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Veh lobt Cordoba: „Auffällig, wie gut er trainiert“

Jhon Cordoba und der 1. FC Köln: Lange war diese Verbindung nicht von Glück geprägt. Doch seit einigen Wochen hat sich beim Kolumbianer etwas verändert. Das findet auch Armin Veh. Der Sportchef verteilte am Mittwoch Streicheleinheiten an den 25-Jährigen.

Köln – Wer Simon Terodde und Jhon Cordoba am Mittwoch im Training beobachtete, konnte schon einmal durcheinander kommen: Wer war doch gleich der Superstürmer mit den 16 Toren in neun Pflichtspielen? Und wer war der Millionen-Flop der letzten Saison?

Cordoba kämpfte, rannte, schoss, köpfte – und traf. Terodde dagegen verlor Bälle, Zweikämpfe und Eins-gegen-Eins-Duelle mit den Torhütern. Durchaus kein Problem, denn Terodde gehörte auch in den letzten Wochen nur selten zu den explosivsten und auffälligsten Spielern im Training. Er behielt sich die Kaltschnäuzigkeit für die Ligaspiele vor.

Er hat die Torphobie abgestellt

Doch Cordoba demonstriert dieser Tage, dass sich etwas für ihn verändert hat. Der Stürmer kann sich auf die Fahnen schreiben, einen Weg aus der Krise gefunden zu haben. Im letzten Monat traf er bei beiden Testspielen in der Länderspielpause, dazu in zwei von fünf Ligaspielen, in denen er jeweils in der Schlussphase eingewechselt worden war. Insgesamt brauchte er für diese beiden Ligatore, seinen ersten beiden Ligatreffer für die Geissböcke überhaupt, nur 59 Minuten Einsatzzeit.

„Jhon ist auffällig, wie super er sich bewegt“, sagte Armin Veh am Mittwoch. „Er hat die Torphobie schon abgestellt, das ist jetzt mal der Anfang. Man merkt, dass das Selbstvertrauen wieder da.“ Bei Cordoba scheint die Weisheit zu greifen, die auf so viele Stürmer zutrifft: Wenn man als Stürmer nicht trifft, frisst man sich irgendwann selbst auf. „Besonders bei ihm mit seiner Vergangenheit hier“, sagte Veh. „Das war nicht so glücklich für ihn. Aber jetzt trainiert er richtig gut. Das ist auffallend.“ Zwar hat Cordoba mit Terodde weiterhin einen Topstürmer vor der Nase. Doch es scheint, als ob sich der 25-Jährige zu einem zuverlässigen Joker entwickeln könnte.

3 Kommentare
  1. Ulrich Treimer says:

    Warum spielt Cordoba nicht vorne rechts? Auch wenn es nicht seine optimale Postion ist, bleibt er immer schwer zu verteidigen. Sein Problem im letzten Jahr war ausschließlich der schwache Abschluß und das Selbstvertrauen. Schaub sehe ich ohnehin lieber hinter den Spitzen.

    • Horst Hese says:

      Habe mir ihn auch gut dort vorstellen können, bis er letzte Saison auf Aussen in einem Spiel gespielt hat. Es war taktisch ne Katastrophe. Er wusste nicht wohin er laufen sollte und die Defensivarbeit war nicht vorhanden. Er hat eigentlich absolut die Voraussetzungen, aber braucht er mehr Spielverständnis dafür

  2. OlliW says:

    Ich denke auch, das man dem Jungen bei all seiner Motivation und Sperrigkeit durchaus offensiv im MA oder rechts auf Außen sehen könnte. Ihn immer nur als Knipser-Spitze und als Joker zu bringen, wenn T-Rod seine Schuldigkeit getan hat (oder mal nicht trifft bis zur 75.), ist zu eng gedacht, finde ich.

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