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Anfang stellt klar: „Ich muss nicht Herbstmeister werden“

Noch zwei Spiele trennen den 1. FC Köln von der Winterpause. Doch bevor es so weit ist, will der Effzeh seine starke Position in der 2. Bundesliga untermauern – und zwar möglichst mit zwei Siegen. Sogar die Herbstmeisterschaft ist noch drin. Bei Trainer Markus Anfang weckt diese allerdings nicht die besten Erinnerungen.

Köln – Gegen den 1. FC Magdeburg wollen die Geissböcke die Hinrunde mit drei Punkten erfolgreich abschließen. Der Effzeh hätte dann 36 Punkte auf dem Konto und könnte sich zum Herbstmeister krönen. Dafür müsste der Hamburger SV jedoch patzen. Der Zweitliga-Tabellenführer (34 Punkte) dürfte beim MSV Duisburg nur maximal einen Punkt holen. Unter Hannes Wolf ließ der HSV allerdings nur gegen Union Berlin Punkte liegen. Die Chancen auf den Herbstmeister-Titel sind daher überschaubar.

Wir sind letztes Jahr mit Kiel Herbstmeister geworden, aber nicht aufgestiegen

Bei der FC-Pressekonferenz vor dem Spiel gegen den FCM stellte Markus Anfang allerdings klar, dass die Herbstmeisterschaft für ihn ohnehin keine große Bedeutung hat. Und das hat seine Gründe. Mit Holstein Kiel befand er sich in der vergangenen Saison lange auf Aufstiegskurs. Am Ende reichte es für die ‚Störche‘ nur zu Rang drei. In der Relegation musste sich Kiel dann dem VfL Wolfsburg geschlagen geben. Eine solche Erfahrung will der FC-Coach nicht mehr machen.

„Wir sind letztes Jahr mit Kiel Herbstmeister geworden, aber nicht aufgestiegen. Also ich muss nicht unbedingt Herbstmeister werden, wenn wir stattdessen unser großes Ziel erreichen und aufsteigen“, sagte der FC-Coach am Freitag und fügte hinzu: „Das ist ein Ziel, das man sich setzen kann. Dafür muss man Spiele gewinnen und das heißt, wir konzentrieren uns auf das, was wir beeinflussen können.“

Herbstmeister zu sein ist eine schöne Randerscheinung

Mit guten Leistungen wollen die Kölner gegen Magdeburg an die aktuelle Topform mit vier Siegen in Serie anknüpfen. Das könnte zur Tabellenführung am Ende der Hinrunde reichen. Doch ganz oben stehen wollen die Kölner erst am Ende der Saison. „Herbstmeister zu sein ist eine schöne Randerscheinung, aber letztes Jahr hat mir das auch nichts gebracht“, sagte Anfang.

Der Spielplan der 2. Bundesliga sieht vor, dass Köln vor der Winterpause bereits das erste Spiel der Rückrunde gegen den Vfl Bochum bestreitet. Mit einem Sieg gegen das Team von Robin Dutt könnte der Effzeh nicht nur einen direkten Konkurrenten im Aufstiegsrennen distanzieren. Die Geissböcke könnten zudem noch vor der Winterpause am HSV vorbeiziehen und die Tabellenführung zurückerobern. Peter Stöger bezeichnete das einst als „Wintermeisterschaft“. Vielleicht könnte sich Anfang darüber ja mehr freuen, als über die Herbstmeisterschaft.

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