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„Unsere jungen Spieler schauen zu Anthony auf“


Der Tag der Deutschen Einheit war in diesem Jahr auch die – zumindest zeitweilige – Wiedervereinigung zwischen Anthony Modeste und dem 1. FC Köln. Der Franzose ist vorerst wieder zurück in Köln bei seiner Familie und hält sich in der U21 des FC fit. Für die jungen Spieler ein Glücksfall.

Köln – Die U21 hat aktuell eigentlich andere Sorgen als das Auffangbecken für vertragslose Spieler zu sein. Doch bei Anthony Modeste liegen die Dinge gänzlich anders. Dass Armin Veh von einem „verdienten Spieler“ des FC sprach und ihm die Teilnahme am U21-Training gestattete, dürfte die letzten Wunden geheilt haben, die durch den unwürdigen Abgang des 30-Jährigen nach China entstanden waren.

Modeste ist wieder Teil der FC-Familie. Und so soll er nun auch helfen, der U21 des 1. FC Köln wieder etwas Leben einzuhauchen. Bekanntlich liegen die Jung-Geissböcke in der Regionalliga punktgleich mit dem Tabellenletzten auf dem vorletzten Rang. Elf Spiele, fünf Punkte, kein Sieg, die zweitschlechteste Offensive: Die zweite Mannschaft des 1. FC Köln braucht dringend frischen Wind. Da kommt Modeste gerade recht.

Er gibt im Training Gas und ist ein guter Typ

Klar ist zwar, dass Modeste nur trainieren, aber nicht für die Regionalliga-Mannschaft spielen wird. Doch der Franzose gilt nicht nur als Spaßvogel in der Kabine vor und nach dem Training, sondern zeigte schon am Mittwoch im Training seinen sportlichen Wert. Viele Spieler, so die Beobachtung des Trainerteams um Chefcoach Markus Daun, zeigten sich am ersten Tag mit Modeste im Team konzentriert und motiviert. Daher nahm Daun die Unterstützung im Training gerne mit. „Ich habe die Information bekommen, dass Tony bei uns mittrainieren wird“, sagte der Trainer dem GEISSBLOG.KOELN. „Er gibt im Training Gas und ist ein guter Typ, zu dem unsere jungen Spieler aufschauen.“

Zwar werden die Spieler am Samstag in Wattenscheid alleine und ohne Modeste um Punkte kämpfen müssen, doch die Qualität des Trainings steigt durch Modeste. Der 30-jährige Stürmer gehört auf dem Rasen zu den Spielern ohne große Starallüren. Zudem betonte der Franzose nach seiner Einheit, froh zu sein, überhaupt wieder an einem Mannschaftstraining teilnehmen zu können (mehr dazu hier). Und so könnte die U21 vom Gute-Laune-Stürmer und dessen Qualität in der Offensive profitieren. Schließlich hat Modeste in der Vergangenheit bewiesen, dass sich junge Stürmer wie Kaan Caliskaner, Adrian Szöke oder Paul Maurer eine ganze Menge vom einstigen 40-Tore-Mann des 1. FC Köln abschauen können. Darauf setzt auch Daun.

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