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Kader-Spekulation: Wer rückt für Hector ins Aufgebot?


Der 1. FC Köln muss am Samstag gegen die SpVgg Greuther Fürth auf seinen Kapitän Jonas Hector verzichten. Der Nationalspieler fällt mit einer Adduktorenverletzung aus. Damit muss Markus Anfang den frei gewordenen Kaderplatz füllen. Drei Reservisten stehen bereit – aber auch ein Nachwuchstalent drängt sich auf. 

Köln – Beim 1. FC Köln war die Erleichterung groß, als klar wurde, dass sich Jonas Hector im Länderspiel gegen Russland nicht schwerwiegender verletzt hatte. Dennoch musste Markus Anfang gegen Darmstadt kurzfristig auf seinen Kapitän verzichten. Der Linksverteidiger hatte sich während des Aufwärmens eine muskuläre Verletzung im Adduktorenbereich zugezogen und wird den Kölnern damit auch am Samstag gegen Greuther Fürth nicht zur Verfügung stehen. Auch Anthony Modeste wird noch nicht wieder im RheinEnergieStadion für die Kölner auf Torejagd gehen können. Der Franzose wartet nach wie vor auf seine Spielberechtigung von der FIFA.

Chance für Trio – oder für den Nachwuchs?

Markus Anfang muss den Ausfall von Hector kompensiert bekommen. Gegen Darmstadt rückte Jannes Horn in die Startformation und wurde davon sichtlich überrascht. Horn wirkte vor allem im ersten Durchgang unsicher. Der Linksverteidiger erklärte die Situation hinterher so: „Für mich war es nicht einfach so kurz vor dem Spiel zu erfahren, dass ich spiele. Deswegen habe ich auch ein bisschen gebraucht. Aber dann wurde es besser.“ Auch gegen Greuther Fürth wird Horn wohl von Beginn an auflaufen. Im Vergleich zum Darmstadt-Spiel hatte der 21-jährige diesmal eine ganze Woche Zeit, sich auf seinen Einsatz vorzubereiten.

Dennoch braucht Anfang weitere Optionen auf der linken Seite. Sollte sich Horn im Spiel verletzten, stünde keine positionsgetreue Alternative zur Verfügung. Zuletzt fanden Matthias Lehmann, Matthias Bader und Simon Zoller im Kader keine Berücksichtigung mehr. Zumindest für einen Spieler aus diesem Trio könnte am Samstag also wieder ein Kaderplatz winken, wenngleich keiner von ihnen auf der linken Seite zuhause ist. Nachwuchsspieler Noah Katterbach ist dies allerdings. Der 17-jährige wurde unter der Woche von Anfang befördert und trainiert ab sofort permanent mit der Profimannschaft. „Wir haben auch talentierte Spieler wie Noah Katterbach, der die Rolle links auch spielen könnte. Er ist noch ein junger Kerl, der noch Zeit braucht. Aber das werden wir beobachten“, erklärte Anfang hinsichtlich des jungen Talentes. Schon im Testspiel gegen Beveren wurde der Junioren-Nationalspieler eingewechselt und bekleidete dort die Hector oder Horn-Position im 3-5-2-System. „Noah ist in Beveren früh eingewechselt worden und hat es genau in dieser Ordnung gut gespielt. Er kennt das also schon“, sagte Anfang unter der Woche. Will der Trainer den freien Kaderplatz von Jonas Hector also positionsgetreu besetzen, wäre der 17-jährige die einzige Alternative bei den Geißböcken. Ob Anfang den Spieler aber schon jetzt einem der Routiniers vorziehen wird, bleibt abzuwarten.

Zoller vor Absprung, Bader nicht in Form

Dass der wechselwillige Simon Zoller noch einmal für die Geißböcke auflaufen wird, erscheint unwahrscheinlich. Sein Transfer zum VfL Bochum in der Winterpause nimmt immer mehr konkrete Züge an (hier mehr dazu). Somit dürfte er für Markus Anfang die letzte Alternative für den Kader am Samstag sein. Auch Matthias Bader scheint aktuell weit von einem Kaderplatz entfernt und seine Position mit Benno Schmitz und alternativ Marcel Risse ohnehin derzeit besetzt. Bliebe noch Matthias Lehmann, der zwar im defensiven Mittelfeld zuhause ist, aber prinzipiell mit seiner Erfahrung polyvalent einsetzbar ist. Letztendlich hätte Markus Anfang mit Niklas Hauptmann noch eine Option für die linke Seite im 3-5-2-System in der Hinterhand. In der Vorbereitung hatte der Trainer den zentralen Mittelfeldspieler auf dieser Position zumindest schon einmal ausprobiert.

Letztendlich bleibt abzuwarten, wie Markus Anfang den freien Kaderplatz von Hector besetzen wird. Zu Beginn wird wohl ohnehin Jannes Horn die Position eins zu eins übernehmen. Bleibt für die Kölner zu hoffen, dass sie von einem weiteren Ausfall auf der linken Seite verschont bleiben.

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