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Umstrittener Satzungsantrag zurückgezogen


Friedhelm Henze und Michael Tuchscherer haben ihren Antrag auf Satzungsänderung einen Tag vor der Mitgliederversammlung des 1. FC Köln zurückgezogen. Das gaben die beiden Initiatoren am Dienstag in einer Pressemitteilung bekannt.

Köln – „Die beiden Antragsteller teilen mit, dass sie den Antrag auf Satzungsänderung zu § 24, der zukünftig eine verbindliche Regelung vorsah, die Kontroll-, und Überwachungarechte des Mitgliederrates in Bezug auf die Tätigkeiten des Vorstandes im Verein als auch auf die Beteiligungsgesellschaften vorzusehen, nach langen Diskussionen mit FC-Mitgliedern und dem Mitgliederrat zurückziehen. Vorstand und Mitgliederrat des 1.FC Köln wurden heute vorab informiert.“

Bedauern, dass es zu Irritationen gekommen ist

Henze und Tuchscherer erklärten weiter, sie würden es „bedauern, dass es zu Irritationen und anscheinenden Missverständnisse um den zusätzlich eingeführten § 24.3, der ein Einsichtsrecht des Mitgliederrates in Unterlagen der Tochterunternehmen, gekommen sei“. Es sei nie die Absicht der Antragsteller gewesen, auf diesem Wege zum Beispiel in Spielerverträge der Profifußballer Einsicht zu erhalten. Man habe noch versucht, einen überarbeiteten Entwurf der Satzungsänderung einzubringen, dies sei aber juristisch aufgrund der nötigen Fristen nicht möglich gewesen. Ebenso sei eine Aufspaltung der Änderungsvorschläge nicht möglich gewesen. Daher sei ein Rückzug des Antrags unumgänglich geworden.

Der Antrag hatte unter anderem vorgesehen, dass der Mitgliederrat mit einer Minderheit von 25 Prozent alle Dokumente und Verträge der aus dem Verein ausgelagerten KGaA hätte einsehen dürfen. Somit wäre es einer Minderheit möglich gewesen, jederzeit die Vorgänge in der Lizenzspielerabteilung zu überwachen, deren Kontrolle dem Aufsichtsrat und dem Vorstand sowie dem Gemeinsamen Ausschuss unterliegt. Henze und Tuchscherer kündigten an, im nächsten Jahr erneut einen, dann angepassten, Antrag einbringen zu wollen.

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