Sportchef Armin Veh und verteilte ein Sonderlob. „Benno Schmitz hat es für sein erstes Spiel richtig gut gemacht.“ Der Rechtsverteidiger gilt als der defensiv solidere und sicherere Spieler als der offensivstärkere Matthias Bader, und so könnte Schmitz in den kommenden Wochen zunächst den Vorzug erhalten, um jene Stabilität beizubehalten, die Köln über weite Strecken der Partie in Kiel zeigte. Abwehrchef Rafael Czichos unterstrich nach der Partie: „Wir haben defensiv ein richtig gutes Auswärtsspiel gemacht, nichts zugelassen. Aus dem Nichts kommt durch ein Missverständnis der Ausgleich. Das ist bitter. Trotzdem müssen wir diese Leistung in der Defensive in die nächsten Wochen mitnehmen.“

4 Kommentare
  1. OlliW says:

    Oh ja, die Doppel-6 war wohl definitiv eine gute Entscheidung, auch exakt in dieser Besetzung. Und Benno Schmitz auf rechts hinten ist eine gute Wahl, die sich hoffentlich verstetigt. Risse davor wäre eine Idee für Samstag. Überhaupt gibt es an der Abwehr bis auf Merès „Halbaussetzer“ nix zu meckern.

    Allerdings waren das jetzt zwei Spiele in Reihe, wo man mit der Ausbeute, dem Auftritt und der offensiven Selbstverständlichkeit absolut nicht zufrieden sein kann! Frech, zielgerichtet und mutig sind irgendwie immer nur die anderen. Anlaufen und Druck gegen den Ballführenden machen die auch allesamt – Warum nicht wir?! Das kann echt nicht sein! Überheblichkeit ist ja nicht angebracht, klar. Aber man darf schon mal als der Favorit auftreten, als den einen alle ansehen! Wenn allerdings von der Mittellinie aus nicht der Pass ins Halbfeld, mittig zum Nebenmann bzw. zum teils mutterseelenallein stehenden Spieler rechts oder links vorne kommt, sondern der Ball 45 Meter weit zurück zu Timo geht, ist das nicht wirklich souverän. Das kann man bei 2:0 in der 80. machen. Aber nicht in der 60., wenn man dringend das zweite Tor mache muss. Es war ja mit Händen greifbar, dass es sich rächen könnte. Das Mittel gegen den FC ist zurzeit: Stören im Spielaufbau, hoch anlaufen, mit zwei oder drei Mann auf den Ballführenden Mittelfeld- oder Defensivspieler. Klappt, denn die Räume, die dadurch beim Gegner entstehen, bleiben ungenutzt. Wenn es weiter nach vorne geht, wird Terodde gedeckt. Ende. So werden derzeit auch Tore verhindert. Eine schnelle spielstarke Mannschaft kann dann bei Ballgwinn schnell kontern. Eine gezielte Aktion reicht dann oft. Im Zweifelsfall patzt Timo auch noch und schon ist es vorbei mit der Herrlichkeit.

    Umstellungen in der Elf sind allerdings leider zwangsläufig, wenn es jede Woche verletzte Stammspieler gibt. Wenn Schaub, Horn und Höger wackeln bzw. erst mal ausfallen sollten, sind es gegenüber den ersten Saisonspielen schon 6. Das steckt auch der vermeintliche „FC Bayern der 2. liga“ nicht so en passent weg, wie wir sehen. Und so passiert es, dass alles jetzt vor Heidenheim zittert. Die Fans sowieso. Heidenheim!

    (Apropos Bayern: Die Gleiche Punktausbeute hüben wie drüben: 2 je Spiel bislang. In Liga zwei reicht das für Platz 1, weil es wohl keinen „BVB von Liga 2 gibt“ – keiner Gag am Rande ;-)

  2. ralf brostewitz says:

    ….schlechte leistung hin oder her, was mich persönlich stört bzw, kontraproduktiv ist – die aussagen vom trainer und dann das was man auf dem platz sieht – anfang : dominant – selten ; hoch verteidigen und anlaufen – noch seltener ; unser spiel durchdrücken – ?? wir spielen nicht auf verwalten – ?? es war doch in kiel für fast alle die es gesehen haben nur eine frage der zeit wann wir das gegentor fressen – hat das der coach nicht gesehen ? muss man da nicht reagieren ? immer weiter und weiter arbeiten ! COME ON EFFZEH !

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