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FC unter Europas Tormaschinen – nur mit einem Problem

32 Tore in 13 Spielen – die Geissböcke sind mit einem Schnitt von 2,46 Toren pro Spiel die Ballermänner der Zweiten Liga in Deutschland. Sechs Tore mehr als Paderborn auf Rang zwei der Tortabelle, 15 Treffer mehr als Tabellenführer Hamburger SV. Aber nicht nur das: Der FC liegt auch unter den Topteams in Europa. Wenn da nicht ein Problem wäre.

Köln – Alles spricht über die Offensive von Paris St. Germain. Neymar, Cavani, Mbappé und Co. haben von 13 Spielen bislang nicht nur alle in der Ligue 1 gewonnen, sondern auch sagenhafte 46 Tore erzielt. Ein Schnitt von 3,53 Tore pro Spiel – da kann kein Team in Europa mithalten. Einzig, und das mag überraschen: die Young Boys Bern. Der Meister strebt mit 46 Toren in 14 Spielen der Titelverteidigung scheinbar unaufhaltsam entgegen.

Dahinter reihen sich nur noch wenige andere Teams, die auch nur annähernd mit dem 1. FC Köln und seinen 32 Toren in 13 Spielen mithalten können. Da wären in den Niederlanden der PSV Eindhoven mit 43 Toren aus zwölf Partien und Ajax Amsterdam mit 37 Treffern. In Dänemark hat der FC Midtjylland, der Nur-kurz-Klub von Dominick Drexler, in schon 16 Spielen immerhin bereits 41 Mal getroffen, der FC Kopenhagen 35 Mal. In Belgien thront Genk nach 15 Spieltagen dank 39 Toren an der Tabellenspitze vor Brügge, das auch schon 37 Mal getroffen hat.

HSV ist Tabellenführer trotz 15 Toren weniger

In den großen Ligen jedoch können nur zwei Teams mit der Torquote der Geissböcke mithalten: Manchester City, Tabellenführer der Premier League, hat 36 Tore in zwölf Spielen erzielt und damit satte drei Treffer pro Partie auf dem Konto. Der FC Barcelona führt die Primera Division dank 34 Toren in zwölf Spielen an und liegt damit im Schnitt zwischen ManCity von Pep Guardiola und dem FC. In Italien konnte jedoch selbst Cristiano Ronaldo seinem neuen Klub Juventus Turin nicht dazu verhelfen, mehr Tore als der Effzeh zu erzielen. Und in den zweiten Divisionen kommt in Europa nur West Bromwich Albion in England mit 37 Toren in allerdings schon 17 Spielen mit dem FC mit. In den anderen zweiten Ligen steht der Effzeh mit seiner Trefferquote im europäischen Vergleich weit vor den anderen Teams.

Der 1. FC Köln hat dabei jedoch ein Problem: Die Geissböcke müssten mit dieser Torquote eigentlich auch die Liga anführen. Doch bekanntlich liegt der Effzeh drei Punkte hinter dem Hamburger SV – und das, obwohl der HSV satte 15 Tore weniger erzielt hat. Doch erstens haben die Hanseaten sechs Gegentore weniger kassiert als die Geissböcke. Zweitens haben die Kölner Tore auch eine zweite Seite der Medaille. „Mir wäre es lieber gewesen, wenn wir die acht Tore gegen Dresden auf die letzten Spiele verteilt erzielt hätten“, sagte Trainer Markus Anfang und legte damit den Finger in die Wunde. Nur drei erzielte Tore in den vier Spielen zuvor hatten viele Punkte gekostet.

Zudem hat der 1. FC Köln, den ersten Spieltag gegen den VfL Bochum ausgenommen, kein Spiel gewonnen, in dem Simon Terodde nicht getroffen hat. Der Stürmer konnte bereits 16 Tore erzielen und führt damit die Torjägerliste der Zweiten Liga mit doppelt so vielen Toren wie seine Verfolger an. Doch traf Terodde zuletzt nicht, konnte Köln nicht gewinnen. Anfang und der FC hoffen, dass das neue Sturmduo Terodde/Cordoba diesen Trend in den kommenden Wochen wird durchbrechen können. Die Tore sollen künftig auf mehr Schultern verteilt werden.

16 Kommentare
  1. Flizzy says:

    „Mir wäre es lieber gewesen, wenn wir die acht Tore gegen Dresden auf die letzten Spiele verteilt erzielt hätten“, sagte Trainer Markus Anfang und legte damit den Finger in die Wunde.

    In seine eigene Wunde, denn hätte er Anfang früher reagiert und sein ach so geliebtes 4-1-4-1 umgestellt und die Spieler positionstreu eingesetzt, hätte er diesen Satz wahrscheinlich nicht sagen müssen.
    Ich hoffe, dass er es jetzt auch endgültig kapiert hat. Jetzt muss er nur noch begreifen, dass Vince Koziello statt Kölsch Högi in die Startelf gehört. Aber da wollen wir ihm dann doch nicht zuviel zutrauen bzw. zumuten…

      • Flizzy says:

        Echt total unverständlich jetzt die ganze „wertvolle“ Spielzeit in Liga 2 an einen Spieler zu geben, der sich nicht mehr weiterentwickelt, sondern im Gegenteil, seinen Zenit überschritten hat und sich eigentlich nur noch zurückentwickelt und nicht einem Toptalent wie Koziello zu geben, damit der sich entwickelt um dann in Liga 1 richtig durchzustarten. Erfahrung haben wir mit Hector, Terodde und T. Horn genug auf dem Feld. Selbst Drexler mit seinen 28 gehört eher zu den erfahrenen Leuten, trotz nur 2. und 3. Liga Erfahrung. Schaub, Koziello, Mere und Schmitz (ich fand ihn als RV bis jetzt immer sehr solide und besser als Bder) gehören einfach in die erste Elf, damit sie sich weiterentwickeln.

        • Jhen says:

          In einer 3er Kette haben Sie was Schmitz und Bader anbetrifft recht, in einer 4er Kette allerdings nicht. Bader hat deutlich technisch mehr drauf als Schmitz. Dass es mit der 4er Kette nicht funktioniert hat, liegt vor allem an der schwachen 6 und wie ich finde auch an dem zu langsamen Czichos. Ich würde Sörensen und Mere als Innenverteidiger Duo spielen lassen.

      • CK says:

        Da kann ich nur absolut zustimmen, entweder Vincent oder Salih müssen in diese Position hineinwachsen.

        ich würde das Zentrum mit Schaub, Koziello und Öczan/Drexler besetzen aber nur wenn der Drexler mal aus dem Quark kommt…
        Er spielt teilweise unorthodox und generiert dadurch Situationen aber gleichzeitig vertändelt er häufig Situationen. Erinnert mich ein bisschen an Bittencourt.

    • Boom77 says:

      Kann mir mal einer von euch erklären, was die Trainer an dem Höger überhaupt finden? Ich meine unter Stöger hat er gespielt, unter Ruthenbeck und jetzt auch unter Anfang… was hat er oder macht ihn aus, das mir bisher entgangen ist? Vielleicht ist einem von euch ja etwas aufgefallen, dass mir die Augen öffnet.

      • Joss says:

        @Boom77 Ist ne berechtigte Frage. Müsste man die Trainer persönlich fragen. Vielleicht steht er bei den von dir aufgezählten Übungsleitern so hoch im Kurs, weil er seinerzeit mal auf Schalke in Champions Leauge – und Euro League Begegnungen hat mitspielen dürfen.

        Zitat aus fc.de (seinerzeit): „…Marco Höger kommt mit der internationalen Erfahrung aus 17 Begegnungen in der UEFA Champions League und 13 Einsätzen in der UEFA Europa League für Schalke 04…“

        Schmaddi begründete die Verpflichtung von Höger wie folgt:“…Wir freuen uns, ab Sommer einen weiteren Kölner in unserer Mannschaft zu haben. Marco Höger ist ein robuster, laufstarker Spieler mit der entsprechenden Zweikampfhärte, der in den vergangenen Jahren auch auf internationaler Bühne überzeugt hat…“

      • CK says:

        Nur meine bescheidene Meinung aber ich glaube er ist schon gut am Ball, er kriegt normalerweise auch seine kurzpässe an den Mann. Zusammenfassung er hat eine gewissen Ruhe am Ball.
        Sein Stellungsspiel ist auch ok aus meiner Sicht, das ist immer schwer zu sehen wieviel und wohin der 6er läuft um Räume zu schließen…

        Aber selbst wenn er mal einen Gegner im 1:1 aussteigen lässt er ist dann eigentlich immer zu langsam um aus diesem Vorteil Kapital zu schlagen.
        Noch dazu fehlt ihm manchmal die Orientierung und er verliert Gegenspieler aus den Augen und wird dann überrascht.

  2. Paul says:

    Bei Höger ist der Lack ab, und es war ein Fehler, nach der unglücklichen Niederlage gegen Paderborn so defensiv zu spielen. Anfang hat viele Aufstellungsfehler gemacht, und deshalb ist die Tabellenführung weg. Der FC sollte die jungen Spieler für die kommende Saison spielen lassen, die Routiniers sollten im Training und von der Bank her helfen.

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