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Vorsichtiger Veh: „Ich sehe jetzt einen anderen FC“

Armin Veh ist zufrieden, aber skeptisch. Der Sportchef des 1. FC Köln glaubt, dass die Geissböcke in die Bundesliga zurückkehren werden, sollten sie die Ergebnisse der Vorrunde wiederholen. Der 57-Jährige sieht auch gute Gründe für einen Erfolg, will den Tag aber nicht vor dem Abend loben. Nach dem 3:0 über Magdeburg sprach Veh über…

…die Hinrunde

„36 Punkte liegen über dem Zwei-Punkte-Schnitt, weshalb mir das gut gefällt. Was mir aber noch besser gefällt, ist, dass wir Stabilität haben und eine Entwicklung sehen. Wir waren schon einmal stabil, wenn ich mich an Bielefeld erinnere. Aber dann haben wir geschwächelt. Jetzt sehe ich einen anderen FC, wir sind wesentlich souveräner, die Abläufe passen besser, auch die Form der Spieler ist besser. Diese Entwicklung war ganz entscheidend. Besonders nach dem Spiel in Hamburg, wobei das 0:1 in dieser Form vielleicht sogar ganz gut war und wir nicht 0:0 gespielt haben. Die letzten drei Spiele von uns waren richtig gut.“

…der Ausblick auf die Rückrunde

„Ich bin nie sorgenfrei. Ich bleibe immer skeptisch. Erst am Schluss, sollten wir es geschafft haben, werde ich ruhiger sein. Ich bin über 30 Jahre im Fußballgeschäft, deshalb weiß ich, dass immer Dinge passieren können, mit denen man nicht rechnet. Selbstvertrauen ist wichtig, aber wenn man sich zu sicher fühlt und das Selbstvertrauen in Selbstzufriedenheit umschlägt, ist das schlecht. Deshalb bin ich jetzt zwar zufrieden, bleibe aber skeptisch.“

…die Favoritenrolle Kölns und Hamburgs

„Es müsste so sein, aber es ist nicht immer so, dass der, der mehr Budget hat, das auch rüberbringt. Ingolstadt hat den dritthöchsten Etat der Liga und ist Letzter. Auch in der Bundesliga gibt es Mannschaften mit hohen Etats, die irgendwo anders rumkrebsen. Das ist kein Selbstläufer. Ein Team muss auch funktionieren, zusammenwachsen. Aber wir haben erst eine Halbserie gespielt und eine Rückrunde vor uns.“

…die individuelle Qualität

„Wenn ich mir nur das zweite Tor gegen Magdeburg anschaue: Wie Drexler den Ball reinköpft, war das kein Spielglück. Er wollte den Ball genau dahin haben. Das war überragend. Noch schöner war aber eigentlich die Vorlage, wie Cordoba den Ball annimmt, mitnimmt und dann nach rechts rausspielt. Das sieht man nicht so oft. Und wenn man bedenkt, dass Louis Schaub nicht dabei war, der auch Tore vorbereiten und erzielen kann, sieht man, dass wir neben Simon Terodde noch weitere Spieler haben, die Tore machen können.“

…die nötige Punktzahl zum Aufstieg

„Nach der Winterpause geht’s drum. Dann geht es in die entscheidende Phase, dann wird es auch eine Nervensache. Das wird noch einmal eine andere Situation werden. Ob wir es dann schaffen, die Nerven auch im Zaum zu halten, wird entscheidend sein. Wenn wir noch einmal 36 Punkte holen, bin ich mir sicher, dass wir es schaffen werden. Ist schon jemals einer nicht mit 72 Punkten aufgestiegen? Die muss man aber erst einmal holen.“

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