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Daun bleibt beim Effzeh – neue Funktion noch offen

Die U21 hat am Dienstag das Training unter ihrem neuen Trainer Andre Pawlak aufgenommen. Unter den Augen von NLZ-Leiter Matthias Heidrich nahm der Regionalligist die Vorbereitung auf die Rückrunde auf, die am Samstag beginnt. Derweil scheint klar, dass der von seinen Aufgaben entbundene Markus Daun beim Effzeh bleiben wird.

Köln – Acht Punkte Rückstand muss Andre Pawlak in den verbliebenen 17 Spielen in der Regionalliga West aufholen, um den Klassenerhalt noch möglich zu machen. Noch vor der Winterpause stehen vier richtungsweisende Spiele an – drei davon gegen direkte Konkurrenten im Tabellenkeller. Am Samstag beginnt die Aufholjagd gegen den 1. FC Kaan-Marienborn (16.), anschließend geht es zum Bonner SC (15.) und zum TV Herkenrath (18.). Drei Spiele, in denen Siege eigentlich die Kölner Pflicht sind, um überhaupt noch mal am Klassenerhalt schnuppern zu können.

„Wir wollten in diesen letzten Spielen vor der Winterpause noch einmal einen Reiz setzen“, sagte Matthias Heidrich dem GEISSBLOG.KOELN. Der NLZ-Chef war zusammen mit seinem Co-Leiter Carsten Schiel zu der Erkenntnis gekommen, dass unter Markus Daun die Reise mit der U21 in die fünfte Liga gegangen wäre. So trennte man sich vom 38-Jährige nach dem 1:1 am vergangenen Samstag gegen Wuppertal. Schon unter der Woche hatte sich abgezeichnet, dass Daun im Falle eines ausbleibenden Sieges seinen Posten räumen müsse.

Heidrich und Daun kennen sich gut

Dennoch ist Daun vom FC nicht entlassen worden. Der Vertrag des Fußballlehrers läuft noch bis 2020, und Daun soll und will diesen erfüllen. Heidrich erklärte, Daun solle nach dem schweren halben Jahr als Co-Trainer der Profis mit dem Abstieg und dem anschließend ebenfalls schweren halben Jahr als U21-Chefcoach Abstand gewinnen, den Kopf frei bekommen und sich neu ordnen. „Dann werden wir alles weitere besprechen.“ Geplant ist, dass Daun weiterhin im Nachwuchs als Trainer arbeiten wird. In welcher Funktion, ist noch offen.

Heidrich, der gerade erst zwei Monate beim FC im Amt ist, verbindet mit Daun die jüngere Vergangenheit. Die beiden ehemaligen Bundesliga-Profis absolvierten in der Saison 2017/18 gemeinsam den DFB-Lehrgang zum Fußballlehrer, kennen und schätzen sich. Ein Verbleib des geschassten U21-Coaches beim FC ist daher keine Überraschung. „Dauni weiß, was im Profifußball erforderlich ist und wie hoch man springen muss, um den Weg zu schaffen“, sagte Heidrich. „Er lebt dieses Engagement vor und kennt den FC gut.“

Mir hätten nur Punkte helfen können

Daun selbst wird sich in dieser Woche noch einmal persönlich von seiner ehemaligen Mannschaft verabschieden und sich anschließend zunächst um seine Familie kümmern. Die Ablösung als Chefcoach hatte der einstige Stürmer kommen sehen. „Ich kann verstehen, dass die Verantwortlichen versuchen wollen, mit einem neuen Trainer einen Impuls zu setzen, um vielleicht auch das Spielglück zu erzwingen, das uns gefehlt hat“, sagte Daun dem GEISSBLOG.KOELN. „Ich bin mit mir im Reinen. Wir haben alles versucht, die Jungs gut eingestellt. Das 1:1 gegen Wuppertal war der Beweis dafür, dass ich die Mannschaft noch immer erreicht habe“, sagte der 38-Jährige. „Ich hatte nie das Gefühl, dass ich die Spieler verloren habe, aber ich bin lange genug im Geschäft um zu wissen, dass mir nur Punkte hätten helfen können.“

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