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Pharma-Betrug? Besitzer von Tianjin Quanjian verhaftet

Der 1. FC Köln betont, im Rechtsstreit zwischen Anthony Modeste und dem Tianjin Quanjian FC nicht am Verfahren beteiligt zu sein. Dennoch dürften die Geissböcke zumindest zur Kenntnis genommen haben, dass der Besitzer des chinesischen Fußballklubs, Shu Yuhui, in seiner Heimat verhaftet wurde.

Köln/Tianjin – Wie die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf chinesische Behörden berichtet, wurden am Sonntag in Tianjin 18 Personen der Quanjian Group verhaftet. Das milliardenschwere Unternehmen, das unter anderem pharmazeutische Produkte herstellt sowie Krankenhäuser und Tumorzentren besitzt, war aufgrund potentieller Betrugsfälle ins Visier der Ermittlungsbehörden geraten. Unter den Verhafteten befand sich laut des Berichts auch der Milliardär Shu Yuhui, CEO der Quanjian Group und Besitzer des Tianjin Quanjian FC.

Freilich hängt der Rechtsstreit von Anthony Modeste mit seinem Klub in China direkt nicht an der persönlichen Zukunft des Klubbesitzers. Vielmehr soll die Vertragsfrage vor dem internationalen Sportgerichtshof CAS geklärt werden. Wann die Verhandlung stattfinden soll, ist noch nicht bekannt. Doch offenbar scheint der Mann, mit dem FC-Geschäftsführer Alexander Wehrle und SPD-Politiker Martin Schulz im Herbst noch verhandelt hatten, aktuell andere Sorgen zu haben als die Zukunft eines französischen Fußballspielers.

7 Kommentare
  1. Paul says:

    Komisch, wenn der FC nicht beteiligt ist, was soll dann die ganze Geschichte um Schulz, Wehrle und den Reiswein? Warum wurde ein solch windiger Deal bei der 70-Jahr-Feier in den Mittelpunkt gestellt? Warum wurden die FIFA-Statuten bei der Beurteilung der Rechtslage nicht berücksichtigt?

  2. Susanne Lex says:

    Ich glaube das war ein Vorgriff auf nächste Saison. Mo war auf einigen Zetteln von Vereinen aus der ersten Liga. Der musste schnell gebunden werden. Die da oben sind nicht so dumm. Glaub mal. Alles richtig gemacht. Jetzt nur noch aufsteigen..

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    • major says:

      „Die da oben machen schon alles richtig.“ – krass, so was bei diesem Verein zu behaupten.
      Ist das der Glaube an den Endsieg, oder lautes Pfeifen im dunklen Wald?

      Dass der „schnell gebunden werden musste“, das glaube ich bei einem Stürmer, der in drei Monaten 31 wird, nicht. Ich habe dazu ja schon mehrfach gesagt, daß es um den kurzen Gag auf der Gala ging, den „die da oben“, die mit dem „richtig machen“, einfach nur kurz in die Hose gesetzt – und damit nach Meinung vieler Mitglieder das eigentliche Thema „70 Jahre“ voll in den Sand gesetzt haben.

      Das kann man denen, die „nicht so dumm sind“ übel nehmen. So wie ich.

      • Jose Mourinho says:

        Tja, die einen meinen eben generell „die da oben“ machen immer alles richtig und die anderen meinen generell sie machen alles falsch.
        Ich glaube weder das Eine noch das Andere. Und ich glaube zudem, dass es nicht gut für den Verein ist, dass sich diese Lager so extrem feindlich gegenüber stehen.

        Die Meinung zum Galaauftritt von Dir teile ich weitgehend aber ebenso halte ich die Verpflichtung von Modeste – auch zu diesem Zeitpunkt – für richtig. Ich glaube nämlich nicht, dass Stürmer mit 31 aufhören zu treffen und das dieser Umstand auch anderen Vereinen bekannt ist. Wer diesbezüglich Recht behält, wird man dann wohl (hoffentlich) in der ersten Liga sehen.

        • major says:

          Ich sehe das gar nicht so schwarz-weiß, wie es wohl rüberkam.

          Fehler sind normal, aber jeder Fehler hat auch eine Gewichtung. Wenn ein Vorstandmitglied seinen Mustang am GBH falsch abstellt – drauf gepfiffen – aber eine Handlung, die monatelang wenig sinnvolle Pressemeldungen erzeugt – und viel schlimmer: Unruhe im Verein und bei den Profis erzeugt, das ist übel.

          Nichts anderes werfe ich dem Vorstand vor: unprofessionelle Kommunikation für den Moment, ohne Weitsicht.

          Zweiter Punkt: ist der Effzeh schon so weit wie die Bayern, sich potenzielle Gegner „wegzukaufen“? Da gäbe es sicher noch ein paar Dutzend anderer Kandidaten. Wenn Modeste aus Gründen der Gefahrenabwehr …“gekommen wurde“ wäre das ein schlimmes Armutszeugnis.

          Und nach dem, was man heute so liest, ist der „Deal“, den BWL-Wehrle und Loser-Schulz (*Augen verdreh*) in China verkaspert haben, nicht mal schriftlich fixiert – ist also nicht mal das Papier wert, auf dem er nicht steht. Die Chancen auf einen kostenlosen Transfer schwinden – und am Ende stehen dann X Millionen, die der Effzeh, um das Gesicht zu wahren, für Modeste hinlegen wird müssen. Alternativ geht Modeste zu diesem Verein aus Gelsenkirchen, weil der Effzeh ihm auch kein Gehalt gezahlt hat. Hoffentlich nimmt er dann den Sparkassen-Wehrle und diesen „Experten“ Schulz mit.

  3. Gerd Mrosk says:

    Der FC ist mit dem Deal nicht ins Risiko gegangen Paul Nur die Aktion auf der 70 Jahre Feier hätte man sich schenken sollen Naja,war mal wieder FC live :-) Da Mo sein Interesse am FC und Köln immer bekundet hatte wäre alles andere fahrlässig gewesen Die FIFA Statuten sind noch komplizierter als das was man am FC kapieren muss Ich lauf jetzt 50 Jahre dahin aber selbst die nächsten 50 werden die mich immer aufs Neue überraschen,ganz sicher

  4. major says:

    Leider wieder nur ein Artikel „drum rum“, der letztlich nicht viel erzählt.

    Das ist kein Vorwurf an Marc Merten, es gibt ja eben leider nicht viel zu berichten und es ist okay, auch – oder gerade solche Häppchen – zu bringen, denn die Büchse der Pandora „Berichterstattung zu Anthony Modeste“ wurde ja leider – vom Vorstand – geöffnet.

    Dem Thema täte trotzdem Ruhe gut, einige Akteure könnten sich sich sonst „gezwungen“ sehen, wieder irgendwelche Statements oder Emails rauszuhauen oder an unseriöse Medien durchzustechen, um ganz andere Interessen zu verfolgen.

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