,

Kommentar: Eine Niederlage als Warnung für Anfang

Der 1. FC Köln hat ein Problem. Eigentlich sind es sogar zwei: Erstens hat der Effzeh ein fußballerisches Problem. Das war eindeutig zu erkennen am Montagabend beim blutleeren Auftritt in Hamburg. Zweitens hat er aber auch das Problem, dass er noch nicht weiß, wo das erste Problem wirklich liegt. Nun ist vor allem Markus Anfang gefragt.

Ein Kommentar von Marc L. Merten

Markus Anfang erklärte am Montagabend nach der schlechtesten Saisonleistung seiner Mannschaft, das 0:1 müsse erst einmal analysiert werden. Der FC-Trainer wirkte ratlos, genauso wie Sportchef Armin Veh, der sich ebenfalls keinen Reim auf den nicht nur spielerisch, sondern auch charakterlich fragwürdigen Auftritt der FC-Profis machen konnte. Auch deswegen schrillen bei den Geissböcken nach zwölf Spieltagen die Alarmglocken.

Niederlagen geschehen im Fußball. Doch oft geht es um das „Wie“. Man dürfe verlieren, aber nicht so, heißt es dann, wenn Spieler nicht nur fußballerisch alles schuldig bleiben. Beim Effzeh war dies am Montagabend in Hamburg eingetreten. Wenn jedoch eine hochkarätig besetzte Mannschaft nicht ansatzweise ihr Potential abruft, stimmt etwas nicht. Dieses „Etwas“ müssen die Verantwortlichen nun dringend ausfindig machen. Dafür müssen sie miteinander reden. In den letzten Monaten betonten Vorstand und Geschäftsführung immer wieder, man habe verstanden, dass Kommunikation der Schlüssel zum Erfolg sei. Das müssen nun alle Beteiligten beweisen.

Was ist verloren gegangen?

Auch die Spieler. Denn am Montagabend wurde man auch das Gefühl nicht los, dass etwas in der Mannschaft verloren gegangen ist. Wenn Spieler wie Jonas Hector, Simon Terodde, Louis Schaub, Marcel Risse oder Jorge Meré meilenweit von ihrer Normalform entfernt sind oder unerklärliche Fehler einstreuen, müssen sie sich hinterfragen, erklären und gemeinsam an einer Lösung arbeiten. Denn da der Aufstieg weiterhin unzweifelhaft Pflicht ist, ist eine baldige Behebung der großen Mängel vonnöten, die das Team nicht erst am Montag in Hamburg offenbarte.

Gefragt ist nun vor allem der Trainer. Markus Anfang muss die Probleme erkennen, sie ansprechen, seine Spieler in die Pflicht nehmen, aber auch wieder aufbauen, zusammenführen, stärken. Dabei muss er den Spagat schaffen, der eine Krise automatisch mit sich bringt: einerseits sich und seiner Linie treu bleiben, andererseits die nötigen Veränderungen vornehmen, ohne dabei vollständig von bisherigen Maßnahmen abzurücken und damit unglaubwürdig zu werden. Die Niederlage in Hamburg und die Worte seines Sportchefs im Nachhall des 0:1 (mehr dazu hier) waren eine Warnung für den FC, aber auch für den Coach. Das Heimspiel am Samstag gegen Dresden wird zeigen, ob dies alle Beteiligten verstanden haben.

25 Kommentare
  1. Manfred Lutz-Jathe says:

    Hallo Herr Merten,

    vielen Dank für Ihren Kommentar.

    Warum wundern sich alle, über den „charakterlich fragwürdigen Auftritt“ der Spieler?

    Einerseits reden alle von Leistungssport und andererseits haben Manager, Trainer und vor allem die Spieler „Rentenverträge“.

    Und deshalb kann die Mannschaft ohne jegliche Folgen so auftreten. Maximal sitzt ein Spieler mal eine Weile auf der Tribühne und kassiert seelenruhig sein überzogenes Gehalt. Verkaufen lässt er sich auch kaum, wegen seinem hohen Gehalt (z.B. Sörensen).

    Der Trainer ist die ärmste Sau. Wie soll er lustlose Kicker motivieren, die ihr Geld auch ohne Leistung erhalten. Mitleid ist trotzdem nicht angebracht, den eine Entlassung ist in das Gehalt bereits eingepreist. Bekanntlich wird aufgrund der bestehenden Verträge nicht entlassen sondern freigestellt und damit besteht Lohnfortzahlung bis zum Vertragsende oder einer Abfindung (z.B. Schmadke und Stöger).

    Warum holt der FC nicht hungrige und leistungswillige Spieler die leistungsbezogene Verträge akeptieren? Und warum gilt dies nicht für das Management und den Trainerstab?

    Mancher mag sagen, das geht nicht. Dann frage ich zurück, warum nicht?

    Ist es besser mit der derzeitigen Mannschaft reihenweise gegen Mannschaften zu verlieren, deren „Marktwert“ laut transfermarkt.de zwischen 10 % und 20 % des Kölner Kaders liegt.

    Der FC verbrennt Geld in unverantwortlicher Höhe.

    Wenn der FC wirklich „spürbar anders“ wäre, würde er nicht den treuen Fans über die Eintrittsgelder und die Fanartikel überzogen viel Geld aus der Tasche ziehen und den Spielern und Managern hinterherwerfen.

    Schuldlos ist dabei auch nicht der Vorstand, der ja die Verträge genehmigt.

    Leider sehe ich aber nicht wirklich ein Licht am Ende des Tunnels. Wieso solte sich was ändern, wenn es den Beteiligten (Mannschaft, Trainer, Spieler und Vorstand) auch bei schlechter Leistung gut geht.

    Was solls, wenn die Fans pfeifen und Transpartente hochhalten. Sie kommen ja doch wieder am nächsten Spieltag.

    Und irgendwie klappt es ja doch mit dem Aufstieg, bei dem finanziellen Einsatz des FC im Vergleich zu den allermeisten anderen Mannschaften der 2. Liga.

    Und dann werden bestehende „Rentenverträge“ aufgestockt und neue „Rentenverträge“mit Spielern abgeschlossen, die ihr Herz für Köln entdeckt haben. Warum wohl? Und wenn es gut geht steigen wir erst in der zweiten Saison wieder ab.

    Besonders ärgerlich ist bei alledem, dass talentierte Nachwuchsspieler so gut wie keine Chance haben in den Kader der 1. Mannschaft aufzurücken.

    Von „spürbar anders“ keine Spur.

    Come on FC

    • Michael H says:

      Weder ist der FC „spürbar anders“, noch wäre das auch nur entfernt möglich im heutigen Geschäft. Insoweit stimme ich Ihnen zu. Allerdings haben Sie anscheinend ein gutes Verständnis davon, wie das Fußballgeschäft heute funktioniert.

      Wenn man schon 16-jährige mit „Rentenverträgen“ ausstatten muss, da sie sonst schlicht woanders unterschreiben, kann man mit leistungsbezogenen Verträgen praktisch niemanden mehr binden. Darauf ist auch die gesamte Fußballökonomie nicht (mehr) ausgelegt.

      Andererseits gibt es kaum Spieler, die sich freiwillig auf die Tribüne setzen. Jemand mit einer solchen Mentalität wird in der Regel kein Profispieler – über Ausnahmen braucht man nicht zu diskutieren, die gibt es überall.

      Dennoch, das Kernproblem bleibt für mich, dass das System nur bedingt zum Kader passt und dass beim FC einige Spieler rumlaufen, die sich für die zweite Liga zu gut sind. Kann ich in der Tendenz auch nachvollziehen. Wäre ich ein begnadeter Techniker, der Erstliganiveau hat, würde ich mir auch die zweite Liga nicht antun wollen. Aber dann wechsle ich halt den Verein bei einem Abstieg. Und, nein, die Liste begnadeter Techniker hält sich beim FC in Grenzen, auch wenn das die Spieler anders sehen mögen.

      Hier möchte ich Hector dezidiert von ausnehmen. Aber wenn man sich mal seine Mimik in den vergangenen Spielen angeschaut hat, ist einem doch sofort klar, wie frustriert er von der Spielweise und/oder Mentalität seiner Mitspieler ist. Frustfouls, die jedes Mal zu einer gelben Karte führen, sind sicherlich etwas, was er vermeiden muss. Aber die zugrundeliegende Frustration kann ich nachvollziehen. Manche Spieler sind für das System nicht geeignet, manche können es nicht besser, manche wollen nicht, und der Umstand, dass nun auch das notwendige Selbstvertrauen wieder fehlt, macht es alles nur noch schlimmer.

      In diesem Sinne: kann nur besser werden.

  2. NICK says:

    Ich mag es nicht, sich hinzustellen und zu sagen „Ich habs doch gesagt“…jedoch erinnere ich mich, wie ich mich vor der Saison über den Spruch von Veh „Das ist jetzt eine Mannschaft die kombinieren und spielerische Lösungen finden kann“ so oder so ähnlich. Bittencourt abgegeben und Drexler geholt – wo ist da die Verbesserung? Schaub! Aber seit Clemens verletzt ist, hat er scheinbar keinen mehr mit dem er kombinieren kann…wenn die Mannschaft doch jetzt kombinieren kann, warum tut sie es nicht Herr Veh? Das ist doch jetzt ihr Kader an dem sie sich messen lassen wollten?! Ich hatte schon vorcder Saison bezweifelt das die vorhandenen Spieler das Anfang-„System“ spielen oder überhaupt verstehen können. Leider versteht aber auch Anfang nicht, dass diese Spieler das nicht hinkriegen. Ich hatte vor der Saison gehofft, dass es zum Ende der Hinrunde einigermassen greifen könnte, jetzt klappts aber immer schlechter. Eigentlich ist von dem System – frühes Pressen usw. seit dem Paderbornspiel bei uns nichts mehr zu sehen. Dabei zeigen uns Mannschaften wue Duisburg, Ingolstadt oder Heidenheim in den Spielen gegen uns, dass so ein System gut funktionieren kann. Was spielen wir wieder „Stöger-Style“ – wir gehen msl auf den Platz und gucken was der Gegner so macht…“oh, hoppla…die geben ja richtig Gas und wollen das Spiel gewinnen…wer hätte das denn gedacht???“ Wir reagieren dann wie unter Stöger mit kurzem Aufbäumen und werden dann vom Willen der Gegner überrannt. Wen man sich dann nach dem Spiel hinstellt und meint „9km weniger gelaufen? – is nich schlimm, machen wir immer so…“ Dann läuft aber mal richtig was falsch…

    • Max Moor says:

      Genau . Die Spielen so lustlos und das hin und her geschiebe und dann zum Horn dann wieder zu Czichos und der dann zum Hector und der ist sich unbeholfen und gibt wieder zurück . Dann schläft natürlich auch irgendwann ein guter Stürmer wie Terodde . Köln muss von Anfang an Druck machen und vollen Einsatz bringen so wie es jede Gegner gegen Köln auch tun !!! die sind immer auf Top Niveau und Köln spielt wie sone Antifussball Verein . richtigen Scheißdreck . Ich als Trainer würde da mal Durchgreifen und einen Höger und Hector 4 Wochen auf die Tribüne schicken . Ps . Hector ist ja eh demnächst gesperrt hat ja schon seine 4. Gelbe . Das einzigste was mir in Hamburg aufgefallen ist war als Cordoba rein kam und ein tollen Sprint bis in den 16er und dann rüber gab das kläglich vergeben wurde ! es spielen auch zuviele oft schlecht und lustlos als ob der Trainer die Mannschaft überhaupt nicht erreicht . Köln ist wohl doch 2 Nummern zu Groß ! Da muss ein richtiger Trainer sein der Durchgreifen tut .

  3. Ottla says:

    Danke für den Kommentar. Danke auch für die vielen vielen Kommentare der Fans, die restliche Berichterstattung und einfach für alles, was gerade von Außen herum um den FC passiert. Danke. Großes Danke dafür, dass bei der ersten Schwächphase in der Saison, von der Alle wussten, das es sie nach diesem Umbau und der neuen Spielidee geben wird (auch die Verantwortlichen) eine Hysterie und ein Bashing und ein frustgesteuertes Abarbeiten stattfindet, die in ganz starker Form mitverantwortlich für den gerade entstehenden Abwärtssog sind. Das ist richtig stark, sehr konstruktiv und wird der Mannschaft und dem Trainer, die schon auf einem guten Weg waren, sicher sehr sehr dabei helfen, aus diesem ersten Tal herauszukommen. Also ja, Danke. Und dafür sind sie ja auch da: das Umfeld, die Fans… Danke dafür. Danke auch an Armin Veh, der ganz offensichtlich bei den ersten Anzeichen, dass das neue System (natürlich) nicht gleich die volle Stabilität entfalten kann, offensichtlich derart in die Arbeit des Trainerteams hinein gewirkt hat, dass derzeit gar nicht der eigentlich von Anfang gedachte Fussball, sondern ein seltsamer, verhaltener, unausgegorener „Bastard“-Anfang/Veh-Ball gespielt wird. Natürlich eine (Panik-)Reaktion Vehs auf das erwartbare Echo des großartigen Umfelds und der tollen Fans auf die ersten schlechteren Leistungen. Sie alle wollen nur das Beste für den FC. Danke dafür. Wer solche Fans und ein solches Umfeld hat, der braucht keine Feinde mehr. Ich hoffe inbrünstig, dass es eine Öffnung zu 50+1, zu mehr Investoren und mehr Professionalität geben wird; dass es hier bald wird wie England, und die ganzen kölschen IQ-80-Proleten, seien es die Ultras, oder all die anderen Honks, deren Fachkompetenz man in den Kneipen und auf der Tribüne lauschen darf, endlich und für immer raus sind. Ansonsten ist der FC auf absehbare Zeit verloren.

    • mal im Ernst says:

      Muss aber sehr schmerzhaft sein diese Krankheit. Auf welchem guten Weg war denn das Trainerteam ? Nun der erste heute , der wieder alles was die wirklichen Fans sehen , mit seiner vom Vorstand bezahle Version kundtut. Seit 5 Spielen kein Sieg und dann spricht der hier von einer ersten schwächelnden Mannschaft. Aber nah klar , die Fans sind schuld Herr / Frau Ottla. Solche Fans wie Sie braucht der FC unter Türkheim.

    • Jhen says:

      Für den Sport Fußball braucht es nicht viel IQ, weder bei Spielern, Trainern oder Managern. Der FC Bayern München ist das beste Beispiel dafür aber auch beim effzeh wäre vermutlich eine Hochbegabung bei den Akteuren, egal auf welcher Ebene eher nur schädlich. Sie haben sich übrigens perfekt eingereiht und haben sich auf Augenhöhe mit uns anderen Fans gebracht. Willkommen.

    • Detlef Lodenkämper says:

      @Ottla. Würde Ihren Kommentar verstehen, wenn es am Anfang nicht gelaufen wäre und dann gleich Hysterie ausgebrochen wäre. Jetzt ist es aber so, dass die Mannschaft mitten in der Saison immer schlechter wird. Speziell beim HSV war mit Händen zu greifen, dass es in der Mannschaft nicht stimmt. Kein Team auf dem Platz, kein Leader, jeder spielt seinen Stiefel runter. Wr sind da als Tabellenführer angereist, in den Hamburger Zeitungen war vorher tagelang zu lesen, dass da eine ganz starke Kölner Truppe anreise, und genauso hatte auch der HSV erst mal großen Respekt, bis sie merkten, gegen wen sie da spielten. So bitter es ist: Der Effzeh war der bisher schwächste Gegner, den der HSV zu Gast hatte. Regensburg, Heidenheim, Bochum, St. Pauli haben hier alle besser ausgesehen. Und da sitzt du dann als Hamburger Effzeh-Fan unter lauter HSV-Supportern und kannst deren hämischen Kommentaren nichts entgegensetzen, denn sie hatten ja recht. Und Armin Veh hat auch das Richtige gesagt, und ich denke mal, wenn sich nicht spätestens bis zur Winterpause Entscheidendes verbessert, werden wir die Rückrundemit einem neuen Trainer beginnen. Das wäre dann auch in Ordnung.

    • FelixH says:

      Sehr guter Kommentar. Du sprichst mir aus der Seele. Markus Anfang hat nicht umsonst alle Lizenzen, wurde im NLZ von Leverkusen ausgebildet, hat bei Kiel eine super Arbeit geleistet. Also sollte man nicht Ihn hinterfragen, sondern die Spieler oder das Umfeld!!

  4. NICK says:

    Es muss noch niemand gekündigt werden. Aber es muss mal ein „Kassensturz“ gemacht werden – was ist drin in der Mannschaft? Wenn die das Anfang-System einfach nicht spielen können, dann muss Anfang etwas spielen lassen was die Mannschaft kann. Ich verstehe allerdings nicht, was nach dem Paderbornspiel passiert ist – plötzlich stehen wir ängstlich hinten drin und Konter werden mit der Geschwindigkeit einer Oma, die Ihren Wagen durch den Supermarkt schiebt, gespielt oder abgebrochen und der Ball wird zurück gespielt. Seit Paderborn ist doch von den positiven Offensivbemühungen nichts mehr zu sehen, dafür aber auch nicht mehr von den vielen Kontern gegen uns, mit denen wir schnell überspielt waren…Woher kommt diese radikale Änderung? Wurde das von Oben so vorgegeben???

    Was aber nicht von Oben vorgegeben werden kann ist diese Schlafmützigkeit, dieses „Wir gehen erstmal raus und gucken was der Gegner so macht“. Warum geht man nicht mal auf den Platz und sagt „So, wir versuchen jetzt mit erstem Ballgewinn Spielzug XY und versuchen direkt mal eine Großchance zu kreieren, danach pressen wir und versuchen innerhalb der ersten 5 Minuten ein Tor zu machen“ Von Siegeswillen war doch in den letzten Spielen nichts zu sehen!!! Das ist ein Mentalitätsproblem dieser Mannschaft, nein dieses gesamten Vereins, der es so gut wie nie schafft, wenn es mal drauf ankommt, die Kräfte zu Bündeln und auf den Platz zubringen, ob es darum geht den Anschluss an irgendwas – Nichtabstiegsplätze, europäische Plätze oder einfach mal drum geht einen direkten Konkurenten auf Distanz zu halten oder sich abzusetzen…Das kann eigentlich nicht am Trainer oder Manager liegen, dafür wechseln die zu oft und das Ergebnis ist das selbe.

    Ich würde Anfang behalten, aber er muss auch sein Konzept umsetzten dürfen. Irgendwie habe ich das Gefühl er wurde zurück gepfiffen. Er muss es aber so der Mannschaft beibringen, dass auch Punkte dabei aufs Konto kommen und dann muss man auch mal auf einen Gegner flexibel reagieren oder im Spiel umstellen. Wenn er das aber so sieht wie die Laufleistung beim HSV „9km – egal – machen wir immer so“ dann ist er der falsche Mann! Dann wäre ich aber für die große Lösung – neuer Trainer, neuer Manager. Denn Veh hat ihn geholt, hat dafür den Abstieg ohne große Gegenwehr in Kauf genommen, wenn das mit Anfang nicht klappt, dann muss Veh seinen Hut nehmen!

    • OlliW says:

      Frag ich mich auch. Von den Gegentoren und dem grausamen, einseitigen Schiri mal abgesehen, war Paderborn geil. Seitdem geht die Angst um und die allgemeine Vorsicht kommt vor Mut und Selbstverständlichkeit. Wie wir gegen Aue und Co gesehen haben, kann auch das bei entsprechender Konsequent zu (Arbeits-)siegen führen und damit immerhin zu Punkten. Muss ja auch mal sein. Aber nach Bielefeld – wo es danach aussah, als hätte man die nötige Balance gefunden, kam nur noch Zögerlichkeit, Langsamkeit, Mutlosigkeit und Unvermögen. Eine Spirale nach unten eben.

      „Das ist ein Mentalitätsproblem dieser Mannschaft, (…) .
      Das kann eigentlich nicht am Trainer oder Manager liegen, dafür wechseln die zu oft und das Ergebnis ist das selbe.“

      Exakt. Das frage ich mich auch immer und immer wieder! Und das bei Gegnern, die oft schlagbar sind. Siehe zuletzt Hamburg. (die sich jetzt für unschlagbar halten und Lasogga hat ja die Saison mehr oder weniger für beendet und entschieden erklärt! ;-) )

      Vielleicht liegt es in der Luft von Köln…oder am kalkigen Wasser…oder was weiß ich…

      • Michael H says:

        Zur Mentalität: nun, im Wesentlichen ist es nach wie vor das Team vom letzten Jahr. Selbstbewusstsein zu entwickeln braucht Zeit und Rückschläge machen es nicht einfacher. Spätestens das Spiel gegen Schalke war natürlich Gift dafür. Gleichzeitig ist wohl auch etwas dran, dass wir derzeit keinen Podolski, Modeste oder auch Bittencourt mehr haben, die den Spaß auf den Rasen zurückbringen. Wenn ich mir die Spieler so anschaue, kommen sie ja schon mit heruntergezogenen Mundwinkeln auf den Rasen. Das führt bei uns zu „Dienst nach Vorschrift“ und das ist bei ihnen auch nicht anders. Und im Training, so hört man, ist das auch nicht sehr viel besser.

        Klar sollte das ein Profi aushalten können. Tun sie aber nicht. Da hat sich sicherlich auch etwas verändert in den letzten Jahrzehnten: emotionale Belastbarkeit zu entwickeln ist halt schwierig, wenn man das ganze Leben ausschließlich auf dem Fußballplatz gestanden hat und ständig Eltern, Trainer, Ärzte und Co. um einen herumlaufen. Die Leistungszentren mögen bessere Techniker hervorbringen – „bessere“ Menschen aber eher nicht.

  5. NICK says:

    „im Wesentlichen ist es nach wie vor das Team vom letzten Jahr.“ Wie jetzt? Ich dachte „Das ist jetzt eine Mannschaft, die guten Fußball spielen kann, kombinieren kann, schneller umschalten kann, nicht abhängig ist von einem Stürmer vorne“…“Wir haben einen ausgewogenen Kader, der uns dazu befähigt, unsere Ziele zu erreichen“ .Jetzt bin ich aber verwirrt…wie ist es denn jetzt???

    „Natürlich werde ich jetzt daran gemessen. Das ist jetzt mein Kader.“

    Dann hol mal einer das Maßband raus…

Dein Kommentar

Willst du an der Diskussion teilnehmen?
Mache mit!

Schreibe einen Kommentar